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Kaiser, König/innen, Präsident/innen und Minister/innen mit Migrationshintergrund

August 11, 2011

Cecile Kyenge_A

Aydan Özoguz_448

Foto oben: Cecile Kyenge (geb. 1964), Integrationsministerin von Italien seit April 2013; Foto unten: Aydan Özoguz (geb. 1967), Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration seit Dez. 2013 

Die Liste enthält keine Kolonialbeamte, mit Ausnahme von Félix Adolphe Éboué (1884-1944):

Name (Lebensdaten), Amt, Migrationshintergrund

  • Josef (Sohn Jakobs) bzw. arab. Yusuf, Stv. des Pharao, gemäß Josefserzählung (Gen 37, ff bzw. 12. Sure des Koran) geb. in Harran/ heutige Türkei als einer der zwei Söhne, die Jakob mit Rachel bekommt, wird dessen Lieblingssohn, worauf ihn die eifersüchtigen Halbbrüder an ismailitische Sklavenhändler verkaufen, welche ihn wiederum an Potifar, den Kämmerer des Pharao in Ägypten verkaufen, deutet die Träume des Pharao und rät ihm, die folgenden 7 reichen Jahre zur Voratshaltung für die anstehenden 7 dürren Jahre zu nutzen und wird zum Dank zu dessen Stellvertreter und oberstem Verwalter ernannt
  • Konstantin der Große (zw. 270 und 288-337), römischer Kaiser, geb. in Naissos, heute Nis/ Serbien, wurde 306 in York nach dem Tod des Vaters von den Soldaten zum Kaiser ausgerufen, was zunächst nicht allg. anerkannt wurde, wählte als eine Art Regionalkaiser des Nordwestens des röm. Reiches Trier als Residenz, ab 312 nach Schlacht bei Rom weström. Kaiser, ging 316 nach Rom, ab 324 Alleinherrscher, ab 330 in Konstantinopel/ heute Istanbul, starb 337 bei Izmit/ heute Türkei
  • Heilige Katharina (1207-1231), Landgräfin von Thüringen, geb. in Sáro Spatak/ Ungarn als Tochter des Königs Andreas II, kam im Alter von vier Jahren nach Thüringen, weil eine Fürstenkoalition ihre Verlobung forderte (1221, mit 14 Jahren Heirat), kümmerte sich nach dem Tod ihres Mannes um die Armen und Siechen, siedelte nach Marburg über und gründete dort 1228 ein Hospital, schon 1235 heilig gesprochen
  • Katharina von Aragonien (1485-1536), Königin von England (1509-1533), geb. in Alcala de Henares/ Spanien, heiratete nach dem Tod ihres ersten Gatten Arthur Tudor (1502) dessen jüngeren Bruder Heinrich VIII., der dann ab 1526 die Annullierung der Ehe betrieb und sie 1533 ohne päpstliche Zustimmung löste (Anlass zur Trennung Englands von der römischen Kirche)
  • Bona Sforza (1494-1557) Königsgemahlin bzw. Königin von Polen, geb. in Vigevano/ Italien als Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Sforza, seit 1524 Herzogin von Bari und Fürstin von Rossano und ab 1518 durch Heirat Königin von Polen und Großfürstin von Litauen, lebte in Krakau/ Polen, zog nach dem Tod ihres Gemahls 1548 nach Warschau um, kehrte1556 nach Italien zurück, wo sie 1557 im Auftrag von König Philipp von Spanien in Bari vergiftet wurde
  • Caterina de Medici (1519 – 1589), Königin von Frankreich, geb. als Prinzessin in Florenz wurde sie ab 1547 durch Heirat mit Heinrich II Königin und später auch Regentin für ihre minderjährigen Söhne, befahl  in der sog. Bartholomäusnacht, tausende Hugenotten zu ermorden, als Folge kam es in Frankreich zu Pogromen gegen Protestanten, starb in Blois
