Skip to content

Migranten als Gründer bzw. Vorstandsmitglieder von Großunternehmen

August 13, 2011

Carlos Slim_800

Carlos Slim, der – mit Bill Gates im Wechsel – reichste Mann der Welt ist Sohn eines libanesischen Einwanderers in Mexiko. Diese noch kleine Sammelsuriumsliste führt Migranten auf, die bedeutende Unternehmensgründer oder Vorstandsvorsitzende von Großunternehmen sind oder waren.

Name, Lebensdaten/ Migrationshintergrund, Funktion, Ort

Meyer Guggenheim (1828-1905), geb. in Lengnan/ Schweiz, wanderte 1847 in die USA aus, wurde durch die Finanzierung von Blei- und Silberhütten zum Begründer der Guggenheim-Unternehmen, starb in Palm Beach/ Florida

Henry Ford (1863-1947) geb. in Greenfield/USA als Sohn irische Einwanderer, gründete den Automobilhersteller Ford Motor Company und perfektionierte konsequent die Fließbandtechnik im Automobilbau

Calouste Sarkis Gulbenkian (1869-1955), armenischer Ölmagnat, geb. bei Istanbul/ Türkei, seit 1902 britischer Staatsbürger, erwarb im Erdölgeschäft eines der größten Vermögen der Erde, starb in Lissabon

Joseph Pulitzer (auch József Pulitzer, 1847 – 1911), ungarisch-US-amerikanischer Journalist, Herausgeber und Zeitungsverleger, geb. in Makó/Ungarn als Sohn eines magyar-jüdischen Kornhändlers und einer deutschen Mutter; ließ sich für die US-Unionsarmee registrieren und gelangte 1864 in die USA, wo er bis zum Ende des Bürgerkriegs diente; wurde 1867 amerikanischer Staatsbürger, arbeitete in St. Louis als Journalist, kaufte 1878 den „St. Louis Evening Dispatch“, erwarb dazu 1883 die „New York World“, die sich unter seiner Leitung in den nächsten 10 Jahren zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Zeitungen des Landes entwickelte, 1885 wurde er in das US Repräsentantenhaus gewählt, er starb in Charleston (South Carolina)

Thomas J. Bata (geb. 1914, auch bekannt als Tomas Bata Jr.), tschechischer Industrieller, geb. in der mährischen Stadt Zlín als Sohn des tschechischen Industriellen Tomáš Baťa (1876-1932), dem Gründer der Firma Bata Shoe Organization, einem der weltweit größten multinationalen Hersteller und Verkäufer von Schuhen und Accessoires; nach seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz übernahm die Familie die Firma, sein Sohn Thomas J. Bata floh nach dem Krieg nach Kanada und eröffnete die Firma neu

Pao Yue-Kong, geb. 1918 als Sohn einer reichen Familie nahe Schanghai/ China, floh noch vor der Gründung von Maos Volksrepublik 1949 mit seiner Familie nach Hongkong, fing klein an, wurde schnell reich mit dem Aufbau einer Handelsflotte von 200 Frachtern, der „World-Wide Shopping Group“, stieg zum weltgrößten Reeder auf, wurde 1978 von der Queen zum Ritter geschlagen

Pierre Cardin (geb. 1922 als Pietro Costante Cardin), frz. Modeschöpfer und Unternehmer, geb. in San Biagio di Callalta bei Treviso/ Italien als Kind eines Weinhändlers, nach der Befreiung Frankreichs ging er 1944 nach Paris und begann dort als Modezeichner im Haus Paquin seine Modekarriere, 2007 verfügte er über ein Konglomerat von 800 Firmen in 180 Ländern mit rund 200.000 Mitarbeitern, 850 Lizenzen, 18 Restaurants, vier Theaterhäusern, Hotels, Medien, Schlösser und Schiffe

Ahmet Ertegrun (1923-2006), geb. in Istanbul/Türkei als Sohn des türkischen Botschafters in Washington, kam als Jugendlicher in die USA, gründete 1947 die Plattenfirma „Atlantic“, die zum erfolgreichsten und einflussreichsten Label der Popgeschichte wurde (hatte u.a. John Coltrane, Ray Charles, Aretha Franklin, Eric Clapton, Led Zeppelin, die Rolling Stones und AC/DC unter Vertrag), starb in New York

Edzard Reuter (geb. 1928), Manager, geb. im türkischen Exil als Sohn von Ernst Reuter, 1946 Rückkehr nach Deutschland, war von 1987-95 Vorstandsvorsitzender der Daimler Benz AG

Mohamed Al Fayed (geb. ca. 1929), geb. in Alexandria/ Ägypten, arbeitete für den Waffenhändler Kashoggi, war Berater des Sultans von Brunei, zieht als reicher Mann in der 1970er-Jahren nach London, kauft das Hotel Ritz in Paris und wird u.a. Chef des Londoner Kaufhauses Harrods, des Satiremagazins “Punch”, eines Internetcasinos, eines Anbieters für Hubschrauberflüge und kauft den Fussballclub Fulham, lebt(e) zeitweilig auch in der Schweiz

Fernando Gasparian (1930-2006), brasilianischer Industrieller und Verleger armenischer Herkunft, geb. in São Paulo als Kind einer brasilianisch-armenische Familie, kaufte 1964 America Textil, ein großes Textilunternehmen in Rio de Janeiro, das in Schwierigkeiten geraten war, verliess während der Militärreg. 1969-73 Brasilien, erwarb nach der Rückkehr das Verlagshaus Paz e Terra und engagierte sich politisch

