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Ahwa Shub_Giza

Oktober 11, 2015

Das an den Pyramiden von Giza liegende ehemalige Dorf Nazlet el-Saman ist vom Niedergang des Tourismus seit Beginn der ägyptischen Revolution 2011 stark getroffen worden. Wo früher täglich hunderte Busse mit Touristen ankamen, die eins der sieben Weltwunder der Antike besuchen wollten, herrscht heute Ruhe. Vielleicht zehn Prozent der früheren Touristenzahlen lassen sich hier noch registrieren. Anfang Oktober verließen wir hier nach einer schönen Tour per Pferd und Dromedar nahe der Sphinx das seit 2004 ummauerte Pyramidengelände, um entlang der Hauptstraße in Richtung der Endstationen der Minibusse nach Giza zu laufen.

Überraschenderweise gibt es hier in der nach dem „Vater des Schreckens“, wie die Sphinx auf Arabisch heisst, benannten Sharia Abou El-Houl El-Seyahy inmitten von gähnend leeren Touristenshops (Papyrusmuseen, Parfümshops und Ähnlichem) keinerlei Teestuben und Cafés. Erst nach gut 200 m stießen wir an einer polizeilichen Zugangssperre auf das Ahwa Shub, tranken Tee mit Pfefferminze und eine Cola, um ein wenig die Szenerie zu beobachten.

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Das sicherlich seit über 30 Jahren existierende Lokal wirkt merkwürdig künstlich, vielleicht, weil es keinen gemütlichen Innenraum gibt, sondern nur eine Art Vorraum. Es wird ferner trotz dominierender Coca Cola-Werbung Pepsi Cola ausgeschenkt, die Kunden wirkten sehr wohlhabend und zugleich traditionell, scheinen eher im Hintergrund des Tourismusgewerbes tätig zu sein. Jedenfalls sitzt hier nicht der einfache Arbeiter. Aber vielleicht waren wir auch einfach zur falschen Zeit dort. Abends ruhen sich hier vielleicht eher auch Dragomanen vom anstrengenden Kampf um die Gunst oder Zusagen der wenigen Touristen aus. Das echte Dorfleben spielt sich wohl jenseits der Hauptstraße ab.

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

Mehr zum Viertel in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Ahwa Shub_Giza © Ekkehart Schmidt

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