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Chaikhane Shah Vali_Mahan

Dezember 8, 2013

Der im 15. Jh. entstandene Grabbau des Sufi Nematollah Vali in Mahan zählt für mich zu den beeindruckendsten Bauten im Iran überhaupt. Er wird wenig besucht, weil er weit abseits der Hauptrouten des Tourismus liegt. Unauffällig, im Inneren des Komplexes dreier Hofanlagen, führt eine Tür zu einem Chaikhane Sonnati, also zu einem Teehaus und Restaurant im traditionell persischen Stil, in dem wir nach dem fast schon meditativen Erlebnis der Besichtigung im März 2013 wieder zu uns kamen: Bei einem Kännchen Tee und einer sehr guten Aasch-Suppe mit saurem Kashk. Das Teehaus hat auch einen Ausgang zur Ortschaft hin, aber den haben wir erst bei einem zweiten Besuch im August 2016 benutzt…

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

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Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Wir hätten – nachdem wir schon gute drei Stunden hier waren – durch den Haupteingang in die Kleinstadt gehen können. Aber der in Ehrfurcht, Dankbarkeit und auch etwas Demut genossene Abgusht mit saurem Joghurt tat seine Wirkung: Gesättigt und mit wieder neu erwachter Energie ging es aber durch den unauffälligen Durchgang zurück ins Mausoleum, einem Bau, in dem man – jedenfalls in der angemessenen Ruhe einen ganzen Tag verbringen könnte. Oder ein ganzes Leben: Es wird im Laufe der Jahrhunderte nach Nemattollah Vali viele hundert Sufis gegeben haben, die sich ganz hierher zurückgezogen haben.

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Ob es hier schon damals eine Küche gab? Mit welchem Angebot? Oder haben sich die Mystiker nur von Brot und Wasser ernährt? Es ist sehr schade, daß es nicht nur zu diesem Bau kaum Aufzeichnungen zu solch profanen Themen gibt. Als wäre ein solcher Ort und der Alltag drumherum nicht der Rede wert. Gleiches gilt für Fotografen, die mit dem allergrößten Ehrgeiz türkisfarbene Kuppeln im richtigen Licht fotografieren und Abbilder produzieren, die doch nur zeigen, was jahrhundertelang unverändert geblieben ist.

Am 18. August 2016 kamen wir mit unseren Kindern und zwei Cousinen hierher zurück, aßen diesmal wieder eine Aasch-Suppe, dazu Huhn mit Berberitzenreis, aber es fühlte sich diesmal anders an. Die Bedienung träge und unwirsch, die Cousinen und der älteste Sohn uninteressiert. Schade. Vielleicht sollte man einmalige Erlebnisse nicht zu wiederholen versuchen.

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

Neben dem Mausoleum bietet Mahan noch einen weiteren Bau, dessen Besuch alleine schon eine weite Anreise lohnt: Den Garten Bagh-e Shah Zadeh, ebenfalls mit einem Chaikhane im traditionellen Stil.

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Chaikhane Shah Vali_Mahan © Ekkehart Schmidt

From → Cafés, Iran

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