  • Jules Mazarin (eigentlich Giulio Mazarini, 1602 – 1661), Diplomat, Kardinal und regierender Minister Frankreichs, geb. in Pescina/ Italien, seit 1659 Herzog von Nevers und rethel, von 1642 – 1661 regierender Minister Frankreichs, auch „graue Eminenz“ genannt (in Anlehnung an die „rote Eminenz“ Kardinal Richelieu), weil er neben dem König der eigentliche Herrscher war, starb in Vincennes
  • Katharina II. die Große/ Jekaterina II. Alexejewna (eigentl. Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst, 1729-96), Kaiserin von Russland (1762-96), geb. in Stettin, seit 1745 mit dem russ. Thronfolger, dem späteren Kaiser Peter III., verheiratet, den sie 1762 stürzen und sich zur Kaiserin ausrufen ließ, gestorben in Zarskoje Selo
  • Maria Fjodorowna (geb. als Sophie Dorothee Auguste Luise Prinzessin von Württemberg, 1759-1828), geb. in Stettin, heiratete 1776 den russischen Thtonfolger Paul, herrschte ab 1796 als Kaisergattin und nach dessen Tod als Kaisermutter, starb in Pawlowsk
  • Mehmed Ali (Arab. Muhammad Ali) (1769-1849), geb. in Kavala/ Mazedonien, kam 1801 als Offizier im Kampf gegen Frankreich nach Ägypten, Statthalter des osmanischen Sultans, Vizekönig/Ägypten (1805-1848)
  • Napoleon Bonaparte (eigentlich Napoleone di Buonaparte, 1769 – 1821), frz. Kaiser (1804-14) wurde in Ajaccio/ Korsika als Sohn eines Advokaten geboren, erst 1768, hatte die italienische Republik Genua dem Königreich Frankreich die Souveränitätsrechte über Korsika abgetreten, als Kind erlebte Napoleon, wie die Freiheit der Korsen durch den französischen Absolutismus unterdrückt wurde, seine Muttersprache war italienisch, erst mit neun lernte er in einer Schule im Burgund (Frankreich) französisch und wechselte 1784 auf die École militaire in Paris, starb von den Engländern verbannt auf St. Helena im Süd-Atlantik
  • Jérôme Bonaparte (1784-1860), König von Westphalen 1807-1813, in Kassel residierend, geb. in Ajaccio als jüngster Bruder Napoleons, floh nach der Völkerschlacht von Leipzig 1813 zurück nach Paris, nach Waterloo 1815 ging er nach Österreich ins Exil, später nach Triest, starb im Schloss Vilgénis bei Paris
  • Napoleon III (1808-1873), als Neffe von Napoleon Bonaparte geb. in Paris, wurde mit der Familie 1815 des Landes verwiesen, längere Flucht durch Frankreich und die Schweiz, dann in Konstanz und dem nahen Schloss Arenenberg (Schweiz) heimisch geworden; versucht 1836 einen Putsch, wird des Landes verwiesen, geht in die USA und später nach England, 1840 zurück, Putschversuch, danach 1846 Flucht nach London; wurde 1848 Präsident der 2. Republik, putscht 1851, Wiedererrichtung des Kaiserreiches ab 1852; nach Niederlage gegen Preußen 1870 in Kassel interniert, danach Exil in Chislehurst bei London, stirbt dort
  • Carl Schurz, auch Karl Schurz, (1829-1906) geb. in Liblar, Preußische Rheinprovinz, war Ende der 1840er Jahre ein radikaldemokratischer deutscher Revolutionär und nach seiner Auswanderung in die USA ab 1852 US-amerikanischer Politiker, der von 1877-1881 unter der Präsidentschaft von Rutherford B. Hayes das Amt des Innenministers inne hatte, starb in New York
  • Leon Gambetta (1838 – 1882), frz. Staatsmann der Dritten Republik, war ab 1870 deren erster Innenminister, Premierminister 1881-82, geb. in Cahors als Sohn eines nach Frankreich eingewanderten genuesischen Kaufmanns und einer gascognischen Mutter
  • Theodore Roosevelt (1858-1919), amtierte von 1901-09 als 26. Präsident der Vereinigten Staaten, geb. in New York als Sohn eines international tätigen Geschäftsmannes niederländischer Herkunft
