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Bagh-e Shah Zadeh bei Mahan

November 16, 2012

Südöstlich von Kerman beginnt die Dasht-e Lut, eine der heißesten Wüsten der Welt. Die Hauptstraße in Richtung Bam und Pakistan führt gute 100 km durch ein weites Tal, das durch einen hohen Gebirgszug etwas von der Hitze der jesnseitigen Wüste geschützt wird. Hier liegt Mahan und hierhin ging es für mich am Ende des langen ersten Tags im Iran im August 2012:

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

So übermüdet wie ich war, hatte ich eigentlich nicht die Vorstellung, gleich am ersten Abend einen der Höhepunkte dieser Iran-Reise zu erleben. Aber die liebe Verwandschaft bestand darauf: Auf zum Bagh-e Shah Zadeh, dem berühmten Paradiesgarten etwas außerhalb von Mahan in der Einöde. Der in kadscharischer Zeit Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Garten liegt in einem riesigen ummauerten Geviert, das man unten durch einen Eingangspavillon betritt und entlang von stufenförmig angelegten Wasserbassins hoch zu einem oberen Pavillon durchläuft:

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Das Wasser für diesen Garten wird in unterirdischen Qanaten über Kilometer hinweg von einer das ganze Jahr über Wasser führenden ergiebigen Quelle in den Bergen im Westen hin zum oberen Pavillon geleitet und fliesst von dort an über ein halbes Dutzend Wasserbassins bergab, in vielfachen Verzweigungen die Zypressen und Blumen des Parks bewässernd. Unterhalb des Gartens wird es zur Bewässerung der am Hang liegenden Obstgärten genutzt. Vom Eingangsportal öffnet sich der Blick auf die zentrale Achse des Gartens:

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Wendet man sich am oberen Pavillon nach rechts, kommt man zu einem Ausgang. Wendet man sich nach links, kommt man zu Nebengebäuden mit Ghavekhane zum Tee trinken und Wasserpfeife rauchen. Im Pavillon findet sich ein kleines Museum, ein ehemaliges Badehaus sowie ein Restaurant:

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh, Copyright Ekkehart Schmidt-Fink

Bagh-e Shah Zadeh Mahan © Ekkehart Schmidt-Fink

Der Garten ist zu einem Eintrittspreis von 400 Tuman geöffnet ab 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (nach Betreten abends, wenn das Licht am schönsten ist, kann man noch lange bleiben).

Neben dieser Gartenanlage bietet Mahan noch einen zweiten Bau, in dessen Schönheit man sich meditativ versenken kann: den Grabkomplex von Nematollah Vali, einem sufischen Mystiker des 14. Jahrhunderts, ebenfalls mit einem Chaikhane traditionellen Stils.

Copyright der Fotos: Ekkehart Schmidt-Fink

From → Cafés, Iran

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