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Café und Buchladen XAPMC_Kiew

April 6, 2015

Nach einem ersten Tag in Kiew, an dem mich natürlich zunächst der Maidan, der Krestschatik Boulevard und das Höhlenkloster  anzogen und voll beschäftigten, bin ich am zweiten Tag etwas mehr durch die Nebenstraßen gelaufen. Es war klar, das ich bei meinem zweieinhalbtägigen Besuch der ukrainischen Hauptstadt Ende März kaum hinter die Fassaden würde schauen können. Eine Großstadt in einem fremden Kulturraum bietet einem erst einmal genug Erfahrungen, optische Reize und unbekannte Speisen. Die architektonisch erstaunlich einheitlich gestaltete Metropole hat städtebaulich enorm viel zu bieten. Dennoch fragte ich mich bald, ob es hier auch unkonventionell gestaltete, studentisch-alternative Winkel und Ecken gibt? Nur wo? Im Universitätsviertel, in den Hochhaussiedlungen rundum oder auch mitten im Zentrum? Ohne Sprachkenntnisse sagen einem viele Schilder gar nichts. An einer Einfahrt zu einem Hinterhof in der Mykhailivs’ka Straße, die vom Michaelskloster runter zum Maidan führt, interessierte mich eine Ecke mit einem alten Wandgemälde, das wie aus Sowjetzeiten wirkte. Aber hineingegangen wäre ich kaum, wäre nicht just in diesem Moment eine Frau auf einem knatschorangefarbenen Rad durch den Ausschnitt meiner Kamera-Linse geradelt. Sie stellte es neben zwei andere und verschwand in einer Tür, die vielleicht zu einem Lokal oder einem Tattoo-Laden gehörte. Dadurch ermutigt, folgte ich meiner Neugierde, bin hinein und entdeckte das XAPMC.

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

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Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Neben einer relativ großen Auswahl witzig-künstlerisch gestalteter Postkarten und Büchern, wird auch Vinyl verkauft. Ich habe mich eine weile mit historischen Büchern über Kiew beschäftigt, dann bin ich weiter, ohne mehr über den Laden und seine Hintergründe erfahren zu haben. Dabei halfen auch die kryptischen Graffiti draußen nichts. Und auch online konnte ich nicht herausfinden, was XAPMC bedeutet. Das freilich lag daran, dass es sich bei XAPMC um die ukrainische Umschreibung des russischen Namens XARMS handelt, der in lateinischen Buchstaben CHARMS geschrieben wird: Daniil Charms war ein bemerkenswerter russischer Schriftsteller, der schon 1942 starb, keinen Bezug zu Kiew aufweist, hier aber wohl mindestens einen grossen Fan hat  (Danke Henning 🙂 !).

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

Adresse: Mykhailivs’ka St. 21-6; вул. Михайлівська 21-б (вхід в арку), Kiew, Tel.: +38 (068) 308 88 93, +38 (093) 847 47 45, Пишіть на books@xar.ms, Homepage

Café und Buchladen XAPMC_Kiew © Ekkehart Schmidt

From → Cafés, Kiew, Street Art

3 Kommentare
  1. Danke für den, wie immer sehr interessanten Bericht. XARMS hat eine bemerkenswerte Seite im Internet: http://xar.ms/ und dem Logo folgend ist wohl dieser Herr der Namensgeber: http://ttolk.ru/?p=15661 Daniil Harms, ein russischer Schriftsteller, der lange verboten war.

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  1. Starbucks widerstehend: Kaffeehaus-Originale | akihart

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