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Café Resto du Marché_Ouagadougou

Januar 22, 2019

Es ist vielleicht das älteste Café der Hauptstadt von Burkina Faso und das sieht man ihm an.  Diese deutlich vernachlässigte, aber authentische Atmosphäre mochte ich sehr, habe dort vor zwei Wochen sicherlich drei Mal gegessen und zwei weitere Male einen Nescafé getrunken. Bei meinem ersten Besuch des Lokals am Nordost-Eingang des riesigen und berühmten Grand Marché im vergangenen August war das noch anders.

Eine gewisse Scheu vor der von außen spürbaren Düsternis und Intimität des Ortes hielt mich davon ab. Damals war mir auch noch nicht klar, dass es Downtown Ouaga kaum „normale“ Cafés gibt, also Möglichkeiten, einen Kaffee außerhalb von teuren Edelcafés für Wohlhabende und Ausländer, wie dem Cappucino, oder ähnlich teuren Restaurants zu trinken. Das Class Café war die einzige Ausnahme.

Ich erwartete innen ein rege besuchtes Lokal, in dem ich als „Blanc“ auffallen würde und nicht wirklich als Gast gewünscht sein könnte. Das Gegenteil war der Fall: Ich war hier meist der einzige Gast. Und hatte alle Zeit der Welt, die Details auf mich wirken zu lassen: die Betondecke, die Ventilatoren, den uralten kleinen Fernseher in der Ecke, die Plastikstühle an Tischen, die allerdings mit offenbar altem Kunstleder bezogen waren …

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Vielleicht war ich immer zur falschen Zeit da, also in der Mitte des Vormittags oder am frühen Abend. Aber ich glaube nicht, dass sonst mehr los war. In Smartphonezeiten, die auch in Burkina Faso längst angebrochen sind, braucht auch niemand mehr ein „Telecentre“ – offenbar früher ein Anziehungsgrund für Kunden, von dem aber nichts mehr zu sehen war.

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Dass die guten Zeiten vorbei sind, zeigte auch das Speisenangebot: Auf der Karte sehr vielfältig, aber wenn ich fragte, was es zu essen gabe, hieß es immer „Riz“, entweder „sauce tomate“ oder „sauce arrachide“, also Reis mit Tomaten- oder Erdnusssosse.

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Die Betondecke und Ventilatoren verweisen auf ein Alter des Hauses aus den Jahrzehnten vor 1980.

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Besonders gut gefiel mir aber die Theke mit zwei alten Barhockern und einmal ergab sich auch ein schönes Stilleben mit Besen.

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

Adresse: rue du travail (auch: rue de l´Hôtel de Ville; links neben Central Hotel), Koulouba, Ouagadougou

Café Resto du Marché_Ouagadougou © Ekkehart Schmidt

 

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