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Hotel de Nantes_Paris

Ich würde ja gerne einen netten Blog zu diesem Hotel schreiben, hätte ich nicht nach der Nacht dort einen üblen Nachmittag erlebt, an dem mich die Bisse von Bettwanzen oder Flöhen noch lange später stundenlang gequält haben. Das Haus entsprach eigentlich während der ganzen Dauer meines Aufenthaltes genau meinem Traum eines authentischen alten Hotels rund um Montmartre, mit langer Geschichte und einem wunderbar unter dem Dach gelegenen Zimmer für diese Nacht Mitte Mai, auf die ich mich schon tagelang gefreut hatte.

Eben keine klassische „billige Absteige“ – solcher Art gibt es, noch unterhalb dieses Preisniveaus von rund 45 Euro, einige, auch nahebei und seit einem Jahrhundert und länger. Dies hier war eben genau die eine akzeptable Stufe drüber, die ich mir bewusst gewünscht habe, obwohl mein Reisebudget auch einen Stern mehr erlaubt hätte. Im Nachhinein habe ich mich aber versöhnt und darf versuchen, den damaligen Gefühls- und Farbenrausch zu beschreiben.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Ich werde also doch einen netten Blog schreiben, schließlich habe ich mich während meines Aufenthaltes Mitte Mai wohl gefühlt und nur Pech mit den Untermietern von Zimmer 39 gehabt: Oben unter dem Dach (auf dem Foto oben der bleiummantelte Erker rechterhand). Unten an der Ecke der Avenue de Clichy hatte ich mir bei der Ankunft abends linkerhand schon mein Frühstückslokal „Aux Rigolos“ ausgeguckt und war in beschwingter Vorfreude rüber gegangen.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Das aktuell im Besitz der arabischstämmigen Brüder Djouahar befindliche Haus wurde im Moment mit einem Gerüst versehen, damit eine (äußerliche) Sanierung vollzogen wird. Innen wird alles bleiben, wie ich es erlebte: Das klassische einfache Pariser Hotel. Ohne Lobby, nur mit Kabine für die Rezeption, einer Ecke mit Kaffee-Automaten und dann aber eines jener phantastischer Treppenhäuser, für die alleine das Haus schon einen Besuch wert ist.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Mein Zimmer war eines von fünf Zimmern, die im 6. Stock von einem kleinen Flur zugängig waren. Mit Toilette außerhalb, aber ohne Gemeinschaftsdusche.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

7 Quadratmeter. Ganz egal: Mein Zimmer wirkte nach langer Anreise und Fußmarsch von der Place Clichy mit dem Erlebnis der „Divette de Clichy“ wie ein Refugium in einem Märchenturm. Jedenfalls fühlte ich mich so: Yeah, mein Bett in Paris! Mal wieder. Alle Jahre wieder habe ich die Möglichkeit, hier beruflich vorbei zu kommen, seit 2015 leider nicht mehr mehrmals pro Jahr. Ich brauche nur eine schöne Caféstunde und ein Hotel wie dieses, dann ist es, als würde ich in den Erinnerungen von fast 40 Jahren Paris leben. Ich muss nicht an bestimmten Ecken und Orten vorbei kommen. Sie sind dann alle präsent. Ein schönes Freiheitsgefühl auch, durch eine solche Veränderung des Lebenskontextes.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Das Viertel ist dabei eher untypisch für Paris, jedenfalls schaute ich auf einen, die Nachbarschaft dominierenden, Wohnblock aus der vorletzten Jahrhundertwende, während das Hotel sehr typisch für das Jahrhundert davor wirkte, inklusive des Daches.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Drinnen faszinierten die – je nach Tageszeit – von Weiß über Rosa bis Blau changierende Farben der Wände, mit den später applizierten Verbindungen für Strom- und sonstige Leitungen, einem „Scheinfenster“, das mich an pharaonische Grabanlagen denken ließ, sowie einer mehrmals frisch gestrichenen Heizung.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Heute sieht man das nur noch selten. Meistens sind Hotelzimmer farblich einheitlich gestaltet, ohne durch punktuelle Sanierungsmaßnahmen entstandene farbliche Brüche.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Nach einem ersten kurzen Aufenthalt bin ich gegen 21 Uhr noch einmal raus, entdeckte die traurig-pragmatische „Kaffeestube“ im Erdgeschoss und ging im äthiopischen Restaurant Menelik sehr gut essen.

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Ich hoffe Leser*innen dieses Textes, trotz des von mir erlebten unschönen Nachklangs, inspiriert zu haben, in Paris auch solche Hotels auszuprobieren, statt sich mit den konformen Filialen von Ketten wie Accor, Best Western oder Ibis zufrieden zu geben, in denen man eben emotional und farblich nicht wirklich in Paris ist.

Adresse: 3 rue Boulay, 75017 Paris, Tel.: +33 1 46 27 51 93

Hotel de Nantes_Paris © Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des „Cappucino“_Ouagadougou

Die Avenue Kwame Nkrumah gilt als eine der wichtigsten Geschäfts- und Vergnügungsstraßen der Hauptstadt von Burkina Faso und ist insofern nicht nur ein häufiges Ziel von „Expads“ und den wenigen Touristen bei ihrem Aufenthalt in Ouagadougou, sondern offenbar auch ein Dorn im Auge mancher Fundamentalisten. Was erstere anzieht, stößt letztere ab: Neben guten Hotels und Nachtclubs auch Cafés mit Ausschank von Alkohol internationaler Qualität.