Ferdinand Piech (geb. 1930), geb. in Österreich als Enkel des Autokonstrukteurs Ferdinand Porsche, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, dann von 1993-2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Wolfsburg, danach bis 2015 deren Aufsichtsrat

George Soros (geb. 1930 als György Schwartz), Börsenspekulant, geb. In Ungarn, seine Familie flieht 1940 vor den Nazis in den Untergrund, er emigriert nach Kriegsende nach London, schlug sich dort mit Gelegenheitsjobs durch, studierte an der LSE, arbeitete als Finanztalent bei einem Aktienhändler, zieht 1956 in die USA, übernimmt 1973 den Hedge Fund Quantum Fund, der 1992 so erfolgreich gegen das brit. Pfund spekuliert, dass er zum Milliardär und berühmt wird, hatte aber auch parallel schon 1982 die „Open Society“ Stiftung zu Ehren der Ideen seines Profs Karl Popper gergündet, später noch andere Institute und Stiftungen zur Unterstützung von Demokratiebewegungen

Rupert Murdoch (geb. 1931), US-amerikanischer Medienunternehmer australischer Herkunft, geb. in Melbourne/ Australien, Studium in Oxford, Rückkehr im Alter von 22 Jahren, weil er nach dem Tod des Vaters ein Provinzblatt in Adelaide erbte, aus dem er einen Medienkonzern entwickelte: Er ist Gründer, Vorsitzender und CEO der News Corporation, der u.a. die Sunday Times, The Sun, The Times, das Wall Street Journal und 20th Century Fox gehören; er ging bald nach London, lebt heute dort und in New York

Frank Stronach (geb. 1932), österreichisch-kanadischer Industrieller, Milliardär und Politiker, geb. in Kleinsemmering/Österreich als Franz Strohsack, wanderte 1954 nach Kanada aus, Gründer und Leiter von Magna International Inc., eines der größten Unternehmen der Autozulieferindustrie Nordamerikas, sowie der Magna Holding AG, Rückkehr nach Österreich 1999, 2013 Parteiobmann des von ihm gegründeten Team Stronach

Horst Paulmann Kemna (geb. 1935), dtsch.-chilenischer Unternehmer, geb. in Kassel, Sohn eines SS-Manns, wanderte nach dem 2. Weltkrieg nach Chile aus, Geschäftsführer von Cencosud, einer Supermarktkette mit 43 Filialen in Südamerika (u.a. in Argentinien, Brasilien und Peru) und Bauherr des 2013 errichteten großen Santiago-Turms/ Costanera Center, dem mit 300 m Höhe höchsten Gebäude Lateinamerikas, er steht aufgrund guter Verbindungen zur dtsch. Sektensiedlung und Folterstätte Colonia Dignidad sowie zum Diktator Pinochet in der Kritik, lebt in Santiago de Chile

Ratan Naval Tata (geb. 1937), indischer Manager, war u.a. CEO der Tata-Gruppe, geb. in Bombay als Sohn einer parsischen Industriellen-Familie, ging zum Studium in die USA, blieb dort und kehrte 1991 nur deshalb nach Indien zurück, weil seine Großmutter krank war, doch dann trat sein Verwander J.R.D. Tata ab und vermachte ihm den Chefposten der Tata-Gruppe, den er bis 2012 innehatte

Carlos Slim Helú (geb. 1940), mexikanischer Unternehmer der Telekommunikationsbranche (unter anderem Telmex und América Móvil), geb. in Mexiko-Stadt als Sohn eines syrisch-maronitischen Christen aus Jezzine, 70 km südlich von Beirut/Libanon, der 1902 als 14–jähriger Jugendlicher nach Mexiko floh und sich in seiner neuen Heimat Julián Slim Haddad nannte, zu Vermögen kam, dies seinem Sohn vererbte, der seit den 1980er Jahren sein Firmenimperium Grupo Carso aufbaute, das u.a. aus dem mexik. Teil der US-Einzelhandelskette Sears und Condumex, einem Hersteller von Autoteilen bestand, als 1990 die staatliche Telefongesellschaft Telmex privatisiert wurde, erhielt ein von Slim geführtes Konsortium den Zuschlag (Telmex ist für Globalisierungskritiker das Paradebeispiel einer gescheiterten, zu einem Monopol führenden Privatisierung), Telmex ist heute das bei weitem größte private Unternehmen Mexikos und dominiert die Mexikanische Börse, anschließend eroberte Slim mit seiner Telefon-Holding America Movil den mittel- und südamerik. Mobilfunkmarkt und ist dessen größter Anbieter, Slim war 2007 und 2010-2011 mit einem Vermögen von zuletzt 74,0 Mrd. US-Dollar der reichste Mann der Welt

Ben Lipps (geb. 1940), geb. in den USA, Studium an der MIT, war von 1985-96 Vorstandsvorsitzender von Fresenius USA und von 1996-99 Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care North America,  dann von 1999-2012 Vorstandsvorsitzenden von Fresenius Medical Care in Bad Homburg von der Höhe, seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Berliner MagForce AG, einem Biotechnologieunternehmen

John Gurney (geb. 1940), geboren und aufgewachsen in Liverpool/ Australien (sic!), Studium an der University of Cape Town/ Südafrika, dann Smithsonian Institute Washington, wird zum Mineralienforscher und Spezialist für Rohstoff-Explorationen, Professor an der University of Kapstadt und seit 1996 Chairman der Mineral Services (MS) bzw. MS Group in Kapstadt, seit 1998 Direktor der Motapa Diamonds Inc in Kanada