  • Großherzogin Maria Anna (1861-1942), geb. im Schloss Brombach an der Tauber als Tochter des verbannten Ex-Königs von Portugal, Dom Miguel von Braganca, und der bayrischen Prinzessin Adelheid von Löwenstein, nach dem Tod des Vaters zieht die Familie 1866 nach Metz, kehrt während des Dt.-Frz. Krieges 1870 nach Brombach zurück, sie besucht eine Klosterschule bei Mainz; heiratet den Erbprinzen Wilhelm von Nassau, sie ziehen nach Luxemburg, 1908 wird sie Statthalterin und dann – als der Großherzog nicht mehr regierungsfähig ist – Regentin bis zur Volljährigkeit ihrer Tochter Marie-Adelheid 1912, durch den 1.Weltkrieg kommt es zu einem Thronwechsel: Charlotte wird Großherzogin; MariaAnna  zieht nach Hohenberg in Bayern, flieht 1939 zurück nach Luxemburg und 1940 ins Exil nach Portugal, stirbt in New York
  • Mohandas Karamchand Gandhi (1869-1948), Führer der indischen Nationalisten gegen die brit. Kolonialherren (hatte zwar nie ein Amt inne, soll hier wg. seiner Bedeutung dennoch genannt werden), geb. in Porbandar/ Indien, 1888-91 Studium in London, Rückkehr als Rechtsanwalt, 1893 nahm er eine Arbeit als Handelsvertreter in Pretoria/ Südafrika an, blieb dort 21 Jahre, Rückkehr 1914, 1942-44 in einem brit. Kolonialgefängnis, führte danach Indien zur Unabhängigkeit, ermordet von einem Hindu-Extremisten
  • Wladimir Iljitsch Lenin (seit etwa 1901 polit. Deckname von W.I. Uljanow, 1870-1924), Begründer und erster Regierungschef der Sowjetunion 1917-1924, nahm während des Studiums Verbindung zur revolutionären Bewegung auf, wurde 1895 verhaftet, 1897-1900 nach Sibirien verbannt, seit 1900 in der Emigration in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz, während der Revolution von 1905-1907 wieder in Russland, ging er nach deren Scheitern bis 1917 erneut in die Emigration u.a. in Genf, Paris, Krakau, Bern und Zürich, gelangte mit Hilfe der dtsch. Regierung von der Schweiz über Deutschland, Schweden und Finnland, nach gescheitertem Aufstand erneut Flucht nach Finnland zurück, dann nach erfolgreicher Revolution 1917 Regierungschef
  • Chaim Weizmann (1874-1952), erster Präsident (1949-1952) Israels, geb. in Motöl/ Weissrussland, seit 1903 Professor in Manchester, gründete 1918 in Jerusalem die Hebräische Universität
  • Lew (Leo) Dawidowiscth Trotzki (seit 1902 Deckname für Leib Bronschtein, 1879-1940), Volkskommissar für Verteidigung (1917-1924) der Sowjetunion, geb. in Russland, gehörte seit 1903 den Menschewiki an, ab 1907 Journalist in Wien, Zürich, Paris und den USA, kehrte 1917 nach Russland zurück und schloss sich den Bolschewiken an, führend an Oktoberrevolution beteiligt unterlag er nach Lenins Tod 1924 im Machtkampf Stalin, der ihn 1928 nach Kasachstan verbannte und 1929 ausweisen ließ, wirkte im Exil gegen den Stalinismus, u.a. 1937 Emigration nach Mexiko, wo er später ermordet wurde
  • Arturo Alessandri Palma (1868-1950), Staatspräsident Chiles (1922-1925 und 1932-1938), geb. als Kind italienischer Einwanderer auf dem Gut Longaví in der Provinz Linares/ Chile, nach Abdankung im Exil in Europa  (sein Sohn Jorge Alessandri wurde 1958 Präsident), starb in Santiago de Chile