Im Januar 2016 kam es hier in diesem, ein wenig an den amerikanischen Wilden Westen des 18. und 19. Jahrhunderts wirkenden, Viertel  zu einem international beachteten Anschlag von Al Qaida auf das Splendid Hotel und zwei Café-Restaurants, die Istanbul Patisserie und das „Cappucino“ (siehe dazu ntv und  DIE ZEIT). Es gab 27 Tote (folgende drei Fotos aus Trip-Advisor und dem Tagesspiegel).

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17 Monate später, im Juni 2018, wurde es neu eröffnet (siehe Europe 1). Wenig später, an einem Augusttag, habe ich mich von David, dem Bruder meiner dortigen Freundin, morgens am Class Café absetzen lassen, um die Innenstadt zu erkunden. Wir verabredeten uns dann abends um 18 Uhr am „Cappucino“, um wieder zurück in unseren Vorort zu fahren. Wir hatten die Avenue Nkrumah und dieses Lokal gewählt, weil man sich hier nicht verlieren kann und jeder den Ort kennt.

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Abends kam ich also hierher und fotografierte es – im Wissen um die jetzt massiv erhöhte  Sicherheitsstufe des Cafés – nur zwei bis drei Mal schnell „aus der Hüfte“. Sehend, dass vor die Terrasse des weiß-grauen Gebäudes eine Absperrwand errichtet worden ist, an der ein Polizist stand. Mit dem ich keinen Ärger wollte. Von Norden und Süden her prangen drei riesige Werbeschilder der kamerunischen Biermarke „Beaufort“ an der Außenwand.

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Ich wurde beim Eintreten nicht kontrolliert, wohl aber David, als er eine halbe Stunde später kam. Er hatte seinen Ausweis zu zeigen und durfte dennoch nicht hinein. Ich trank einen der allerbesten Espresso in Ouagadougou, bewunderte die Einrichtung, die hier wie von einem anderen Stern wirkte, schaute mir aber auch an, wer hier saß: ein paar Personen westlicher Herkunft und etablierte Burkinabé.

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom neuen Leben des "Cappucino"_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Heute scheint im „Cappucino“ rein äußerlich wieder Alltag eingekehrt zu sein, aber psychologisch ist wenig verarbeitet, wie ein Interview mit einer Überlebenden zeigt. Was hat der von außen kommende Anschlag (wahrscheinlich ausgeübt von einem aus Mali/ Libyen im Norden eingedrungenen Kommando) ansonsten bewirkt?

Schon immer war das Lokal ein von Ausländern bevorzugtes Lokal. Jetzt scheinen fast nur noch westliche Ausländer Zutritt zu bekommen. Das bisherige entspannte Lebensgefühl im und vor dem Lokal wurde zerstört. Die seit Jahrhunderten in erstaunlicher Friedfertigkeit zusammen lebende christliche und muslimische Bevölkerung wurde schockiert und plötzlich aufmerksam gemacht auf einen offenbar „sündigen“ Ort. Und die tendenziell eher autoritäre Regierung hat eine Rechtfertigung für „Sicherheitsmaßnahmen“ bekommen. Wahrscheinlich ist auch der Espressopreis gestiegen. Das kann ich nicht beurteilen. Teuer genug war er: etwa das fünffache des Normalpreises.

Meiner Gastfamilie brachte ich jedenfalls – auch für mich sündhaft teure   „Eclairs“ mit (1500 Francs CFA pro Stück, also 2.50 Euro), die dankbar, fast gierig, angenommen wurden… Das „Cappucino“ ist eben auch in Bezug auf ihre Konditoreiprodukte eine „erste Adresse“.

Adresse: Avenue Kwame Nkrumah, Parcelle 20 Lot 1140 Section 005, Ouagadougou, Burkina Faso, Tel.: +226 60 72 44 44/45

Vom neuen Leben des „Cappucino“_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg

Sie sind eine luxemburgische Spezialität: ein unsichtbares Massenphänomen am Rande der Legalität, aber auch eine pragmatische Lösung für das Wohnungsproblem von allein lebenden Kleinverdienern in dieser Stadt der extrem hohen Mieten. Die Behörden sehen das aber anders. Zum Teil zu Recht. Die Rede ist von so genannten Cafézimmern, also Zimmern über Kneipen, die zum Teil zu horrenden Preisen (meist 400 – 800, teilweise über 900 Euro) und oft an mehrere Personen vermietet werden, die keine andere Wahl haben – meist Migranten, häufig aus Portugal, die auf dem Bau oder in der Gastronomie tätig sind.

Das Phänomen existiert seit Jahrzehnten. Manche leben hier als erste Anlaufstelle, ehe sie etwas anderes finden. Andere bleiben nach einer Krise – etwa einer Scheidung – hier hängen und geben fast ihr ganzes Einkommen für Miete und Alkoholika aus – wofür sie nur die Treppe runter gehen müssen, wo sie dann vor einem Tresen stehen. Schnell werden aus ein paar Wochen mehrere Monate.

Der zweifelhafte Ruf kommt daher, dass diese Zimmer oft diese Art Sackgasse bilden, aus denen man mangels Ersparnissen selten ohne Hilfe anderer herauskommt. Oft ist es ein Teufelskreis, heißt es in einer Reportage des Luxemburger Wort vom Oktober. Dort werden auch Zahlen für Luxemburg-Stadt genannt: Seit 2010 wurden 105 Gebäude mit insgesamt rund 400 Zimmern überprüft, von denen nur 100 in einem akzeptablen Zustand waren, das heißt pro Person neun Quadratmeter und ein Fenster aufweisend, mit Waschberiech und einem Klo und einer dushe pro sechs Personen.

