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Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler

März 14, 2020

Hier habe ich mich 1997 bis 2003 zu verheimaten versucht, was ganz gut gelang: Ottweiler hat die richtige Größe und die richtige Mischung an Menschen, um sich wirklich wohl zu fühlen. Nur die Cafés und Kneipen waren damals nicht so cool. Es gab schon das „Nassauer“ am Schlossplatz, aber es wirkte in seiner Inneneinrichtung immer so gewollt städtisch und ich hab mich nur so halb oder höchstens dreiviertel wohl gefühlt. Was es sonst gab, habe ich ignoriert, weil ich noch auf altbackene Kneipen herabschaute. Das „Fässje“ etwa, die „Sonne“ oder das „Brauhaus“.

Bei Restaurants sah es schon etwas anders aus: Der „Zwinger“ (in dessen historischen Innenhof wir 2000 Hochzeit gefeiert habem), das „Hotel Goethe“ (in dem viele Gäste übernachteten), die Pizzeria „Roma“ oder die beiden „türkischen“ Imbisse und der Thai-Imbiss boten ordentliche Qualität. Dazu Eisdielen. Nach der Trennung von der Mama war ich mit meinem ersten Sohn Tom öfters im Ottweiler Kebab-Haus. Das war immer nett. Mit den Jahren – und mir in Saarbrücken wohnend – ging das verloren.

Letzten Donnerstag haben wir uns aber endlich ‚mal wieder in Ottweiler verabredet. Abends nach der Arbeit bzw. nach dem Training. Ich war früh da und lief nach einem Espresso in der „Sonne“ eine halbe oder dreiviertel Stunde lang im gelben Licht meine alte Stadt ab.

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Dann trafen wir uns am Schlossplatz und gingen in „Onkel Toms Hütte“, dem wirklich coolen, im August 2017 im Altbau mit der Sonnenuhr entstandenen Retro-Lokal, das von außen fast schon italienisch wirkt. Als ich nach der Trennung ein paar Monate nebenan bei Frau Hopf über der heutigen Eisdiele am Quak-Brunnen wohnte, schickte ich den damals 6jährigen einmal zum Brötchen-Holen ins Nachbarhaus. Dass er das schaffte, sich traute und erfolgreich zurück kam, war ein wichtiger Schritt. Jetzt ist er 22 und trank drei Bier für 2,70 Euro – während ich zwei Primitivo-Gläser Rotwein à 4,70 Euro zu mir nahm.

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

Inhaber Thomas Stutz („Tom“) hat hier ein Lokal geschaffen, in dem man regionale oder sonstwie coole Produkte – vom Honig bis zur Erbsensuppe – und jede Menge Biersorten bekommt – vom mir sehr vertrauten kölschen Früh bis zum ploppenden Flensburger – fast wie in einem „Kolonialwarenladen“, fand der SR in einer Reportage. Und sich ein bisschen wie in der Großstadt fühlen kann. Nachdem wir uns zuletzt zu selten gesehen haben, wollen wir solche Abende alle zwei Wochen widerholen. Sehr wichtig das.

Der Name hat natürlich nichts mit dem berühmten gleichnamigen Roman von Harriet Beecher Stowe (1852 veröffentlicht) zu tun, der das Schicksal einer Reihe afroamerikanischer Sklaven und ihrer Eigentümer in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts in den USA schildert. Thomas Stutz kokettiert wohl nur in Bezug auf die Einrichtung.

Adresse: Schlosshof 5, 66564 Ottweiler, Tel.: 0178-514 83 61, Facebook-Seite

Mit Tom in Onkel Toms Hütte_Ottweiler © Ekkehart Schmidt

 

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