  • Ahmad Qavam (1873-1955), geb. in Teheran als Sohn einer Familie, die bereits 4 Premierminister hervorgebracht hatte, wurde 1911 Innenminister, 1921 Premierminister, 1922 erneut, nach dem von den Briten erzwungenen Rücktritt Reza Schahs wurde er unter Mohammad Reza Schah 1942 erneut für 5 Monate Premierminister,sowie 1946 im Kontext einer russ. Besetzung, ging nach seinem erneuten Rücktritt für 5 Jahre nach Paris, ehe er unter der Mossadegh-Regierung erneut zum Premierminister ernannt wurde, blieb aber nur 6 Tage im Amt, ehe Mossadegh nach gewalttätigen Ausschreitungen ins Amt zurückkehrte, starb in Teheran
  • Mustafa Kemal, genannt Atatürk (1881-1938), Begründer und erster Präsident der Republik Türkei, geb. in Thessaloniki (damals osmanisches Reich, heute Griechenland). Ausbildung ab 1896 im westmazedonischen Manastır (heute Bitola), ab 1899 in Istanbul, starb dort
  • Félix Adolphe Éboué (1884-1944), schwarzer französischer Gouverneur von Guadeloupe, geb. in Cayenne/ Französisch Guayana als Enkel von Sklaven, besuchte in Bordeaux/ Frankreich die Schule und wurde Kolonialbeamter in Oubangui-Chari, nach 20 Jahren in Martinique, wurde 1936 als erster Schwarzer im französischen Kolonialsystem zum Gouverneur von Guadeloupe ernannt, ging 1939 in den Tschad und war von 1940-44 Gouverneur der Region, starb in Kairo, seine Asche wurde in den Panthéon in Paris transferiert (als erster schwarzer Franzose)
  • Isaac Ben Zwi (1884-1963), Staatspräsident (1952-1963) Israels, geb. in Poltawa/ Ukraine, ab 1907 als Lehrer in Palästina
  • Robert Schuman (1886-1963), dt.-frz. Staatsmann, war frz. Finanzminister (1946), Ministerpräsident (1947), Außenminister (1948-52), Justizminister (1955) sowie Präsident des Europäischen Parlaments (1958), geb. in Luxemburg galt er durch die dt. Reichszugehörigkeit der Eltern als Deutscher, studierte in Bonn, München, Berlin, Straßburg und Metz, wurde dort 1912 Rechtsanwalt und nahm nach der Rückgabe von Elsaß-Lothringen 1919 die frz. Staatsangehörigkeit an, starb in Scy-Chazelles
  • David Ben Gurion (eigentl. D. Gruen, 1886-1973), war Chef der provisorischen Regierung  (1948-1949) und rief 1948 den Staat Israel aus, Verteidigungsminister und Ministerpräsident (1948-1953 und erneut 1955-1963), geb. in Plonsk/ Polen, Studium in Istanbul, ab 1906 als Landarbeiter in Palästina, organisierte die Einwanderung jüdischer Flüchtlinge aus Europa, wurde deshalb im 1. Weltkrieg durch das Osmanische Reich exiliert, ging in die USA und kam 1920 nach Palästina zurück
  • Adolf Hitler (1889-1945), Reichskanzler von Deutschland (1933-1945), geb. in Braunau am Inn/ Österreich als Sohn eines Zollbeamten, ging 1913 nach München und wurde 1932 eingebürgert, Tod durch Suizid
  • Charlotte von Luxemburg (1886 – 1985), Großherzogin von Luxemburg, ging mit der Familie im Mai 1940 vor Einmarsch der dt. Truppen ins Exil: erst ins Perigord (Frankreich), dann über Spanien nach Portugal und erreicht im August 1940 London, wo sie sich nach Aufenthalten in den USA und Kanada ab 1943 niederläßt und über BBC Ansprachen an die Luxemburger richtet, kehrt als Symbolfigur der Resistance 1945 zurück und regiert bis 1964
  • Salman Schasar (1889-1974), Erziehungsminister (1949-1950) und Staatspräsident (1963-1973) Israels, geb. bei Minsk/ Weissrusssland, kam 1924 nach Palästina