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann (geb. Kurssa 1941), österr.-dtsch. Unternehmerin, die zusammen mit ihrem Sohn Gesellschafterin der Schaeffler AG ist und zu den reichsten Deutschen zählt, geb. in Prag, wo ihre Familie nach Ende der Protektoratszeit und Wiedererrichtung der Tschechoslowakei enteignet wurde, weshalb sie nach Wien flohen, sie studierte dort und lernte ihren späteren Mann, den Inhaber des späteren Wälzlagerherstellers Schaeffler AG kennen, 1963 heiratete sie ihn und zog nach Herzogenaurach, sie hält aktuell 20 %, ihr Sohn ist mit 80 % an der Schaeffler-Gruppe beteiligt, die weltweit ca. 82.000 Mitarbeitern aufweist und eines der 50 größten Unternehmen in Deutschland ist

Daniel Goeudevert (geb.  1942), frz. Literat, Automanager und Unternehmensberater, geb. in Reims, wurde mit 28 Jahren Generaldirektor von Citroën Schweiz und kam 1974 in den Vorstand von Citroën Deutschland, übernahm 1975 – 1978 die Funktion eines Generaldirektors der Deutschen Renault AG, wurde 1979 deren Exportchef, war 1981-89 Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Ford-Werke AG, baute ein deutsches Pendant zur Harvard Business School auf, war das für den Einkauf zuständige Vorstandsmitglied der Volkswagen, 1991-93 veantwortlich für den Bereich Marken, lebt nach vielen Jahren in Deutschland heute in Genf

Anthony Di Iorio (geb. 1943), Amerikaner mit italienischen Wurzeln, geb. in New York, seit 2001 bei der Deutschen Bank, seit 8/ 2006 Finanzvorstand, Frankfurt/ Main

Haim Saban (geb. 1944), israel-US-amerik. Medienunternehmer und Produzent, geb. in Alexandria/Ägypten als Sohn eines Kaufmanns und einer Näherin, als er 12 Jahre alt war, zog seine Familie nach Tel Aviv/ Israel, begann seine Laufbahn als Konzertagent, zog Mitte der 1970er-Jahre nach Paris und 1983 nach Los Angeles, produzierte Musik für Zeichentrickfilme und später auch Kinder-Sendungen, wurde zum Milliardär, als er 2001 gem. mit dem Partner News World das Gemeinschaftsunternehmen Fox Family Worldwide an den Disney-Konzern verkaufte, übernahm 2003 die Senderkette ProSiebenSat1 und verkaufte sie 2006 mit großem Gewinn, Münchhausens Abenteuer auf dem Mond/ Power Rangers

Roger Schawinski (geb. 1945), Schweizer , Geschäftsführer des deutschen Privatfernsehsenders Sat.1 2003 – 2006, lebt in Berlin

Vural Öger (geb. 1946), geb. in Ankara/ Türkei, ging 1960 nach Deutschland,  gründete 1969 in Hamburg das Reisebüro Istanbul, das als erstes Direktflüge von Hamburg in die Türkei anbot, aus diesem ging 1973 die Öger Türk Tur GmbH hervor und aus dieser wiederum Öger Tours, deren Geschäftsführer er von 1982-2010 war, 2004-2009 Mitglied des Europäischen Parlaments, Hamburg

Dr. Alessandro Banchi (geb. 1946), italienischer Manager, geb. in Florenz, Sprecher der Unternehmensleitung des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim

Der Deutsche Friedrich Trump wanderte 1885 als 16-jähriger in die USA aus, wo er zunächst mit dem Aufbau zweifelhafter etabnlissements in Seattle während des Alaska-Goldrauschs reich wurde, ehe ern ach New York ging. 1894 kehrte er ins heimatliche Kallstadt/ Pfalz zurück, wurde jedoch in die USA ausgewiesen, weil er sich vor dem Wehrdienst drückte. In New York machte er sich dann daran, ein Immobilien-Imperium aufzubauen, was jedoch erst seinem Sohn Frederick gelang. Sein Enkel, der spätere Tycoon Donald Trump (geb. 1946), arbeitete für das Unternehmen seines Vaters, während er die Schule besuchte. 1968 trat er offiziell ins Unternehmen ein, übernahm 1971 die Kontrolle und benannte das Unternehmen 1999 in Trump Organization LLC um. Es ist heute ein Mischkonzern und eine Holdinggesellschaft

Wolfgang Mayrhuber (geb. 1947), österr. Manager, geb. in Waizenkirchen,/ Österreich, Studium in Österreich, Kanada und am MIT/ USA, begann 1970 bei Lufthansa in Hamburg, 1994 Vorsitzender des Vorstandes der neu gegründeten Lufthansa Technik AG, deren erfolgreiche Weiterentwicklung zum führenden globalen Dienstleister mit heute weltweit 25 Unternehmen er maßgeblich prägte, 2001 Berufung in den Konzernvorstand für das Ressort Passage, wurde 2002 zusätzlich zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt, war von 2003-10 in dieser Funktion, wurde 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Lufthansa AG

Josef Ackermann (geb. 1948), Schweizer Bankmanager, geb. in Walenstadt/ Schweiz, von 2002-2006  Vorstandssprecher, von 2006-Mai 2012 alleiniger Vorsitzende des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank AG