Mein Zugang zu dem Thema ergab sich durch die Suche nach preiswerten Übernachtungsmögichkeiten nach beruflichen Abendterminen in der Stadt. Mit der Jugendherberge und später der Auberge de Reims und dem Hotel Bella Napoli habe ich ordentliche Orte gefunden. Ich kann mich aber noch genau erinnern, vor etwa fünf Jahren einmal im Hotel du Globe nachgefragt zu haben, ob sie noch ein freies Zimmer haben: Ich wurde fast ausgelacht, so absurd erschien der alten Dame hinter dem Tresen meine Frage. Nein, hier war nichts frei (also alles auf Wochen und Monate belegt).

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Das so genannte Hotel habe ich jahrelang nur von außen betrachtet, also von meinen wechselnden Zimmern in der Auberge. Neugierig, fast auch voyeuristisch.

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Bis ich dann einmal auch tagsüber unten in’s Café gegangen bin.

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Mein Eindruck: Hier findet sich ein Überbleibsel einer Milieu-Welt, die immer mehr aus dem Viertel verdrängt wird.

Verwendete Quelle: Clemente, Rosa: Ein Leben über der Kneipe, Luxemburger Wort, 23. 10.2018

Cafészëmmer im Hotel du Globe_Luxemburg ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten

Die Story klingt zu schön, aber wir können bestätigen: Sie ist wahr.

15 April 2016, five guys from Amsterdam fell in love with the Girtenmühle. Ignoring the trash and decay, we only saw the potential of this beautiful place. We left our houses, jobs, friends and family and moved to Saarland, only to be warmly welcomed by all of you. We intend to restore the Girtenmühle to its former beauty so we can all enjoy it.on 15 April 2016, five guys from Amsterdam fell in love with the Girtenmühle. Ignoring the trash and decay, we only saw the potential of this beautiful place. We left our houses, jobs, friends and family and moved to Saarland, only to be warmly welcomed by all of you. We intend to restore the Girtenmühle to its former beauty so we can all enjoy it.

Oder in Deutsch:

„Fünf Idealisten aus Amsterdam versuchen die Welt ein bisschen zu verändern. Für uns fühlte es sich so an, als würde sich unsere eigene Welt nicht schnell genug ändern und wir haben uns entschieden, etwas dagegen zu tun. Wir sind von vielen anderen Gemeinschaften inspiriert die einen Weg gefunden haben sich von dem gewohnten Muster zu lösen und einen alternativen Lebensstil in Harmonie mit unserem Planeten und seinen Bewohnern einzuschlagen. Unser Ziel ist es gemeinsam autark zu leben im wunderschönen Saarland.“

Zweieinhalb Jahre nach diesen Postings drang die Kunde zu Jonas und Didi von der Saarbrücker Transition-Bewegung, die mich auf einen Ausflug einluden und so sind wir Ende September los, um den einzigen ökologischen Campingplatz im Saarland und der Großregion zu besuchen. Mit den Kindern, weil Papa-Wochenende war. Es ging über Merzig in Richtung Hochwald, durch das (wirklich) nette kleine Dörfchen Britten  im äußersten Norden des Saarlandes im Naturpark Saar-Hunsrück im Aufstieg zum Hochwalde. Auf der Höhe hinter dem Ort führte ein Abzweig einen Kilometer durch Feld und Wald zum Landgut Girtenmühle und dem Pferdehof nebenan.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Bei dem Landgut handelt es sich um eine alte Mühle, in der es schon viele Jahrzehnte eine Gastwirtschaft mit angeschlossenem Campingplatz gab. Es scheint aber, als hätten die Pächter zuletzt alle paar Jahre gewechselt, wodurch sich der Ruf der Anlage nicht unbedingt verbessert hatte. Zuletzt Michaela Kraul ab Sommer 2013, die wohl die Weinfässer zum Übernachten installierte und dann doch wieder schließen musste. Und dann kamen irgendwann dieser Jahre auch noch die so genannten Kochprofis von RTL zu Besuch, die den Karren wahrscheinlich erst Recht in den Dreck gefahren haben.

Vor drei Jahren haben die jungen Holländer den Komplex gekauft und angefangen ihn nach ihren Vorstellungen umzuwandeln: Sie haben fleißig geschuftet, übernommen, was übernehmenswert war und völlig neu gestaltet, was sie an Ideen aus Amsterdam mitgebracht hatten. Neben der Klarheit, nur Bio-Produkte zu verkaufen und Bio-Materialen für die Sanierung zu verwenden, auch manche Upcycling-Idee, was man aus Europaletten etc. machen kann.

So gibt es seit hier August 2016 einen wirklich faszinierenden Ort für einen Ausflug mit Spaziergang und Absacker oder gleich einer Übernachtung im Zelt, Campingwagen oder Hotelzimmer. Aber eben nicht irgendeine Übernachtung. Wir sahen als erstes die drei Fässer unter den Bäumen vor der Hofeinfahrt:

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten (c) Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten (c) Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Auch ein Teil der Tische und Stühle sind wohl von früheren Pächtern übernommen worden, auch um die Stammkunden nicht abzuschrecken. Vor allem aber wurde vor das äußerlich unscheinbare alte Gebäude eine coole Bar aus Holz erbaut, durch die der Hof unter dem großen Baum jetzt ein ganz anderes Flair atmet: die „Wunderbar“.

