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Erinnerungen an Syrien 1986/88

Mai 7, 2017

Erst sechs Jahre nach Beginn dieser furchtbaren Kriegstragödie schaffe ich es, mich mit meinen ganz persönlichen Syrien-Erinnerungen zu beschäftigen. Also die Reisetagebücher von 1986 und 1988 heraus zu suchen, darin von  meinen Erlebnissen zu lesen  und parallel einige Dias zu digitalisieren, um mich hier jetzt der Situation auszusetzen, dass wohl all das nicht mehr existiert, was in mir seit fast 30 Jahren abgespeichert ist. Die Menschen nicht, denen ich begegnet bin und auch die Lokalitäten nicht mehr: Teehäuser, Garküchen, Märkte, Hotels und  Busbahnhöfe in Nusaibin, Deir-ez-Zor, Aleppo, Hama oder Damaskus.  Die Erlebnisse in den Ruinen von ar-Raqqa oder Resafa, bei Übernachtungen im Ruinenfeld von Palmyra (heimlich) und  im römischen Theater von Bosra (offiziell), bei Begegnungen im armenischen Viertel und im Basar von Aleppo oder mit den Fruchtsaftmixern am Mardje-Square in Damaskus.

1986 bin ich mit meiner damaligen Freundin Sabine ab Maaret en-Nooman südwärts so gekleidet gereist:

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Ich werde jetzt Tagebuchnotizen zu den drei bis vier Dutzend digitalisierten Fotos suchen, die mir vorliegen und Trauerarbeit leisten. Zu meinem Stammteehaus und einer Kinopassage in Aleppo, einer Begegnung mit Dorffrauen bei Ebla, einem drusischen Notablen und einem amerikanischen Fotografen in Deir-ez-Zor – und was sich sonst so an Erlebnissen  findet, die es wert sind, aufgearbeitet zu werden.

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Vor allem möchte ich das alte Syrien aus der Zeit vor dem Ausbruch fanatisch erst Gegensätze betonender und dann mutwillig Gegensätze erzeugender und immer weiter schürender Feindschaften von Weltanschauungen und Religionen, die dem heutigen Gemetzel zugrunde liegen, ehren und würdigen. Es war schon damals eine Zeit autokratischer Herrschaft der Assadfamilie, die vor allem die Muslimbrüder brutal unterdrückte, aber den Alltag konnte man in einem sozialistisch aufgebauten Staatswesen auf Basis der Ideologie der Baath-Partei bei aller Armut und diversen Existenznöten in relativem Frieden leben. So jedenfalls habe ich Syrien als junger Student erlebt. Es gab damals praktisch keinen Tourismus. In drei Wochen bin ich, bzw. sind wir (bei der ersten Reise war ich mit meiner Freundin unterwegs, bei der zweiten alleine, traf aber Gerd, einen jungen Deutschen, mit dem ich eine gute Woche zusammen reiste) gerade einmal drei anderen Westlern begegnet.

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

Erinnerungen an Syrien 1986/88 © Ekkehart Schmidt

From → Reisen, Syrien

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