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Hany’s Café_Arba Minch

November 13, 2012

Der Charme von Arba Minch, dieser merkwürdigen Doppelstadt an den nordwestlichen Hängen der beiden Seen Chamo und Abaya, erschließt sich nicht bei einem schnellen Kurzbesuch zur Besichtigung des Nechisar National Parc oder des Crocodile Market. Beim ersten oberflächlichen Blick ist Sikela, der untere Teil, ein etwas nervig-quirliges Anhängsel des Busbahnhofs, an dem der typische Äthiopien-Reisende spät nachmittags oder abends ankommt und erstmal nur schaut, wie er schnell in seine Unterkunft kommt. Hier sind rund um die Hauptkreuzung allerdings auch einige Studenten der nahen Universität unterwegs und sprechen einen neugierig an. Lokale wie das Flamingo Pastry, die Einfahrt zum Nationalpark oder der Weg zu den namensgebenden „40 Quellen“ (amharisch: አርባ ምንጭ)  interessieren meist erst bei einem zweiten Besuch.

Zunächst strebt der Westler bergauf nach Shech, wo sich die meisten attraktiven Hotels – vom ehrwürdigen Bekele Mola über Swayne’s Lodge bis zur exquisiten Paradise Lodge – finden. Minibusse fahren im Minutentakt die wenigen Kilometer hoch, wo man eine Art Gartenstadt am Fuß der Berge und vielen Straßencafés und Bars vorfindet. Zum Beispiel Hany’s Café:

Wondo Genet College of Forestry © Ekkehart Schmidt-Fink

Hany's Café Arba Minch Copyright E. Schmidt-Fink

Hany's Café Arba Minch Copyright E. Schmidt-Fink

Bierwerbung in Hany's Café Arba Minch Copyright E. Schmidt-Fink

Das Café war jetzt im Mai 2012 tagsüber eher ruhig, die klettenhaften Touri-Belaberer, die relativ bald auftauchten, gaben mir aber eine Vorstellung, wie es sich hier wohl in der Saison anfühlt – und entwerteten damit die Kaffeezeremonie, die eine Frau im Hof in meiner veränderten Wahrnehmung, nach erfolgreich gequält-freundlicher Abweisung der Touren anbietenden Kletten, eher stoisch-mechanisch umzusetzen schien, als säße sie in einem Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel, in denen das Management üblicherweise glaubt, damit etwas Authentizität in ihr Haus bringen zu müssen (meist furchtbar peinlich für alle Beteiligten). Aber der Bunna war gut und es war schön schattig hier.

From → Äthiopien, Cafés

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  1. Starbucks widerstehend: Kaffeehaus-Originale « akihart

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