Hier gibt alle Getränke (von Kaffee über Bier bis Wein oder Wodka) in Bioqualität und in der Saison auch Mittagessen (Sandwichs und Suppen). An einigen Tagen gibt es auch Abendessen: montags Pasta für 10 Euro, mittwochs Schwenker (vegetarisch für 12, 50 Euro, Wildfleisch für 17,50), freitags vegetarische Burger mit Pommes (12,50) und sonntags Pfannkuchen für 15 Euro.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Fächerförmig dehnen sich Übernachtungsmöglichkeiten für Camper und Wohnmobile unter Fichten rund um den zentralen Bereich aus.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Rechterhand der Einfahrt findet sich eine weite buschige Fläche mit vielen Apfelbäumen und einem halben Dutzend weit voneinander getrennter, bewusst etwas anarchisch angeordneter Sitzecken zum chillen, halb verwitterte Brauereianhänger und ein Bus – in denen sich im Sommer wohl ein Ausschank befindet – sowie  einigen Anlagen, in denen Kinder und Jugendliche turnen und spielen können – neben dem Bach mit kleinem Sumpfgebiet (unter Naturschutz), der das leicht abfallende Gelände nach untenhin abschließt.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Zwei Stege führen über den Panzbach und das Sumpfgebiet. Dahinter stehen einige erste Gebäude der Ortschaft Bergen. Ein Wanderweg führt einen nach weiteren etwa 2 km an den Losheimer See. Das ist vielleicht der einzige Nachteil des Ortes: Es gibt unmittelbar hier keine Bademöglichkeit und auch sonst kein „Highlight“. Mit dem Pferdehof nebenan (hinter dem die Grenze nach Rheinland-Pfalz verläuft) scheint es keine besonders guten Kontakte zu geben, jedenfalls lebt man aneinander vorbei und also ist das auch kein Ort zum Besuch für Campinggäste.

Landgut Girtenmühle_Britten (c) Ekkehart Schmidt

Nachdem wir nach dem ersten Kontakt ein wenig das Gelände erkundet hatten, gab es dann doch längere Gespräche mit Dominique und den anderen. War ich erst noch etwas skeptisch über die Erfolgsaussichten des Projekts (wir waren zwei Wochen nach Abschluss der Saison gekommen – weiter geht es erst im Mai 2019 – und daher gab es so gut wie keine Gäste), änderte sich das, als wir ins Innere des bis jetzt eher abgewrackt und langweilig wirkenden Hauptgebäudes eingeladen wurden.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Die Initiatoren sind klar in ihren Vorstellungen:

But why do five guys from the city move to the rural countryside of Saarland? The answer to that question lies within an ideology we all share and a lifestyle we all want to grow into. Seeing the failing political, social and ecological systems around us we profoundly feel the urge to make a difference. The past years in Amsterdam we dedicated our time studying and discussing alternative lifestyles, we organised lectures and meet ups to find out that to really step out of the system we no longer feel attached to we needed a place of our own; a safe haven, a place where we can learn, teach and practice our new thoughts on life.

So our plan is to make the Girtenmühle a lot more than a camping, hotel and bar. We want to transform this place into a social hub where people can be inspired and activated. A place where people, planet and profits are in balance.“

Wir waren keine 5 Sekunden im Inneren, als uns an der Rezeption klar wurde, dass man es hier wirklich ernst meint.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Wir gingen erst in den Keller, dann nach oben.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Im Erdgeschoss beeindruckte eine schon fast zu perfekte Toilettenanlage sowie ein Billardraum mit Ausgang zum Kräutergarten (in Entstehung).

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Vom Billardraum ging es auf eine Terrasse, hinter der ein Kräutergarten in Spiralform entsteht.

Landgut Girtenmühle_Britten (c) Ekkehart Schmict

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Oben wurden wir durch acht moderne, helle Doppelzimmer überrascht. Alle Zimmer mit Dusche und Toilette, einige auch für mehrere Personen geeignet. Das hätten wir hier nun nicht erwartet. Dann führte uns Dominique – als Höhepunkt – in einen riesigen Saal, aus dem einmal eine zentrale Location für Veranstaltungen werden soll.

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Die Holländer haben sich bisher nicht darauf beschränkt, Übernachtungs- und Chill-Möglichkeiten anzubieten, sondern schon drei Mal ein Festivals veranstaltet, jeweils unter anderem Namen, zuletzt als „LosLosLosheim Festival„, die wohl allesamt ein Erfolg waren. Jeden Freitag wird auf der Terrasse bis Mitternacht Musik geboten (danach geht es in der Bar weiter).

Und sie scheinen sehr konsequent zu sein: Das Haupthaus wird nicht etwa, wie es wirkte, mit Styropor wärme-isoliert:

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Nächsten Sommer werden wir dort jedenfalls hinfahren und ich hoffe, dass dieser wunderbare Ort kein Refugium für Niederländer bleibt, sondern dass hier eine Vernetzung mit Saarländern beginnt. Eine Stellfläche für Zelt oder Wohnwagen kostet 10 Euro pro Person und Nacht, im Weinfass 30 Euro bei einer, 35 Euro bei zwei Personen und das Hotelzimmer 45 Euro bei einer, 50 Euro bei zwei Personen.

Adresse: Girtenmühle 1, 66679  Losheim/Britten, Tel.: 0049 6872 4089581
booking@landgutgirtenmuehle.de und info@landgutgirtenmuehle.de, Homepage

Zitierte Quellen: Global Ecovillage Network: LandGut Girtenmühle sowie dort die lesenswert persönliche Rubrik „Team

Landgut Girtenmühle_Britten ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca

Um 7.04 Uhr sah ich im Landeanflug hinter dem Atlasgebirge die Sonne über dem Atlantik aufgehen, runter ging’s in einen dichten Küstennebel – und schon gegen 7.50 Uhr fuhr mich mein Taxi für satte 30 Euro vom Flughafen durch das sonntäglich ausgestorbene Casablanca in die gleiche Richtung. Am Boden, in rasender Fahrt durch ein derart modern wirkendes Land, dass mir klar wurde:  Mein Marokko der Besuche von 1983 und 2000 existiert nicht mehr. Oder jedenfalls würde ich suchen müssen, um es noch zu finden. Aber es war eh klar, dass ich hier eine wilde Aktion machen würde. Ich hatte auf dem Weg nach Ouagadougou einen Transitaufenthalt von 5 Stunden. Um 11.25 ging mein flieger nach Frankfurt. Vorab hate ich mir ein klares Ziel ausgeguckt: Das „Café de France“ als historisch, symbolisch und auch räumlich zentralem Ort zwischen Altstadt und der Neustadt der damaligen französischen Kolonialherren. Um 8.24 Uhr bekam ich dort meinen Espresso mit Pain au Chocolat. Um 9 Uhr musste ich schon wieder los…

