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Persian Food & Rice Boxes_Luxemburg

Februar 19, 2015

Irgendwoher kam die Idee, asiatische Reisgerichte an Restauranttheken in runden Papierboxen zu verkaufen, um Essen ins Büro mitzunehmen und zugleich die Bedienung einzusparen. Wahrscheinlich waren es chinesische Restaurants. Erstmals begegnet ist mir dies bei der Eröffnung der „Rice Box“ in Luxemburg im Sommer 2009: Vier sehr nette und bemühte Iranerinnen erläutern einem die Unterschiede zwischen Polo- und Khorescht-Gerichten, also entweder vegetarisch mit unterschiedlichsten Zutaten lecker angemachter Reis oder Reis mit einer speziellen Soße dazu (von Gheime Bademjun bis Fissandjun). Man bekommt an der Theke eine Box mit Reis, über die die Soße gegeben wird und setzt sich an einen langen Tisch in recht kaltem Design. Anschließend sortiert man an einer anderen Theke die nach Materialien wie Papier, Besteck und Sonstigem getrennten Reste in Abfallboxen. Am 11. Februar hat nun ein zweites solches Lokal in Luxemburg aufgemacht: An einem für Generationen von Schülern deutlich mythischerem Ort (über der Cafébar Interview am zentralen Busbahnhof Hamilius), als demjenigen der Rice Box in der rue du Fort Bourbon, aber mit der gleichen Idee. Die Kunden sind freilich Berufstätige.

Gestern habe ich mir diese „Persian Food Box“ angeschaut und Khoreschte Ghormesabzi probiert. Dann bin ich heute zum vielleicht zehnten Mal in die Rice Box, um einen Qualitätsvergleich zu haben. Mit dem Tagesgericht Khoreschte Kadou:

Persian Food & Rice Boxes_Luxemburg  © Ekkehart Schmidt

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Während in der Rice Box Frauen aus dem aserbaidschanischen Teil des Iran hinter der Theke stehen, wird die Food Box von einem iranisch-dominikanischen Paar betrieben: Mamad Bahrami, aus Teheran stammend, hat 20 Jahre Restauranterfahrung, wie mir der 44-Jährige erzählte, aber es war seine Frau, die ihn dazu brachte, sich an ein persisches Restaurant zu wagen. Das bedeutete zunächst immerhin gute 3 Monate Renovierungs- und Einrichtungsarbeiten, dann aber auch tägliches Kochen der fast immer aufwändig zuzubereitenden Speisen. Neben den beiden standen heute nur Männer hinter der Theke. Gekocht wird aber von Shohreh, einer Iranerin, während es in der Rice Box ein Mann ist.

Meine erste – wirklich noch sehr wenig fundierte – Bilanz: Die Food Box ist einen Tick preiswerter, es gibt mehr Sitzplätze und die Atmosphäre ist – auch wegen des frisch geschliffenen Parkettbodens – wärmer, die Rice Box ist kulinarisch besser (oder sagen wir erfahrener), aber man sitzt in eher kaltem Feeling. Falls man überhaupt etwas zur Qualität der Speisen sagen kann. Denn eigentlich geht das gar nicht: Persische Gerichte in einem Pappkarton…, ein Sakrileg! Ungewöhnlich ist aber überhaupt diese Garküchenpräsentation, die ich nur aus der türkisch-arabischen Welt kenne: Man kommt in das lokal, sieht, was im Angebot ist, wählt aus und sitzt drei Minuten später vor seinem Gericht. In Europa ist das unüblich, aber man kann sich schnell daran gewöhnen. In der Food Box findet sich bislang ein gemischtes Publikum eher unprätentiösen Zuschnitts, während in der Rice Box die schwarz uniformierten Business People der umliegenden Büros dominieren.

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Empfehlen möchte ich beide: Die iranische Küche ist wunderbar. Die Preise liegen – je nach Portionsgröße – in beiden Lokalen bei 7-9 EUR pro Mahlzeit. Der Foodbox sollte man noch etwas Zeit geben, an der Qualität zu feilen. Ihr großer Vorteil ist die Lage über der Cafébar „Interview„, in der man nach dem Essen einen sehr guten Espresso in cooler Atmosphäre bekommen und noch etwas in Zeitungen blättern kann. ein anderer sind die Öffnungszeiten: Die Foodbox hat von 11 bis 15.30 Uhr geöffnet. Beide haben auch viele Kunden, die ihr Essen verpackt mitnehmen. Auffällig im Vergleich zu allen anderen persischen Restaurants, die ich aus Mitteleuropa kenne, beispielsweise der Arian Grill in Saarbrücken oder das Hani in Frankfurt, wird in der Inneneinrichtung der Rice Box wie auch der Food Box völlig auf traditionelle persische Deko-Elemente verzichtet. Wer sich eine solche „typische“ Atmosphäre wünscht, dem sei das Anfang des Jahres eröffnete Darvish in Düdelingen empfohlen. Wer lediglich einmal eine persische Joghurt- oder Spinatsuppe probieren möchte, dem sei das À la soupe empfohlen. Egal wie: Nuschedjan – Guten Appetit!

Rice Box: 1, rue du Fort Bourbon, 11931 Luxemburg, Tel.: +352 48 16 94
Food Box: 21 Rue Aldringen, 1118 Luxemburg, Tel.: +352 28 77 12 77 oder +352 621 52 05 51

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  1. Interview, Bar Americain | akihart

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