Harry Roels (geb. 1948), geb. in den Niederlanden, von Febr. 2003 – Sept. 2007 Vorsitzender des Vorstands der RWE AG, arbeitete sich nach dem Studium der Chemie und Physik bei der Royal Dutch/ Shell bis in die Führungsspitze hoch, kam 1999 in den Vorstand, wurde 2002  erster von außen angeworbener und zudem ausländischer Manager Vorstandsvorsitzende der RWE, ging danach in die Niederlande zurück

Lakshmi Narayan Mittal (geb. 1950), geb. in Sadulpur/Indien, indischer Unternehmer und Milliardär (gilt als drittreichster Mann der Welt), arbeitete im väterlichen Betrieb Mittal Steel, der in den 1970er-Jahren zu einem Stahlwerksimperium wuchsrasend schnell. Mehr als 90 Prozent der Aktienanteile waren stets in Familienbesitz; Mittal Steel hat seinen Sitz heute in Rotterdam, wird aber durch Lakhsmi Mittal von London aus geleitet; nach der Übernahme von Arcelor 2006 fusionierten beide Unternehmen zu Arcelor Mittal

Robert Edward „Bob“ Diamond Jr. (geb. 1951), geb. in Massachusetts/ USA als Kind einer Familie mit irischen Wurzeln, war ab 1976 Professor an der Universität Connecticut, begann 1977 bei der Bank Morgan Stanley, wurde deren Generaldirektor für Zinsgeschäfte, arbeitete von 1992 – 96 bei CS First Boston in Tokyo und New York und wechselte 1996 zu Barclays, wo er bis zu seinem Rücktritt im Zuge des Libor-Skandals Generaldirektor war

Hans Dieter Pötsch (geb. 1951) in Traun), österr. Automanager, geb. In Traun/ Österreich, Studium in Darmstadt/ Deutschland, 1979-1987 bei BMW, zuletzt Leiter des Konzerncontrolling, danach Geschäftsführer Finanzen & Verwaltung bei der Trumpf GmbH & Co. KG, von 1991-1995 Vorsitzender des Vorstands bei der Traub AG, 1995 Wechsel zur Dürr AG, dort bis Ende 2002 Vorsitzender des Vorstands, seit 2003 Mitglied des Vorstands des Volkswagenkonzerns, verantw. für den Geschäftsbereich Finanzen und Controlling, seit 2009 auch im Vorstand der Porsche Automobil Holding SE vertreten (ebenfalls als Finanzvorstands)

Alexander Margaritoff (geb.1952), Vater Peter war als bulgarischer Architekturstudent kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs von Sofia nach Berlin gekommen (war u.a. Chef der Opal-Strumpfwerke), die Mutter stammte aus St. Petersburg; Alexander wurde in Hamburg geboren, studierte in Sussex/Großbritannien, als der Vater 1981 starb, übernahm Alexander (mittlerweile Banker) die Weinhandelsfirma Hawesko AG

Martin Richenhagen (geb. 1952), Vorstandsvorsitzender der Agco Corp. (seit 2004) in Duluth/ USA, dem weltweit drittgrößten Hersteller von Landmaschinen (u.a. Fendt, Massey Ferguson), geb. in Köln, ging 2004 nach 7 Jahren beim Aufzughersteller Schindler und 2 Jahren beim Landmaschinenhersteller Claas für die neue Aufgabe bei Agco in die USA

Muhtar Kent (geb.1952), seit Mitte 2008 Vorstandsvorsitzender des US-Getränkekonzerns Coca Cola, in Ayvalik /Türkei geborener Amerikaner mit doppelter Staastbürgerschaft, dessen Vater, der türkische Diplomat Necdet Kent, rettete während des zweiten Weltkriegs in Marseille zahlreichen Juden das Leben; Erste Tätigkeiten für Coca Cola übernahm Muhtar  1978 in  Atlanta, 1999 übernahm er zeitweilig die Leitung der Efes Beverage Group, dem bedeutendsten Anteilseigner des Coca Cola-Konzerns in der Türkei, stieß aber im Mai 2005 wiederum zu Coca Cola und wurde 2006 Präsident und Chief Operating Officer, war damit Hauptverantwortlicher für die weltweiten operativen Aktivitäten des größten Getränkeherstellers der Welt

Kin Wah Loh (geb. 1954), 2004-06 Vorstand bei Infineon, leitete die Sparte Speicherchips, geb. in Perak/ Malaysia, Studium in Kuala Lumpur, kam 1978 als Student nach Regensburg, danach Studium in England, arbeitete in den 1990er-Jahren bei Siemens und wechselte von dort zu Infineon, danach von Mai 2005 – August 2009 Präsident und CEO von Qimonda, ehe er 2010 nach Hongkong, danach in die Niederlande und weiter nach China ging

Charles Kushner (geb. 1954), CEO von Kushner Companies, Sohn von jüd. Holocaust-Überlebenden, die 1949 aus Polen nach New Jersey/ USA kamen, sein Vater war Bauarbeiter, der dann auch Bauherr und Immobilieninvestor wurde, Charles übernahm die Firma, die nach einer Verurteilung wg. Steuerhinterziehung 2005 von seinem Sohn Jared fortgeführt wurde (siehe unten)

Manny Fontenla-Novoa (geb. 1954), Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook AG (seit ende 2006), vorher Vorstandsvorsitzender/CEO der Thomas Cook UK (seit 2003), geb. in Galizien/Spanien, kam im Alter von 11 Jahren mit seinen Eltern nach Großbritannien