  • Hồ Chí Minh (1890-1969, eigentl. Nyguen That Thanh), Premierminister (1945–1955) und Präsident (1955–1969) der Demokratischen Republik Vietnam, geb. in Ba Vi/ Vietnam, Schulbesuch in Saigon, arbeitete bis in den 1. Weltkrieg in versch. Berufen, die ihn nach Amerika, Afrika, Großbritannien und Frankreich brachten, Mitbegründer der KP Frankreichs 1921 im Exil in Paris, Aufenthalt in Moskau und China, nach 1927 wieder in Europa, u.a. in Berlin Neukölln, dann in Thailand und China ab 1945 aktiv im Unabhängigkeitskampf, starb in Ba Vi
  • Charles de Gaulle (1890-1970), geb. in Lille, ab 1912 in der Armee, 1916-18 in dtsch. Kriegsgefangenschaft, 1919-20 als Militärausbilder in Polen, 1929-31 im Libanon, ging 1940 ins Exil nach England, organisierte von dort und später von Algiers aus den Widerstand gegen die Besatzung, 1944-46 Präsident der provisor. Regierung, 1959-1969 frz. Präsident, starb in Colombey-les-Deux-Églises
  • Zita Maria delle Grazie von Bourbon-Parma (1892-1989) geb. in Camaiore/ Italien als Tochter von Robert von Parma und der Infantin Maria Antonia von Portugal, lernte bei einem Kuraufenthalt im böhmischen Franzensbad den späteren Thronfolger Karl I. kennen, wurde 1911 dessen Ehefrau, der nach dem Mord an Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo zum Thronfolger und nach dem Tod von Franz Joseph 1916 Kaiser wurde. So war Zita von 1916-18 die letzte Kaiserin von Österreich und bis 1921 Apostolische Königin von Ungarn, ging 1919 ins Exil in die schweiz und nach dem Scheitern des Restaurationsversuchs in Ungarn 1921 auf Madeira, zog nach demTod ihres Mannes 1922 ins Baskenland und 1929 nach Löwen/ Belgien, zum Kreigsausbruch 1940 floh sie nach Spanien und Portugal und von dort nach New York, 1953 Rückkehr nach Europa nach Luxemburg und 1962 nach Zizers/ Schweiz, starb dort
  • Golda Meir (früher Meyerson, 1898-1978), Ministerin für Arbeit und soziale Sicherheit (1949-1956), Außenministerin (1956-1965) und Ministerpräsidentin Israels (1969-1974), geb. in Kiew/Ukraine, lebte seit 1906 in den USA, ging 1921 nach Palästina
  • Ayatollah Khomeini (eigentl. Ruhollah Mussawi Hendi, 1900-1989), Präsident der Islamischen Republik Iran (1979-1989), ging 1963 ins Exil: erst in die Türkei, dann in den Irak, nach Ausweisung von dort von 1978 – 1979 in Frankreich, 1979 Rückkehr in den Iran, starb in Teheran
  • Mahdi Bazargan (1908-1995), erster Iran. Premierminister nach der Islam. Revolution, geb. in Teheran, in den 1930er-Jahren Studium in Paris, danach Soldat in der frz. Armee im Kampf gegen Nazi-Deutschland, Rückkehr Ende der 1940er-Jahre, vom 4. Februar bis 4. November 1979 Iran. Premierminister, starb in Zürich auf einer Reise in die USA
  • Theodor („Teddy“) Kollek (1911-2007), 28 Jahre Oberbürgermeister von Jerusalem (1965-1993), geb. nahe Budapest/Österreich-Ungarn als Sohn eines Bankiers, wuchs in Wien auf, wanderte mit der Familie 1935 nach Palästina aus, organisierte während des 2. Weltkriegs von London aus Rettungsaktionen für Juden in Deutschland und der Tschechoslowakei, ab 1940 enge Zusammenarbeit mit Ben Gurion (s.o.) in London, 1950-1952 israelischer Botschafter in den USA, von 1952-1964 Leiter des Büros von Ben Gurion in Israel
  • János Kádár (geb. János Czermanik, später Csermanek, 1912-1989), ungarischer kommunistischer Politiker, von 1956-1988 Erster bzw. Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, 1956-1958 und 1961-1965 zudem ungar. Ministerpräsidenten, geb. in Fiume/ Rijeka (heute Kroatien) als unehel. Sohn einer Mutter slowakisch-ungarischer Abstammung, ging früh nach Ungarn, starb in Budapest
