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Verpasste Cafés in Kopenhagen

Dezember 28, 2017

Wenn ich mal drei bis vier Tage in einer interessanten Stadt Zeit habe, schaue ich vorher natürlich, was es dort so abseits der so genannten „Sehenswürdigkeiten“ mich Anziehendes gibt. Cafés vor allem. Ich notiere ihre Koordinaten und klappere dann das eine oder andere ab, entdecke aber auch solche, die nirgends empfohlen wurden. Meist sind das dann die schönsten Entdeckungen.

Zu ersteren zählten im Oktober in Kopenhagen eigentlich nur das Norden, das Wilder, das DACafé und das Månefiskeren. Alle anderen des guten Dutzends Cafés, die ich eigentlich unbedingt erleben wollte (vom Sankt Peders Café über Sokkelund, Forloren Espresso bis zur Buzz Kaffebar, dem Dyrehaven, dem Café N,  dem Victor bis hin zum Dan Turèll), erwiesen sich als uninteressant, weil nicht wirklich authentisch. Oder es fehlte mir die Zeit, dort vorbei zu schauen. Das „Europa 1989“ gegenüber des Café Norden hatte in einer mittäglichen Spontanentscheidung einfach nur das Nachsehen, weil ich beim Blick hinein das Gefühl bekam, dass in dieser „Keimzelle der anspruchsvollen Copenhagen Coffee Academy“ die Baristakultur zu sehr zur edel vermarkteten Wissenschaft gemacht wird – nämlich auf Kosten der Geselligkeit des Kaffeehauslebens:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

In ähnlicher Weise traute ich mich letztlich auch nicht in das – wie eine Hafenbar wirkende – „Høvlen“ in Christianshavn auf dem Weg zur Freistadt Christiania:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Zur zweiten Kategorie der Zufallsentdeckungen gehört neben den beschriebenen Kaffebars Røde Roses und Hauser Plads, sowie dem  Sweet Treat und dem Sankt Annæ 8 ein Lokal mit dem ansprechenden Namen „Havfruen“, an dem ich am Ankunftsabend auf dem Weg zum Bedwood Hostel am Nyhavn vorbei kam:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Am nächsten Tag dann in der Ryesgade, wo ich jetzt im Hotel Rye untergeschlüpft war, das schon von weitem sympathisch bunt leuchtende, sehr familiär wirkende Ryes Café, für das jetzt (und am nächsten Morgen) leider keine Zeit war:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Ich musste zum gemeinsamen Abendessen meines Seminars „Innovation in Social Finance“ radeln und kam am Ufer der innerstädtischen Seen noch an zwei weiteren attraktiven Cafés vorbei, die zu besuchen dann in den Folgetagen nicht mehr gelang.

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Gleiches galt für das ‚“Jernbanecafeen“ hinter dem Hauptbahnhof, als ich wiederum einen Tag danach spät abends von meinem Hostel Urban House aus noch einmal um den Block lief:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Das mich – um eine Ecke radelnd – überraschende „Espresso House“ hatte zwar ein attraktiv großes Schild, wirkte aber doch zu konventionell und touristisch. Jedenfalls in diesen in einer Zehntelsekunde getroffenen Entscheidungen, die sich auch im Verhältnis der Geschlechter meistens als intuitiv richtig erweisen:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Und wie das manchmal so ist: Das Café im Pavillon eingangs des Parks am Schloss Rosenborg, das mich wegen des Vergleichs zu ähnlichen Parkpavillon-Cafés in Warschau und Montréal sehr interessierte, schreckte mich irgendwie wegen zweier deutsch wirkender Touristinnen ab:

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

Sollte ich also nochmal zurück kommen? Nicht deswegen.

Verpasste Cafés in Kopenhagen © Ekkehart Schmidt

 

From → Cafés, Kopenhagen

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