Reto Francioni (geb. 1955), Schweizer Jurist, geb. in Zürich/ Schweiz, arbeitete für versch. Finanzdienstleister in der Schweiz und den USA, stieg 1993 als Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse und Vorstandsmitglied bei der Deutschen Börse AG ein, seit Oktober 2005 deren Vorstandsvorsitzender

Indra Krishnamurthy Nooyi (geb. 1955), US-amerikanische Unternehmerin, CEO von PepsiCo, geb. in Madras/ Indien, Studium in Madras und Kalkutta, danach in Yale/ USA, 1980-1986 bei der Boston Consulting Group, 1986-1990 bei Motorola, wo sie Vizepräsidentin und Direktorin für Unternehmensstrategie und Planung wurde, 1990 bei Asea Brown Boveri Senior Vice President für Strategie und strategisches Marketing, 1994 kam sie als Senior Vice President für Strategische Planung zu Pepsi Cola, wurde 1996 Senior Vice President für Unternehmensstrategie und -entwicklung. ab Febr. 2000 Senior Vice President von Pepsi, ab Mai 2001 Chief Financial Officer sowie ab Okt. 2006 CEO des Unternehmens (fünfter CEO in der Geschichte von PepsiCo), lebt in Greenwich/ Connecticut

Nelly Kostadinova (geb. 1955), Chefin der Übersetzer- und Dolmetschervermittlung Lingua World, geb. in Sofia/ Bulgarien, kam 1990 nach Deutschland, arbeitete als Journalistin und Dolmetscherin in Köln, gründete 1997 Lingua World mit heute 10 Büros in Deutschland und 40 Mitarbeitern, vermittelt weltweit mehr als 10.000 Übersetzer und Dolmetscher für über 180 Sprachen

Isak Andic (geb. 1955), Gründer und Haupteigentümer der Modekette Mango, geb. in Istanbul, kam 1958 mit seinen Eltern nach Barcelona/ Spanien, wo er mit 17 seine ersten bestickten Blusen aus der Türkei verkaufte, 1984 Aufbau der ersten Boutique – heute gibt es 2.500 Läden in 109 Ländern

Alain Caparros (geb. 1956), frz. Manager, geb. in Tiaret/ Algerien, studierte bis 1981 BWL in Saarbrücken und Metz, war bis 1994 bei der Groupe Yves Rocher angestellt, zuletzt ab 1991 als Vizepräsident, danach bis 1999 Generaldirektor von Aldi Frankreich, ab 1999 Vorstandsvorsitzender von Aldi Service Plus, ab 2000 zugleich in der Geschäftsführung des Schweizer ASP-Gesellschafters Bon appetit Group tätig (zuletzt deren CEO), die 2003 von der Rewe Group übernommen wurde, seit 2004 Mitglied der REWE-Unternehmensleitung in Köln, seit 2006 Vorstandsvorsitzender der REWE Group, wurde im Oktober 2010 von der Berggruen Holding in den Aufsichtsrat von Karstadt berufen und zum Vorsitzenden desselben gewählt, trat im April 2011 von diesem Posten zurück

Eike Fuhrken Batista (geb. 1956) , deutsch-brasilianischer Unternehmer, Magnat, Eigentümer und Präsident der brasilianischen Holding EBX Group, geb. in Brasilien als Kind einer Deutschen und eines Brasilianers, lebte er mit der Familie ab dem 12. Lebensjahr in Genf, Düsseldorf und Brüssel, studierte in Aachen, kaufte dann Goldminen und beteiligte sich in Brasilien am Öl- und Gasgeschäft, in der Energiewirtschaft, der Logistik und im Bergbau, brachte von 2004-2012 sechs Unternehmen an die Börse und wurde auf ein Vermögen von 34 Mrd. Dollar geschätzt, verlor dann aber fast sein gesamtes Vermögen (FAZ vom 14.08.13: Vom Kühnen zum Tollkühnen)

Vikram Pandit (geb. 1957), geb. in Nagpur/ Indien, ging mit 16 zum Studium in die USA, arbeitete lange als Manager bei der Investmentbank Morgan Stanley, 2005 Gründer eines Hedge-Fonds, der von der Citigroup gekauft wurde, wo er 2007 erst zum Chef der Investmentbanking-Sparte ernannt und dann zum CEO befördert wurde, im Okt. 2012 trat er im Zuge eines Skandals als CEO zurück und legte zudem sämtliche Vorstandsämter nieder

Carlos Ghosn, geb. 1957 in Brasilien als Sohn libanesischstämiger Eltern/ Schulbesuch in Beirut/Libanon und einer Eliteschule in Frankreich, startete seine Karriere 1978 bei Michelin, saniert von 1990 an das US-Geschäft, wird 1996 Vize von Renault, 1999 Wechsel zu Nissan in Tokyo, wo er 2001 zum Chef aufsteigt, übernimmt 2005/06 ausserdem noch  die Leitung von Renault in Paris und wenig später von Mitsubishi – und war damit Vorsitzender von drei Autokonzernen, bis er im Febr. 2017 den vorsitz von Nissan aufgibt