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Ich hatte 40 Euro in 400 Dirham gewechselt, 300 gingen gleich für’s Taxi drauf, aber ich hätte nach der ersten Zigarette seit 0.30 Uhr in Ouagadougou wieder durch eine lange Kontrolle zurück in den Airport gemusst, um dort einen – deutlich günstigeren – Zug zu nehmen. Und die Aufenthaltszeit war doch deutlich knapper als gedacht, zumal ich unsicher war, ob ich wieder zwei Stunden vor Abflug zum Check-In muss, obwohl ich nur Handgepäck hatte. Egal.

Es war sehr früh am Morgen die Stadt schlief noch und ich hatte – nach einem Nachtflug über die Westsahara in völliger Dunkelheit, also ohne mehr als nur einmal ein paar Lichtern einer Kleinstadt unter uns – bei der Einfahrt in die koloniale Neustadt schon das Erlebnis eines fast überirdisch-mystischen Anblicks einer weißen Kirche, die in der Morgendämmerung über der Stadt zu schweben schien, dass sich das alles schon gelohnt hatte: Die 1930 erbaute, neo-gothische Kathedrale Sacré-Coeur wurde nach der Unabhängigkeit 1956 allerdings erst zu einer Moschee, dann zu einem Kulturzentrum. Und dann noch das 1916 erbaute „Excelsior“, das während der 1930er- und 40er-Jahre das Hotel der First Class war. Ich bin tatsächlich bei dieser Stippvisite unvermittelt in der „weißen Stadt“ angekommen. Waow!

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Ich roch den Atlantik hinter der Medina, aber es war keine Zeit

Die Place des Nations Unies (Platz der Vereinten Nationen, ehemals Place de France, dann Place Mohammed V) trennt die Medina von der „französischen“ Neustadt, von hier aus geht es weiter zum riesigen, ab 1912 errichteten Hafen zwischen beiden Stadtteilen. Hier eine Luftaufnahme von damals:

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Der Platz ist mehrmals, zuletzt 2013-18 komplett umgestaltet und heutigen Verkehrs- und Einkaufsbedürfnissen einer City angepasst worden (Abriss der äußeren Stadtmauer, Tram, unterirdische Parkdecks etc.). Das Tor zur Medina wirkte da nur noch wie eine Reminiszenz an eine längst vergangene Epoche. Ähnlich wie in Tunis oder Kairo. Zwei Welten trennend.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Ich roch den Atlantik hinter der Medina, aber es war keine Zeit. Nach der ersten Orientierung die Ernüchterung: Mein Café um die Ecke befand sich in einem Bau, der so gar nicht kolonial wirkte. Meine „Vor-Stellung“ war halt die gewesen, hier ein Überbleibsel der französischen Kolonialzeit zu finden und mir anzuschauen, was von diesem Kontext noch sichtbar ist. Stattdessen befand ich mich auf einem modernen Platz, deren Bauten auf den ersten Blick aus den  1960ern zu stammen scheinen. Das Gebäude meines Cafés stammt aber vielleicht tatsächlich – als früher Bau des Modernismus – aus den 1920er-Jahren.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Eine futuristische Tram fuhr vorbei, jetzt aber ab ins Café, dessen Kolonnaden mich an die heimische Bahnhofstraße, aber auch an das Café Piccarozzi in Rom erinnerten. Es gab kaum Gäste, bis auf eine Gruppe draußen, die sich später als Taxifahrer entpuppten (der Mann in Rosa fuhr mich zurück zum Flughafen). Ich blieb auch auf der Terrasse.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca (c) ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Der Name des Cafés muss vor 100 Jahren eine echte Provokation gewesen sein, wie auch der Name des (damals) gleichnamigen Platzes. Cafés diesen Namens gibt es heute (noch) in Essaouira, Marrakesch, Rabat und Tanger sowie in Algerien und Düsseldorf. „Café de France“ klingt nach dem Machthaber. Der im Maghreb ähnlich häufige Name „Café de Paris“ dagegen eher nach der durchaus angestrebten französischen Lebensart. Diese Lokale wirkten doppelt: aus Sicht der eroberten Einheimischen anders, als aus Sicht der Kolonialisten, die hier ihre Lebensart installieren wollten.  Ähnlich wie vom Hotel Excelsior schaute der Gast im Café de France mit „sicherem Abstand“ auf die Medina aus und zu dessen altem Stadttor, neben dem ein Uhrturm als Symbol neuer Zeiten errichtet wurde, die Einheimischen liefen.

Café de France_Casablanca (c) Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Cafe de France_Casablanca (c) Ekkehart schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Der früher sehr dominante Schriftzug des Lokals (hier Fotos von 2008-13) ist offenbar mit der Umgestaltung des Platzes entfernt worden, er ist jetzt nur noch von Nahem lesbar. Warum auch immer.

