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Hostel Fabryka_Warschau

Juni 14, 2017

Eine abgewrackte Treppe hoch, Schlüssel in die erste Tür rechts – hinter der sich dann völlig unerwartet ein Refugium der besonderen Art öffnete. Einen solchen Kontrast habe ich bislang sehr selten erlebt: Durch einen roten Vorhang betrat ich eine authentisch erhaltene halbe, aber immer noch grosse Altbauwohnung mit Parkett, Badewanne und Balkon, die sehr sparsam – und dadurch cool – eingerichtet war. Kein Schnickschnack. Ein sich anschliessendes zweites grosses Zimmer war – wie sonst alle Räume des Hostels – als Schlafsaal für ein Dutzend Gäste eingerichtet. Vielleicht war dies einmal die Wohnung der Inhaber einer vor-sozialistischen Fabrik hier in Praga, dem einzigen, im Krieg unzerstörten Stadtteil Warschaus. Und ich hatte für etwa 30 Euro die Nacht das einzige Appartment ergattert! Das sind so die Glücksmomente auf Reisen. Gut, dass ich schon im Januar gebucht hatte, als der Tagungstermin feststand, der mich hierhin führen würde.

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

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Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

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Mir gefiel – neben dem erlebten Kontrast zwischen einer ehedem bürgerlichen Wohnung und dem heute völlig anderen Kontext mit hippen Clubs im Hof – der Stil der Hervorhebung des baulichen Originalzustands durch Reduktion der Einrichtungsgegenstände, die dann wiederum eine gelungene Mischung aus alten Möbeln und gerade einmal drei bis vier zeitgenössichen Drucken und Lampen, ein gutes Jahrhundert überbrückt.

Es war wunderbar, nach Deponierung meiner Sachen, zurück zum Flur und ins Badezimmer zu gehen, um mich nach der langen Anreise zu erfrischen:

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

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Und dann eine Zigarette auf dem Balkon, mit Blick auf Murals und die Besucher des Clubs Chmury unter meinem Zimmer. Abends gab es ein Konzert. Drei Nächte würde ich bleiben. Yeah!

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Am Morgen nach der ersten blauen Stunde gab es eine erste von drei jeweils unterschiedlichen Frühstückssituationen im Zwischenstock. Mal alleine im Hauptraum, mal mit den Betreuerinnen einer nach mir frühstückenden Jugendgruppe, mal im Hinterzimmer mit einer vorne debattierenden Gruppe, deren Frühstücksbuchung untergegangen war, so dass für sie nichts vorbereitet war…

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

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Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

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Am letzten Morgen schaute ich mir noch die Schlafsäle nebenan und über mir an, in denen die Nacht je nach Grösse des Schlafsaals zwischen 30 und 40 Zloty kostet, also 8 bis 12 Euro:

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

Erst zurück in Deutschland bekam ich mit, dass das Hostel am 15. Februar, als hier Fans von Ajax Amsterdam vor dem Europa-League-Spiel gegen Legia Warschau übernachteten, von Vermummten attackiert wurde. Zerstörungen gab es bei der Hooligan-Attacke aber wohl vor allem unten im Chmury (Artikel in der Rheinischen Post).

Adresse: 11 Listopada 22, 00-001 Warszawa/ Polen, Tel.: +48 604 270 010, E-Mail:  hostelfabryka@gmail.com, Homepage

Hostel Fabryka_Warschau © Ekkehart Schmidt

From → Hotels, Warschau

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