Viktor Vekselberg (geb. 1957), stammt aus Galizien, geb. als Kind einer jüdisch-ukrainischen Familie, gründete in den 1980er-Jahren mit Freunden ein erstes Unternehmen der Software-Entwicklung, ging in die Schweiz und wurde eine der reichsten Personen der Schweiz, der Großaktionär hält versch. größere Beteiligungen bei Automobilzulieferern, Textilfirmen und im russ. Energiesektor, er hält u.a. 12,5 % am Öl-Gem. Unternehmen TNK-BP, 14 % am Technologiekonzern Oerlikon, 80 % an der Renova-Gruppe,  und ist Hauptaktionär der Renova-Gruppe, lebt in Zürich

Peter Löscher (geb. 1957), österreichischer Manager, geb. in Villach/ Österreich, Studium in Wien und Hongkong, arbeitete für Kienbaum in Deutschland und war ab 1987 für zwölf Jahre im Pharmakonzern Hoechst u.a. in Spanien, Japan, Großbritannien und den USA tätig; Nach der Fusion Hoechsts mit Rhône-Poulenc zu Aventis verblieb er dort bis 2002, danach beim Pharmakonzern Amersham, der 2003 von General Electric übernommen wurde, in dessen Zentralvorstand er wechselte, 2006 wechselte er in den Vorstand des US-Pharmakonzerns Merck & Co., ehe er von Mai 2007 – Juli 2013 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG war, seit 2014 im Verwaltungsrat der Schweizer Renova Management AG, hinter welcher der Milliardär Vekselberg steht (siehe oben), lebt in München

Tuomo J. Hatakka (geb. 1957), finnischer Manager, seit 1992 an Privatisierungen in Polen beteiligt, u.a. beim Private-Equity-Fonds Enterprise Investors, dann Vorstandsvorsitzender des polnischen Kabel- und Drahtherstellers Elektrim Kable, ab 2008 Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG in Berlin

Mohamed Aly El-Erian (geb. 1958), Vorstandsvorsitzender der Pacific Investment Management Company (PIMCO), geb. In New York/ USA als Kind ägyptischer Eltern, verbrachte seine Kindheit in Ägypten, kehrte 1968 nach New York zurück, wo sein Vater bei der UNO arbeitete, Studium an den Universitäten Cambridge und  Oxford, arbeitete ab 1983 15 Jahre beim Internationalen Währungsfonds in Washington, wechselte nach 2 Jahren bei Salomon Smith Barney in London 1999 zu PIMCO, war von 2004 -2007 Geschäftsführer der Harvard Management Company, die das Stiftungsvermögen der Harvard Universität verwaltet, wechselte 2007 erneut zu PIMCO, wo er bis 2014 den Vorstandsvorsitz übernahm

Werner Vogels (geb. 1958), geb. in Amsterdam, dort Studium der Informatik, 1991-94 Forschungstätigkeit in Porto/ Portugal, von 1994-2004 an der Cornell University/ USA, wechselte 2004 zu Amazon, wo er nach wenigen Monaten zum Technologievorstand ernannt wurde

Belén Garijo Lopez (geb. 1960), spanischstämmige Managerin des Pharmakonzerns Merck, geb. in Almansa/ Spanien, arbeitete nach dem Studium in der Pharmaindustrie in Spanien und den USA, kehrte 1996 nach Spanien zurück zu Rhone Poulenc, wurde 2000 Vizepräsidentin von Aventis global in den USA, 2006 in Paris, wechselte 2011 zu Merck Serono in Darmstadt, wurde dort im Mai 2013 CEO und Vizepräsidentin, seit Januar 2015 Vorstandsmitglied

Engelbert Coster Tjeenk Willink (geb. 1960), geb. in den Niederlanden, 1978-87 Studium in Rotterdam und Florida, 1994-2012 beim Pharmahersteller Boehringer Ingelheim tätig, ab 2009 Mitglied der Unternehmensleitung, wurde im Juli 2017 als neuer Vorstandschef des 1895 gegründeten Generikaherstellers Stada in Bad Vilbel berufen – mitten im Übernahmeprozess durch den Investor AOC

Miranda Konstantinidou (geb.ca. 1960), griechische Modedesignerin, geb. in Thessaloniki, wuchs in Deutschland auf und studierte in Bologna und Trier Modedesign und Modegrafik, 1986 gründete sie die Firma Konplott, eröffnete 1996 ihren ersten Laden und beschäftigt heute weltweit rund 1.200 Mitarbeiter in über 80 eigene Geschäften, der Modeschmuck wird in mehr als 900 Läden weltweit verkauft, sie lebt und arbeitet auf Cebu/ Philippinen und in Luxemburg

Kamyar Niroumand (geb. 1960), iranischstämmiger Manager von Software-Herstellern, geb. in Teheran, Auswanderung nach Deutschland, 2005-2006 Leiter des Großkundengeschäfts von T-Systems und Geschäftsführer der T-Systems Deutschland GmbH, 2006-2009 Vorstand des zweitgrößten deutschen Softwareherstellers Beta Systems AG, verantwortlich für das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Oktober 2012 – März 2014 Vorstandschef bei der GFKL Financial Services AG

John Cryan (geb. 1960), britischer Bankmanager, geb. in Harrogate/ GB, Studium in Cambridge, 2008-11 bei UBS, 2012-15 in Singapur, seit Juli 2015 Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank

Hamid Akhavan (geb. 1961), iranischstämmiger amerikanischer Manager, geb. in Teheran/ Iran, Studium in den USA, seit 2001 bei der T-Mobile International, 2002-2009 im Vorstand, 2006-2009 Vorsitzender des Aufsichtsrats der T-Mobile Deutschland GmbH und CTO im Konzern Deutsche Telekom AG, wechselte 2009 als CEO zum Telekommunikations- und Netzwerkspezialisten Siemens Enterprise Communications (SEN), heute Unify, München

