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Tchaikhane Bahar_Kerman

August 24, 2016

Am frühen Nachmittag brütete der Meidan-e Arg, jener arkadengesäumte Platz an der Stelle der ehemalige Lehmburganlage von Kerman, vergangenen Samstag in der Sommerhitze, als plötzlich dieser Kharigi auftauchte und einen Tee bestellte. Zwar gibt es in Kerman durchaus Touristen und andere Ausländer, aber sie nehmen hier eher nur ein Nachtquartier, bevor und nachdem es in einem Parforceritt gut 450 km nach Mahan, Rayen, Bam und zurück geht. Mehr als eine Stunde Zeit für die sehr authentisch erhaltene Altstadt der Provinzhauptstadt bleibt dabei selten. Meiner Ansicht nach ist dies ein großes Missverständnis. Aber so ist Kerman die einzige wichtige Touristendestination geblieben, in der kein einziges Geschäft weder im Basar, noch außerhalb, auch nur einen kleinen Stapel Postkarten, geschweige denn andere Waren ausdrücklich sichtbar für Touristen anbietet. Entsprechend wunderte man sich hier über meinen Besuch. Ausländer pflegen sich sonst offenbar nur im berühmten Tchaikhane-ye Sonnati Kerman für eine Pause niederzulassen.

Tchaikhane Bahar_Kerman (c) Ekkehart Schmidt

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Ich bekam meinen Tee und noch einen zweiten und dritten, Tagebuch schreibend und mir Notizen machend, ehe ich mich dann nach einer guten Stunde auch aus Höflichkeit – angesichts der zwei, zumindest dösenden Kellner – entfernte.

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Ich bin hier wohl 2013 schon einmal gewesen und habe etwas gegessen. Das Lokal bietet mittags ein halbes Dutzend Gerichte an und ist insofern auch Restaurant. Es ist aber auch gut möglich, dass dieses Tchaikhane damals noch nicht existierte: Seitdem in den vergangenen Jahren eine riesige Fläche Altbaustruktur hinter den Arkaden abgerissen worden ist, um Platz für eine monströs große Shopping Mall zu machen, gab es hier viel Wandel. Zwei andere Tchaikhanes, die ich damals fotografiert habe, existieren nicht mehr.

Tchaikhane Bahar_Kerman © Ekkehart Schmidt

From → Cafés, Iran, Reisen

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  1. Restaurant Ganj Ali Khan_Kerman | akihart

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