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Auberge du Château_Vianden

April 11, 2017

Auch wenn zurzeit heftig Empörung über die angekündigte Schließung der örtlichen Sparkasse vorherrscht, die wohl als erniedrigendes Zeichen reduzierter Bedeutung wahrgenommen wird, ging es der Stadt unterhalb der imposanten Burganlage in seiner jahrhundertealten Geschichte nicht immer so gut wie in den vergangenen 70 Jahren. Das wohl mindestens aus dem 18. Jahrhundert stammende Haus, das ich mir in Vianden zum Übernachten ausgesucht habe, hat sich im ununterbrochenen Zustrom an Touristen aus dem Norden sukzessive auf die Nachbargebäude ausgedehnt.

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Nach dem Zukauf dreier benachbarter Häuser wurden in allen Etagen Wohnungen umgestaltet, Durchbrüche geschlagen, Flure miteinander verknüpft und ein Hotelkomplex  mit gut 40 Zimmern geschaffen, ohne von außen das Idyll historischer Bürgerhäuser an der steilen Pflastersteinstraße hoch zur Burg optisch zu beeinträchtigen. Innen ist es imposant, von einem Treppenhaus zum nächsten und um manche Ecke herum den Flurschildern zu folgen, bis das eigene Zimmer gefunden wurde.

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

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Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

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Der Wille zur Vereinheitlichung der Innenausstattung führte allerdings irgendwann in den 1970er- bis 80er-Jahren zur Umwandlung der hergebrachten Räumlichkeiten durch ästhetische Geschmacksverirrungen, wie ich es zumindest empfinde – dies gar nicht mal so sehr auf Möbel, Tapeten und Gardinen bezogen, sondern auf die (pardon) scheußlichen Gemälde der Treppenhäuser und Zimmer. Vielleicht hat sich ja jemand in der Verwandtschaft der früheren Besitzer durchaus engagiert künstlerisch betätigt, der junge neue Besitzer sollte aber schauen, diese schleunigst zu ersetzen. Es bieten sich Kunstdrucke mit alten Burg- und Stadtansichten an. Schließlich wollen deutsche, holländische und belgische Touristen mit Hang zu Romantik – sonst würden sie nicht hier übernachten – kaum angeregt werden, über die Irrungen und Wirrungen von Acryl-Stillleben nachzudenken, sondern ein bisschen die Illusion aufrechterhalten, in einem halb mittelalterlichen Haus und Ort zu nächtigen.

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

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Die Zimmer selber sind pragmatisch eingerichtet und sauber, das eingebaute Bad hat alles, was man braucht – bis auf die freundlich beigelegte Schuhcreme, die eher in einem Businesshotel Nachfrage fände. Oder ist diese für die Stiefel der Motorradfahrer gedacht, die im Sommer die serpentinenreiche Region besuchen und denen das Hotel extra eine eigene Garage bietet?

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

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Am Abend war es totenstill. vielleicht alle Viertelstunde kam ein Auto aus richtung Diekirch, das man oben auf der Höhe schon zwei Minuten vorhjer herannahen hörte. Beim letzten von vielen Gesprächen mit dem Inhaber, hörte ich noch, dass die Eingangstür aus dem Schloss stammt. Jemand hat sie damals – wie viele andere Bürger  andere Dinge auch – sich angeeignet, als es zur Ruine wurde.

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Auberge du Château_Vianden © Ekkehart Schmidt

Adresse: Grand Rue 74-80, L-9410 Vianden, Luxemburg, Tel.: 00352 621 184 186, info@auberge-du-chateau.lu, Homepage

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