Mike (eigentl. Mihal) Lazaridis (geb. 1961), Kanadier, Gründer (1984) und Geschäftsführer von Research-in-Motion (RIM), das 1999 das drahtlose E-Mail-Gerät „Blackberry“ entwickelt, geb. als Sohn griechischer Eltern in Istanbul, die mit dem 5-jährigen nach Kanada auswandern

Kasper Rorsted (geb. 1962), Däne, seit 2005 im Vorstand der Henkel KGaA, seit 2007 stv. Geschäftsführer

Tidjane Thiam (geb. 1962), ivorisch-französischer Manager und ehemaliger Minister der Elfenbeinküste, geb. in Abidjan als Sohn eines aus dem Senegal emigrierten Journalisten und Grand Officier der Ehrenlegion, 1982-86 Studium in Paris, dann Rückkehr und 1990-2002 Tätigkeit bei McKinsey, dann polit. Laufbahn, u.a. Minister für Infrastruktur bis zum Militärputsch 1999, danach zurück zu McKinsey, dann 2006 leitende Funktion bei Aviva, 2008 Chef des brit. Versicherungsunternehmens Prudential (als erster schwarzer Vorstandschef der führenden brit. Börsenkonzerne), seit 1. Juli 2015 Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schweizer Großbank Crédit Suisse

Anshu (eigentlich Anshuman) Jain, (geb. 1963), von Mai 2012 – Juni 2015  Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, geb. in Jaipur, Rajasthan/ Indien, lebte 1975-77 in Kabul/ Afghanistan, erwarb 1985 einen MBA in Finanzen an der University of Massachussets/ USA, arbeitete als Investmentbanker bis 1995 in den USA (u.a. bei Merryll Lynch), 1995-2009 für die Deutsche Bank in London, von 2009-15 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, dankte ab nach einer Revolte der Investoren, heuerte Anfang 2017 als Präsident beim kleinen amerik. Brokerhaus Cantor Fitzgerald an

Andreas König (geb. 1964), geb. in Österreich, studierte 1984-88 in Zürich Maschinenbau, arbeitete von 1996 bis 2012 für den amerikanischen Sooftware-Anbieter NetApp in Amsterdam, wechselte 2012 zum Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom und leitete dort die IT-Sparte, machte ein einjähriges Sabbatical und ist seit Mai 2015 CEO bei der Teamviewer GmbH in Göppingen

Michael Vassiliadis (geb. 1964), seit 2004 Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), für die er in den Aufsichtsräten von Henkel, BASF, Steag und der K+S-Gruppe (Kalis+Salz) sitzt, in Dormagen aufgewachsenes Arbeiterkind, Vater Grieche und Schichtarbeiter bei Bayer, die deutsche Mutter Hausfrau

Karim Michel Sabbagh (geb. 1964), seit 2011 Mitglied des Verwaltungsrats, seit 2014 Vorstandsvorsitzender des luxemburg. Satellitenbetreibers SES, ist kanadischer und libanesischer Staatsbürger, hat in Beirut/ Libanon und New Mexico/ USA studiert und arbeitete zuletzt 15 Jahre in Dubai/ V.A.E.

Asoka Wöhrmann, geb. 1965 in Sri Lanka, Anlagechef der DWS, wurde als 12jähriger aufgrund von Unruhen durch seine Eltern zur Ausbildung nach Deutschland geschickt, lebte in Herford und nahm den Nachnamen seiner Gastmutter an, ging 1993 als wiss. Mitarbeiter an die Uni Magdeburg, kam 1998 zur Deutsche-Bank-Tochter DWS (Deutschlands größter Fondsgesellschaft), seit Sept. 2012 Co-Chief Investment Officer der Deutsche Asset Management

Jim Hagemann Snabe (geb. 1965), dänischer Manager, geb. in Egedal/ Dänemark, zog im Alter von 2 Jahren mit seinen Eltern für 7 Jahre in die grönländische Hauptstadt Nuuk, wo sein Vater als Hubschrauberpilot arbeitete, studierte 1984-1990 in Aarhus, begann 1990 seine Karriere bei der SAP AG in Walldorf/ Deutschland, wechselte 1994 zu IBM Dänemark, kehrte 1996 zur SAP zurück, seit Juli 2008 im Vorstand, seit Februar 2010 gem. mit Bill McDermott Vorstandssprecher der SAP AG

Marwan Lahoud, geb. 1966 in Beirut/ Libanon, seit Juni 2007 Strategie- und Marketingmanager der European Aeronautic Defence and Space Company EADS , kam mit 16 Jahren nach Frankreich

Peter Thiel, geb. 1967 in Frankfurt/Main, US-amerik. Investor dtsch. Herkunft, wanderte im Alter von 1 Jahr mit seinen Eltern nach Cleveland/ USA aus, Mitbegründer des Internetbezahldienstes Paypal, des Hedgefonds Clarium und erster Finanzier von Faceboo

Verona Pooth (geb. 1968), Vorstandsvorsitzende der Verona Dream AG, geb. in Bolivien unter dem Namen Feldbusch als Tochter einer Bolivianerin und eines Deutschen, Umzug als Kind nach Hamburg, die Heimatstadt des Vaters; arbeitete nach ihrer Wahl zur Miss Germany 1993 als Model, später als TV-Moderatorin

