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Café-Bäckerei Heckmann_Trier

April 23, 2017

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Da lässt sich doch was finden bei 40 Minuten Umsteigewartezeit in Trier-Süd?! Sagte ich mir gestern. Mir blieb nichts anderes übrig… Ich traf auf die Saarstraße, eine breite Ausfallstraße nahebei, die sicher bessere Zeiten gesehen hat. Auffällig war hier, um die Ecke vom Nachtclub Charisma, eine Dominanz thailändischer Massagesalons in früher anders genutzten Ladenlokalen, dazwischen die zu einer – auch schon wieder geschlossenen – Pizzeria umgewandelte Gastwirtschaft „Zur alten Schmiede“ und das zu einem – noch laufenden – Kebab-Imbiss umgenutzte „Saarbrücker Eck“.

200 Meter stadteinwärts hatte ich mit einer Café-Konditorei unklaren Namens (Heckmann, Heckmann-Lehnert, Süd-Back oder Kaffeeklatsch?) dann doch gefunden, nach was ich suchte: Auch so ein Ecklokal, in dem sich früher ein anderes Geschäft befand. Es wirkte wie ein Relikt aus anderen Zeiten.

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Als ich aber hoffnungsfroh eintrat wurde mir klar, dass der äußere Anschein doch getäuscht hatte, jedenfalls  in Bezug auf die Innenausstattung mit relativ neuen Tischen und Stühlen.

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Ich nippte an meinem Espresso und beobachtete den klassisch wirkenden BILD-Leser nebenan. Freilich ein italienischer oder türkischer Migrant. Aber dann ergab sich doch noch eine Geschichte: „Wir waren früher weiter unten in der Nikolausstraße“, erzählte die fleißig und penibel Backwaren sortierende Frau hinter der Theke. „Dann sind wir an die Hauptstraße gezogen, weil der Standort hier natürlich besser ist. Drüben wird jetzt nur noch gebacken“.

Ich hatte noch eine Viertelstunde und suchte erst das Klo, dann den alten Standort auf. Das Klo deshalb, weil man dort auch in sanierten Lokalen meist eine Idee des früheren Zustands bekommt.

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Äußerlich nicht erkennbar, was sich hier in Nr. 36 befindet oder befand. Schaut man über der Milchglasscheibe hinein, sieht man eine Art Büro, über dem Modellflugzeuge hängen. Nur auf dem Briefkasten stand „Chr. Heckmann“, ich war also richtig.

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Der jüngste Sohn Sascha von Bäcker Christian habe diesen Winter seinen Meister gemacht, mit ihm übernehme die fünfte Generation dieses Familienbetriebs das Geschäft, hatte mir die mutmaßliche Bäckersfrau erzählt. Na dann „Viel Glück“, kann man da nur wünschen.

Eigentlich müsste das hier doch ein perfekter Standort sein, dachte ich, während ich in der Regionalbahn nach Saarbrücken weiter fuhr und den Müsliriegel aß, den mir die Frau empfohlen hatte: An der alten, durch die Porta Nigra (1,5 km von hier) führenden, wichtigsten südlichen Ausfallstraße der ältesten Stadt Deutschlands und zudem so nahe am Bahnhof, von dem sicher täglich viele Hundert Grenzgänger nach Luxemburg fahren. Aber irgendetwas stimmt hier im Viertel offenbar nicht (mehr), wenn fast jedes Geschäft nur prekär zu überleben scheint. Wahrscheinlich habe ich den Discounter mit Frühstücksbar nebenan übersehen.

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

Zuhause fand ich heraus, dass die Bäckerei offiziell „Bäckereien Süd-Back Heckmann-Lehnert GbR“ heißt. Im Plural, weil es noch Filialen gibt, die im Übrigen ein deutlich größeres Angebot bieten, als dieses Lokal. Offenbar ist der Hauptsitz zur Filiale geworden. Trotz Standortverlagerung.

Adresse: Nikolausstraße 2, Ecke Saarstraße bzw.Nikolausstraße 36, 54290 Trier, Tel.: 0651 75669; Filialen: Nagelstraße 15, Hornstraße 4, Uni

Café-Bäckerei Heckmann_Trier © Ekkehart Schmidt

From → Cafés, SaarLorLux

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