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Mein Frühstückskellner hätte mir dazu sicher einiges erzählen können.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Nun denn. Auch die Tische und Stühle werden einige Veränderungen erfahren haben. In den drei Bereichen des Cafés (Terrasse, Unter- und Obergeschoss) gibt es fünf unterschiedliche Stühle, unten neben zwei Varianten an Plastikbilligstühlen in Weiß auch ein nach 1970er-Jahren aussehendes rotes Modell in Hartplastik. Oben Modelle in Holz mit sehr ungewöhnlich ausladend geformter Rückenlehne. Ich ging das Treppenhaus hoch, in dem sich rund um eine Art zentralen Hof ein zweiter großer Saal und die Toiletten befinden, und entdeckte ein idyllisches Bild eines Cafés: So sah das hier aber wohl nie aus.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Die Zweiteilung von Cafés in einen unteren Bereich, reserviert für Männer, und einen oberen „Familienbereich“ gibt es in dieser 5-Millionen-Metropole sicherlich nicht mehr. Oben kann man sich zurückziehen und zugleich die Passanten beobachten.

Ende 2013 schrieb ein Marokkaner in den sozialen Medien über das Café: .„I was up in Casa last week and I have found out that it’s not closed forever, but is being renovated. But is this good news? Part of this café’s charm was that it was old (but not decrepit). I sincerely hope that it’s not going to be glitz and glamour when it reopens. Unfortunately, given the poshing-up of the whole area after the advent of the tramway, I fear the worst.“

Wovor auch immer er Angst hatte: Das Café wurde modernisiert und hat sicherlich – vor allem unten – an Patina und Charme verloren. Aber es gibt immer noch einen sehr guten Kaffee und einen guten Minztee. Es ist von 9 bis 21 Uhr gleichmäßig stark besucht, mit einem leichten „peak“ gegen 19 Uhr, insgesamt aber ist es selten voll. „L’idéal pour souffler après une journée de travail“, schrieb ein Ausländer („John“) auf die Facebook-Seite des Hauses. Die anderen Besucher posten Fotos vom Tisch vor Ihnen mit einem Espresso, selten auch mit einem Fruchtsaft und Gebäck.

Das Café hat eher moderate Preise, wenn es auch nicht billig ist – was ein Frühstück angeht aber im Vergleich mit den umgebenden Hotels durchaus. Kein unbedeutendes Detail für auswärtige Stadtspaziergänger: Es gibt sehr saubere Toiletten. Das Café wird bei tripadvisor als zweitbestes von 22 beurteilten Cafés der Stadt bewertet (als bestes gilt die italienische Pizzeria „Pasta d’Oro“, aber viel wichtiger: das Café de France liegt vor Starbucks…). Was das hier ebenfalls angebotene Essen angeht, liegt das Café jedoch nur auf Rang 117 von 872. Viel interessanter fand ich aber, dass hier seit einem halben Jahrhundert die Einheimischen sitzen und die Touristen aus Frankreich und anderswo beobachten, wie sie neugierig, aber etwas unsicher und unbeholfen zur Medina laufen.

Um zurück zum Flughafen zu kommen, musste ich doch noch einmal Geld wechseln und lief dafür in die Straßen hinter dem Café. Erfolglos. Aber da sah ich noch einmal einen zentralen Ausschnitt der „weißen Stadt“: Hinter der Front der Hotels und Finanzgebäude sind viele weitere Cafés und Restaurants zu entdecken, aber auch kulturelle Zentren wie das Goethe Institut.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Zunehmend gestresst, weil mir die Zeit davon rannte, bin ich ins super-luxuriösen Hyatt-Hotel genau gegenüber des Café de France: Dort gab es noch eine Chance. Ich durfte dort dann tatsächlich – obwohl kein Gast und also… – dann doch 50 Euro wechseln und war endlich auf der sicheren Seite. Puh, das war schon etwas stressig…

Ich roch den Atlantik hinter der Medina, aber es war keine Zeit

Vor der pompösen Einfahrt nahm ich mir ein Taxi. Der Fahrer (jener im rosa Hemd) meinte, ich müsse unbedingt noch zur Moschee Hassan II, der größten in Afrika – und setzte das um: Nach einer kurzen Fahrt um die Medina herum hatte ich 3-5 Minuten Zeit für Fotos und ein Gefühl für die Weite des Platzes. Recht hatte er, wenn ich mich auch wie ein japanischer Tourist fühlte. Egal: Hier, hinter dem Minarett, war vor drei Stunden die Sonne aufgegangen.

Und tatsächlich erreichte ich wie versprochen (aber mit Extrageld natürlich) um 10.08 Uhr den Airport, mit genau der nötigen halben Stunde für einen Espresso und zwei Zigaretten nach den Kontrollen und vor dem Abflug um 11.25 Uhr.

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Neun Stunden später in Saarbrücken glücklich über Erlebnisse in West-Afrika, Marokko und Mitteleuropa: Drei Welten in einem einzigen Tag, dem 19. August 2018. Ebenfalls etwa neun Stunden habe ich zwei Monate später gebraucht, um diesen anderthalbstündigen Aufenthalt zu verarbeiten und die Daten und Bezüge korrekt zu recherchieren. Aber es sind diese „Tiefenbohrungen“ an emblematischen Orten, für die ich gerne solche „verrückten“ Aktionen mache. Das erste Mal, dass ich auf die Idee kam, bei Flügen mit Umsteigeverbindungen nicht unbedingt die schnellste Verbindung zu suchen, war 2012 mit Doha, als ich gleich einen ganzen Tag blieb und viel erlebte.

Adresse:  10 Place Des Nations Unies, Casablanca 20 000, Tel.: +212 5222-75009

Verwendete Quellen: Abdellah, Naguib: La rue de l´horloge – première artère de la ville européenne, in: Histoire de Casablanca, 22.10.2014; Därr, Erika: Marokko – Vom Rif zum Anti-Atlas, Reise Know-How, 8. Aufl. 1999, S. 886f, 902; Troin, J.F./ Kaioua, A., Karte in: Wirth, Eugen: Die orientalische Stadt im islamischen Vorderasien und Nordafrika, Band 1, Mainz 2000, S. 90

Café de France_Casablanca ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main

25 Jahre nach dem letzten Bier zum Abschluss eines Kicks in diesem „Biotop freilaufender Fußballspieler“, das der Karikaturist F. W. Bernstein im letzten Jahrhundert im Frankfurter Ostpark ausgemacht hatte, wieder hier zu sein, war ein besonderes Erlebnis. Der Hitzesommer hatte das Grün schon in kaum ansprechendes Graubraun verwandelt, zudem wird der Park seit Oktober 2017 „grundsaniert“. Wir waren Ende September aus Saarbrücken gekommen, um ein Muli-Lastenrad zu testen, auch mit Blick auf die Bewältigung von deutlichen Höhenunterschieden. Also bot sich – vom Händler in der Linnestraße aus – der nahe gelegene alte Main-Prallhang oberhalb des Parks an. Dieser erste weiträumige „Volks- und Landschaftspark“ der Stadt ist während des Neubaus des Osthafens in den Jahren 1907-11 im ehemaligen Überflutungsgebiet des Mains entstanden und steht seit 1986 unter Denkmalschutz.

Bei den Probefahrten entdeckte ich diesen Kiosk ganz neu. Es wurde grad wegen der abgesperrten Wiesen nicht cool gekickt und es gab auch kaum Spaziergänger. Die einzigen Leute hier waren die Bewohner des Obdachlosenasyls nebenan. Mangels anderer Einkehrmöglichkeiten entschieden wir, mit den hungrigen Kindern hier einzukehren. Für Pommes. Ein Mal mit Mayo, einmal mit Ketchup, zwei Mal ohne.

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Der Kiosk bietet drei Sitzmöglichkeiten: Rechterhand eine Art Kabine mit Tisch, linkerhand einen Tisch unter einem Baum (hinter dem sich der Eingang zum Clublokal des FFC Olympia 07 befindet, hinter dem wiederum ein lang gestreckter Containerbahnhof jeglichen Durchgang in Richtung Main unterband) und – durch den Gehweg getrennt – eine parktypische Reihe von Tischen unter Sonnenschirmen, wo wir uns hinsetzten, um darauf zu warten, dass uns die nette Verkäuferin osteuropäischer Herkunft unsere Bestellung brachte.

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Bis dahin war der – sich aufgrund der unattraktiven Baustellensituation in einer schwierigen Umgebung – befindliche Kiosk in meinen Augen nichts wirklich besonderes. Dann deutete die Kellnerin aber an, dass es für sie im Moment nicht ganz einfach sei, weil deswegen nur noch Bewohner*innen des Obdachlosenasyls nebenan zu ihr kämen. Das machte mich neugierig. Ich schaute mit anderen Augen auf die Kundschaft und ging wenige Schritte nach rechts zu diesem imposant modern-bunt gestalteten Neubau hinter dem Kiosk mit seinem Betonbau-Annex, in dem sich eine öffentliche Toilette verbarg: ein Obdachlosenasyl, wie man es sich – von außen betrachtet – besser nicht wünschen kann, einmal abgesehen von der doch abgelegenen Lage.

GoogleEarth_800

Zurück in Saarbrücken recherchierte ich und traf auf Günter Wallraff, der hier – wie gehabt undercover – vor einigen Jahren einmal war und das „Haus“ in einem Bericht als „drittschlimmste Einrichtung Deutschlands“ bewertete. Es handele sich hier vor allem um Dutzende gut 20 Jahre alte Container… Auch eine Sozialarbeiterin beschrieb die Situation in der Taunus Zeitung in aller Klarheit:

„Der Ostpark“ – das ist ein hartes Stück Ehrenamt. Die dortige Notunterkunft… ist eine Endstation für viele, die ihre letzten Sehnsüchte schon lange haben fahren lassen müssen. Hier am östlichen Rand der Stadt bekommt er sein Gesicht, der Rand der Gesellschaft. Das Gesicht trägt harte Züge, die Konturen haben sich am Schicksal jedes Einzelnen geschärft. Das Leben auf der Straße, Alkohol, Drogen – das alles hat Kerben hinterlassen.“

Solche Einblicke hatten Wirkung. Schon 2010 sollte der Umbau beginnen und 2012 abgeschlossen sein (siehe dazu die Frankfurter Neue Presse). So schnell ging das dann doch nicht. In dem Kontext fand ich aber auch Texte, die den Kiosk als traditionsreiches „Wasserhäuschen“ beschrieben.

In der Frankfurter Rundschau hieß es in einem Text „Frankfurt sucht das tollste Wasserhäuschen„:

„An der untersten Spitze des Sees im Ostpark steht das Wasserhäuschen „Parkblick“ in einem Pavillon aus den 20er Jahren. Der Kiosk wird seit elf Jahren von Marcel Arapovic zusammen mit seiner Frau betrieben; sein Vorgänger war 33 Jahre lang da. Der Inhaber liebt seine Trinkhalle, die er selbst als älteste Frankfurts bezeichnet, vor allem für den schönen Blick auf den Park, die ruhige Lage und die wenigen Autos, aber auch dafür, dass er im Park nur wenig Konkurrenz hat, weshalb er sich im Gegensatz zu anderen Trinkhallen der Stadt weniger an den Durchschnittspreisen orientieren muss. Ansonsten richtet er sich vor allem nach seiner sehr unterschiedlichen Kundschaft: deshalb bietet er im „Parkblick“ Ketchup, Holzkohle und Wassereis für Griller im Park an, für die er im Sommer gar bis Mitternacht geöffnet hat. Ansonsten gibt es Getränke für die Hobbykicker am Wochenende oder Konservendosen für die Bewohner des Obdachlosenheims nebenan. Mütter mit Kindern, die im Park spazieren, können am Wasserhäuschen ihre Babymilch erhitzen.“

In diesem Wissen sehe ich den Brunnen am Kiosk ganz anders:

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Was die wallraff’sche Intervention angeht, kann Positives berichtet werden: Aus der früheren „Übernachtungsstätte Ostpark“ wurde durch einen im Juni 2017 bezogenen Neubau eine Notunterkunft modernen Zuschnitts. Damit das Gebäude mit 160 Schlaf- und Aufenthaltsplätzen nicht ganz so dominant im Park steht, hat der dieses betreibende Frankfurter Verein für soziale Heimstätten die Fassaden des zweistöckigen Gebäudes mit einer Nutzfläche von 2700 Quadratmetern mit einer besonderen Note versehen: Tausende Schindeln reflektieren das einfallende Sonnenlicht und geben dem Neubau je nach Tageszeit ein anderes Aussehen. Doch nicht bei allen Parkbesuchern kommen die Schindeln gut an. „Einige finden’s schön, die meisten finden’s hässlich“, sagte der Pächter des Kiosks.

Ganz fertig sein wird die Unterkunft aber erst mit dem zweiten Bauabschnitt – womit ich wieder bei meinem Kiosk bin. Neben dem schon errichteten Neubau soll ein zweites Gebäude entstehen, mit weiteren Zimmern sowie einem Café, das als Arbeitsplatz für die Bewohner der Unterkunft gedacht ist. Aber auch gewöhnliche Parkbesucher sollen dort einkehren können. Auf diese Weise soll das Café dazu beitragen, Vorurteile gegenüber den bedürftigen Bewohnern abzubauen.

Zuvor aber muss sich der Frankfurter Verein mit den städtischen Ämtern darüber einigen, was er im zweiten Bauabschnitt bauen darf. Denn dort, wo der Frankfurter Verein erweitern möchte, befinden sich das Vereinsheim und die Umkleidekabinen des Fußball-Clubs Olympia. Den Fußballern muss ein Ersatzstandort in unmittelbarer Nähe angeboten werden, so das Rüsselsheimer Echo.

Noch ist nicht klar, ob die städtischen Ämter auf diese Idee einschwenken werden. Denn etliche Fragen sind ungeklärt. Offen ist zum Beispiel, was mit dem neben der Unterkunft stehenden Pavillon mit dem Kiosk passiert, der im Stil des „Neuen Frankfurt“ gebaut worden ist und die klare Formensprache dieser Zeit aufweist, wie es in der Frankfurter Neuen Presse heißt. Ich muß also – wie so oft – ein drittes Mal wiederkommen, um zu sehen, was umgesetzt wurde und ob sich hier wieder Menschen mit und ohne Wohnsitz begegnen.

Kiosk Parkblick_Frankfurt/Main ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou

Zum Besuch eines Fußballspiels gehört hierzulande zwingend der Genuss von Bier und Currywurst in der Halbzeitpause. In Burkina Faso ist das insofern ähnlich, als die Stadien mindestens einen Kiosk oder Imbiss aufweisen, nur geht dort kaum jemand hin und bestellt dann auch keine Bratwurst, sondern höchstens Pommes. Man trinkt Bier oder Cola, aber auch Kaffee zum Fußball.

David, der Bruder meiner Gastgeberin im August, nahm mich eines nachmittags mit zu einem Freundschaftsspiel seines Zweitligavereins
Centre De Formation De Football Espoir Du Burkina (CFFEB), einem Club junger Nachwuchsspieler, gegen einen Erstligisten: Union Sportive des Forces Armées (U.S.F.A.). Saisonvorbereitung. Er hatte eine Woche vorher gespielt, heute standen andere auf dem Platz. Im Wissen, dass ich mich für Fußball interessiere, war er stolz, mir etwas bieten zu können.

Der Platz des Militärclubs lag direkt neben dem großen Nationalstadion des 4. August, wir erreichten ihn per Motorrad: Einfahrt durch die das Areal umschließenden Mauern an einem handgemalten Vereinswappen, appliziert an einem Gebäude, das jedoch nicht die Umkleidekabine war (man zog sich am Platz um), sondern irgendeine andere Funktion hatte. Das Spiel schon im Gange.

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou (c) Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

David ging gleich rüber zur Ersatzbank seines in Rot spielenden Teams, blieb aber zunächst außerhalb des Zauns. Wir schauten eine Weile zu, dann ging ich ein wenig meiner Wege, fasziniert von dem Spruch am Südende der großen Anlage: „La Cour des Grands“ (Der Hof der Großen).

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Zurück näherte ich mich dem Café an, das als Metallbox neben jenem Gebäude am Eingang errichtet worden war, das keinerlei Funktion zu haben schien. Beide Gebäude waren, wie der Zaun rund um’s Spielfeld, blau-braun gestrichen.

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Ich traute mich erst nicht so richtig ran, bin dann aber doch rüber, als ich das sichere Gefühl hatte, dass man mich als Fremden akzeptierte (oder zumindest ignorierte), bestellte mir einen Nescafé und setzte mich auf einen dieser Metallhocker.

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt

Der Erstligist gewann dieses Testspiel guten Niveaus vor 50 Zuschauern (alle männlich). Wir fuhren zurück und David hatte in meiner Achtung deutlich gewonnen (woher auch immer dieser Ausdruck stammt). Merci alors!

Mehr zum Fußball in Burkina Faso auf Wikipedia.

Das Stadioncafé des Militärclubs_Ouagadougou ⓒ Ekkehart Schmidt