Amir Kassaei (geb. 1968 in Teheran/Iran), iranisch-österreichischer Werbetreibender, wurde im Irak-Iran-Krieg gezwungen, als Kindersoldat zu kämpfen, floh über die Türkei nach Österreich, beantragte Asyl und nahm die österreichische Staastbürgerschaft an, studierte in Paris, wurde Controller bei L’Oreal, wechselte als Texter zur Agentur Springer & Jacoby, wurde deren Executive Creative Director, war Vorstandssprecher des Werbeverbands Art Directors Club Deutschland, wechselte dann zur Werbeagentur Doyle Dane Bernbach Group (DBB) und wurde deren internationaler Kreativchef

Jerry Yang Chih-Yuan (geb. 1968), geb. in Taipeh/ Taiwan, kam mit Mutter und Bruder als Halbwaise im Alter von 10 J. nach San Jose/USA, 1995 Mitbegründer und 1996 sowie 2007-08 Vorstandsvorsitzender des Internet-Konzerns Yahoo, lebt in San Francisco

Luisa Deplazes Delgado (geb. 1969), Schweizerin, Studium der Rechtswissenschaften in Genf und London, über 20 Jahre bei Procter & Gamble in Portugal, Grossbritannien, Belgien und der Schweitz , zuletzt als Geschäftsführerin für P&G Nordic in Stockholm/ Schweden, 2012-14 Personalvorstand und Arbeitsdirektorin bei SAP in Walldorf/ Deutschland

Zhengrong Liu (geb.1969), gebürtiger Chinese, kam 1990 zum Studium nach Köln, war 1998-2001 Head of Human Ressources bei der Bayer AG, 2002-04 bei Bayer China, wurde 2004 Personalleiter bei der Lanxess AG, wechselte im Oktober 2013 zur Beiersdorf AG und ist dort seit Juli 2014 Personalvorstand und Arbeitsdirektor

Elon Musk (geb. 1971), US-amerikanischer Unternehmer, geb. in Pretoria/ Südafrika als Kind eines Südafrikaners und einer Kanadierin, wanderte erst nach Kanada aus, dann in die USA, Mitbegründer des Internet-Bezahldienstes XCom, der mit Paypal fusionierte, was ihn reich machte – mit dem hier verdienten Geld finanzierte er die Gründung dreier Unternehmen: des Solarstromunternehmens SolarCity, des Elektroautoherstellers Tesla Motors und des priv. Raumfahrtunternehmens SpaceX

Hamdi Ulukaya (geb. 1972), kurdisch-türkisch-amerik. Unternehmer, Gründer und CEO von Chobani, der erfolgreichsten „griechischen“ Joghurtmarke in den USA, geb. als Sohn von Joghurtherstellern in einem kleinen türkischen Dorf am Euphrat in der Provinz Erzincan, studierte in Ankara, wanderte 1994 nach New York/ USA aus, übernahm 2005 eine Joghurtproduktionsstätte, um „griechischen“ Joghurt zu produzieren, der deutlich cremiger und weniger süss ist, als die gängigen amerik. Sorten

Sergey Brin (russ.: Sergej Michajlovič Brin, geb. 1973) US-amerikanischer Informatiker und Unternehmer, geb. in Moskau als Kind von Eltern jüdischer Abstammung, was ihnen eine akademische Karriere erschwerte, daher stellte die Familie 1978 einen Ausreiseantrag, 1979 verließ sie die Sowjetunion in Richtung USA, studierte an den Universitäten Maryland und Stanford Mathematik und Informatik, entwickelte zusammen mit Larry Page die Suchmaschine Google, dessen Prototyp 1998 gestartet wurde, durch den Börsengang der Firma wurde er zum Multimilliardär, heute ist er CTO des Unternehmens Alphabet Inc.

Jared Kushner (geb. 1981), CEO der Kushner Companies, Enkel von jüd. Holocaust-Überlebenden, die 1949 aus Polen nach New Jersey/ USA kamen, Studium in Harvard und New York, kaufte im Alter von 25 Jahren den New York Observer und übernahm 2005 den Immobilienkonzern Kushner Companies seines wg. Steuerhinterziehung verurteilten Vaters Charles (siehe oben), 2009 Heirat mit Ivanka Trump
https://en.wikipedia.org/wiki/Jared_Kushner

Weitere (noch zu recherchieren): Metin Colpan, Qiagen Dejan Ilic, Varta Microbattery GmbH, Ellwangen Zhengrou Lin, Personalchef der Chemiefirma Lanxess (gehörte bis 204 zu BAYER), Chinese, kam 1990 erstmals zum Studium in Köln nach Deutschland, Klaus Kleinfeld, Vorstand für das operative Geschäft (Chief Operating Officer) von Alcoa (Aluminium) in New York Bernd Chorengel, leitet seit 1984 die Hotelgruppe Hyatt International Wolf Hengst, leitete bis Anfang 2007 die kanadische Hotelkette Four seasons Philipp Justus, leitet seit Anfang 2007 das amerikanische Auktionsgeschäft von EBAY in San José Hans-Paul Brückner, stammt aus dem ostfriesischen Varel, CEO der Boston Consulting Group seit 2003 (als erster Nicht-Amerikaner) Beatrice Weder di Mauro, Mitglied des Sachverständigenrats

Quelle des Fotos von Carlos Slim

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: