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Grotte de Lourdes_Rosbruck

März 27, 2020

Vorgestern bin ich bei einem (nach 25 Jahren Schengener Abkommen) plötzlich illegalen Grenzübertritt ins französische Corona-Krisengebiet Grand Est nach einem ersten Kontakt am grossrosselner Lokal „Porte de France“ mit vorsichtig, verunsichert-ungutem Gefühl die Rue National 3 vom deutschen Nassweiler an den Absperrungen vorbei linkerhand durch Rosbruck in Richtung Forbach geradelt, um nach einer Kneipenrecherchetour keinen ewigen Umweg zurück über Völklingen machen zu müssen.

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Zunächst musste ich erstmal fühlen, ob das OK ist, oder ob ich grad einen großen Fehler mache, der mit einer „amende“ von 150 – 200 Euro endet. Aber es war fast niemand zu sehen. Ein Päarchen mit Hund, gelegentlich ein Auto, aber keine Gendarmerie. Ich konnte von Nassweiler einfach so ‚rüberschlüpfen zum Ort Rosbruck auf der anderen Straßenseite in dieser ungewöhnlichen Konstellation einer Straße auf der Grenze mit beidseitiger Bebauung.

Die Ausgangssperre hier ist strikt und wurde eingehalten. Gegenüber des „Restaurants Albert Marie“ am Dorfrand des nach einer Brücke über die Rossel benannten Orts an der Straße nach Morsbach, Forbach und schließlich Saarbrücken entdeckte ich linkerhand völlig überraschend eine dieser religiösen „Grotten“, wie ich schon eine in Altsting, weiter südlich von Saarbrücken – oder auch im Januar im Saarland mit der Mariengrotte am Bostalsee – entdeckt hatte. Natürlich stoppte ich – trotz aller Umstände – sofort. Und schaute sie mir an. Die Konstruktion hatte ein mittleres Format, nicht zu überladen, aber doch aufwändig gebaut:

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Zwei betende, weiß gewandete Frauenfiguren stehen sich gegenüber: Maria im Fels und eine weitere Frau. mit der sich vielleicht die Besucherinnen identifizieren können.

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Darunter ihr Sohn. Aber ich glaube nicht, dass er im Vergleich zu seiner Mutter – trotz vieler Kerzen – in der Volksgläubigkeit so wichtig ist, wie Maria. Irgendwie sagte ich später, nach erfolgreichem zweitem illegalem Grenzübertritt hinter dem Saarbrücker Hauptfriedhof bei Habsterdick, auch ihr „Merci“. Oder jedenfalls irgendeiner schützenden Hand über meiner etwas verrückten Aktion.

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet bin ich in Sachen Pandemie-Verbreitung ja auch kein Risiko eingegangen, weder für mich, noch für andere. Ich habe als eigenverantwortlicher Europäer nur an der Grotte mit den Fußsohlen französischen Boden berührt, sonst gab’s keinerlei physischen Kontakt – aber das wäre Bundespolizei wie Gendarmerie sicher schnuppe gewesen.

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

Adresse: gegenüber 1 Rue Nationale, 57800 Rosbruck/ Frankreich

Grotte de Lourdes_Rosbruck © Ekkehart Schmidt

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