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Café Rose_St.Goarshausen

November 16, 2015

AD 1790 steht unter dem Giebel dieses alten Fachwerkhauses an der Uferpromenade von St. Goarshausen. Zwischen Buchstaben und Datum wurde eine rote Rose eingefügt. Kann man daraus schließen, das das „Café Rose“ tatsächlich von 1790 stammt oder nur das Gebäude? Abdelaziz Ghazi Filiali, der Inhaber dieses in ökonomisch perfekter Lage gegenüber der Fähranlagestelle nach St.Goar gelegenen Lokals mit der Burg Rheinfels als einer der Hauptattraktionen des Weltkulturerbes Mittelrheintal, konnte mir das nicht sagen. Mich faszinierten die deutlich jüngeren, wenngleich auch schon fast historischen Leuchtreklame-Schriftzüge am Haus. Wann das hier wohl tatsächlich einmal ein Tanzcafé war, habe ich dann erst Recht nicht mehr gefragt.

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Wir waren hier natürlich letzten Samstag völlig außerhalb der Saison. Das Café wirkte völlig überdimensioniert für uns und die zwei einheimisch wirkenden Freundinnen, die sich ans andere Ende der Fensterfront mit Blick auf St.Goar und die Burg Rheinfels hinsetzten, um sich in Ruhe unterhalten zu können. Und Eis wollte bei diesem Wetter auch niemand essen.

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

Der Espresso war sehr gut, den im Gaststättenbeurteilungsportal Yelp von ein bis zwei Leuten böse geschmähten Kuchen („matschiger als aufgetaute Aldi-Torte“) haben wir nicht probiert. Hinter dem Café steht offenbar nicht mehr eine Konditorei, wie es vielleicht früher einmal der Fall gewesen sein mag. Den täglich in die Tausende gehenden Touristen aus den USA, Japan, den Niederlanden oder Russland, die hier von April bis Oktober eintreten, geht es wohl auch vor allem um ein Einkehren und Innehalten mit Blick auf den Rhein.

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Den Inhaberwechsel zeigen optisch nur das locker umgehängte weiße Kopftuch der Küchenkraft sowie der syrisch wirkende Samowar auf der Theke an. Alles andere im Café scheint so geblieben zu sein wie seit Jahrzehnten, wenn auch nicht seit 1790. Zwar ist 1783 nebenan mit dem Rheinhotel Adler ein erstes auf den Fremdenverkehr ausgerichtetes Gasthaus entstanden, von dem aus man ebenfalls auf die Loreley schauen kann, aber ob sich damals schon ein Café hat halten können, erscheint mir doch eher fraglich.

Was es mit dem bei unserem Besuch geschlossenen Pizzeria-Restaurant „La belle rose“ nebenan auf sich hat, dessen Leuchtreklame, wie auch die Beschriftung der Pergola und die durchlaufend gleichförmigen Backsteine an der Außenfront suggerieren, dass beide Lokale zusammen gehören, kann ich nicht sagen. Diese Lokalität war geschlossen.

Adresse: Rheinstr. 1, 56346 St. Goarshausen, Tel.: +49 6771 7532

Café Rose_St.Goarshausen © Ekkehart Schmidt

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