  • Alfredo Stroessner (1912 – 2006), Präsident/ Diktator von Paraguay (1954 – 1989), Vater wanderte 1898 aus Deutschland aus
  • Menachem Begin (1913-1992), Ministerpräsident (1977-1983) Israels, geb. in Brest/Weissrussland, aktiv in jüdischen Organisationen in Tschechien (1936) und Polen (1939), kam in ein sibirisches Arbeitslager (1940-1941), kam 1942 mit der polnischen Armee nach Palästina, führte 1943-1948 die terroristische jüdische Untergrundorganisation Irgun Zwai Leumi, Friedensnobelpreis mit Anwar el-Sadat (1978)
  • Willy Brandt (1913-1992, eigentl. Herbert Ernst Karl Frahm), geb. in Lübeck, emigrierte 1933 nach Norwegen, nach Ausbürgerung in Deutschland (1938-1947) norwegischer Bürger, ging 1940 nach Schweden, arbeitete 1945-1947 als Korrespondent skandinavischer Zeitungen in Deutschland, ließ sich unter seinem Pseudonym Brandt 1947 wieder in Deutschland einbürgern, Regierender Bürgermeister von Berlin (1957-1966), Kanzlerkandidat 1961 und 1965, Vizekanzler und Außenminister (1966-1969), Bundeskanzler (1969-1974) Deutschlands, starb in Unkel (Friedensnobelpreis 1971)
  • Ephraim Katziv (eigentl. Katchalski, geb. 1916), Staatspräsident (1973-78) von Israel, geb. in Kiew/ Ukraine
  • Ahmed Ben Bella (geb. 1916), Ministerpräsident (ab 1962) und Staatspräsident (1963-1965) Algeriens, geb. in Algerien, wegen führender Rolle im Aufstand gegen die franz. Kolonialherren 1956-1962 in franz. Haft, von 1979-1990 im franz. Exil, danach Rückkehr
  • Andreas Papandreou (1919-1996), Ministerpräsident Griechenlands (1981-89 sowie 1993-96), geb. auf Chios als ältester Sohn des früheren griech. Min.präs. Georgios P., kämpfte 1936-1940 gegen die Militärdiktatur, wurde verfolgt und 1939 verhaftet, konnte aber 1940 ins amerik. Exil fliehen, erwarb dort die amerik. Staatsbürgerschaft und wurde nach seiner Rückkehr in Griechenland Ministerpäsident, starb 1996 in Athen
  • Spiro Theodore Agnew (griech. Σπύρος Θεόδωρος Αναγνωστόπουλος, 1918-1996), Gouverneur von Maryland 1967-68, Vizepräsident der USA unter Nixon 1969-73, geb. in Baltimore/ USA als Sohn eines griech. Vaters, starb in Berlin, Maryland/ USA
  • Władysław Bartoszewski (1922-2015), polnischer Historiker, Publizist und Politiker, geb. in Warschau, interniert im KZ Auschwitz, wurde in den 1980er-Jahren als wichtiger Kopf der kath. Opposition ins Exil gedrängt, war Professor in München und Augsburg sowie 1990-95 poln. Diplomat in Wien, wurde nach dem Ende des Kommunismus zweimalig zum polnischen Außenminister ernannt (1995 und 200-01), starb in Warschau
  • Henry Kissinger (geb. 1923), zeitweilig Berater der Präsidenten Kennedy und Johnson, Sicherheitsberater der Präsidenten Nixon und Ford, Außenminister (1973-1977) der USA, geb. in Fürth/Deutschland, emigrierte 1938 mit seinen Eltern in die USA, Friedens-Nobelpreis 1973
  • Ernesto (genannt Ché) Guévara Serna (1923 -1967),  Industrieminister von Kuba (1961-1965), geb. in Rosario/ Argentinien, beteiligte sich als Guerillaführer am Aufstand um Fidel Castro g egen die Herrschaft von Batista auf Kuba, versuchte ab 1966 in Bolivien eine revlutionäre Bewegung aufzubauen, wurde aber gefangen genommen und in La Higuera/ Bolivien erschossen
  • Schimon Peres (ursrüngl. Szymon Perske, 1923-2016), Staatspräsident (seit 2007), Ministerpräsident (1984-1986 und 1995-1996) stellvertretender Regierungschef und Außenminister (2001 bis 2002) und Vize-Ministerpräsident (2005-2007), geb. im damals polnischen, heute weissrussischen Wischnewa, wanderte 1934 mit seiner Familie nach Palästina aus, Friedensnobelpreis mit Itzhak Rabin und Yassir Arafat 1994, starb in Tel Aviv
  • Ernesto Cardenal Martínez (geb. 1925), nicaraguanischer suspendierter kath. Priester, sozialist. Politiker und Dichter, 1979 bis 1987 Kulturminister der Sandinisten, geb. in Granada/ Nicaragua als Kind einer reichen Familie span. Herkunft, 1942-46 Studium in Mexiko-Stadt, dann bis 1949 in New York, Reisen durch Europa, nach Kampf gegen die Diktatur Somozas musste er 1956 das Land verlassen, ging 2 Jahre in ein Kloster in die USA, Studium in Mexiko und Kolumbien wurde zu einem der bekanntesten Vertreter der Befreiungstheologie, ging 1977 nach Costa Rica ins Exil, 1979 nach Sturz Sonmozas Rückkehr nach Nicaragua
  • Necmettin Erbakan (1926-2011), Vize-Premier (1974) und Premierminister/Türkei (1996), ab 1951 Studium und Promotion an der TH Aachen, danach in Deutschland als Forscher und Ingenieur im Maschinenbauunternehmen Deutz, Mitarbeit an der Entwicklung des Leopard-Panzers, in den 1960er-Jahren Rückkehr in die Türkei, starb dort
  • Fidel Castro (1926-2016), geb. in Bijran/ Kuba als Kind eines Zuckerrohrplantagenbesitzers, der als Soldat der spanischen Kolonialarmee und dann Emigrant aus dem galicischen Dorf San Pedro de Láncara nach Kuba kam, sowie der Tochter eines Bauern aus der kubanischen Provinz Pinar del Río, der bei Castros Vater angestellt war; wurde Revolutionär und 1959 Ministerpräsident, danach bis 2006 Staatspräsident
  • Pierre Mulele (1929-68), geb. in Kwilu/ D.R.Kongo, stand 1961 einer Rebellenregierung mit Antoine Gizenga als Premierminister vor, nachdem er unter Patrice Lumumba Bildungsminister war, nach dessen Ermordung floh er aus dem Land und ging in den Ostblock und nach China, wo er trainiert wurde, ehe 1964 beim Mai-Mai-Aufstand in Kwilu den Maoistischen Block anführte, floh nach der Niederlage nach Kongo-Brazzaville, wurde 1968 von Joseph Mobutu überredet, aus dem Exil zurückzukehren und Amnestie zu erhalten, wurde jedoch mit allen Leute, die ihn seit der Rückkehr besucht hatten, verhaftet und in Bandalungwa getötet
  • Grace Patricia Kelly (1929-1982) US-amerikanische Filmschauspielerin und Fürstin von Monaco, geb. in Philadelphia/ USA als Kind eines aus Irland stammenden Bauunternehmers und einer Mutter mit dtsch. Vorfahren, lebte in Hollywood und New York, zog 1956 nach Monaco, infolge der Hochzeit mit Fürst Rainier III. von Monaco im gleichen Jahr änderte sich ihr Name mit dem neuen Titel in Fürstin Gracia Patricia von Monaco, starb in Monaco,
  • Karolos Papoulias (geb. 1929), griech. Jurist und Politiker, geb. in Pogoniani, Studium in Athen und Mailand, fand während der Diktatur in Griechenland 1967-74 Asyl in Deutschland, promovierte in Köln, 1985-89 und 1993-96 Außenminister, seit 2005  Staatspräsident Griechenlands
  • Yassir Arafat (1929-2005), Präsident des 1988 proklamierten Staates Palästina, geb. in Kairo (nach anderen Angaben in Jerusalem), ab 1970 in Beirut, ab 1982 in Tunis, ab 1994 in Gaza, Friedensnobelpreis mit Itzhak Rabin und Simon Peres (1994), starb in Clamart/ Frankreich
  • Donald Rumsfeld (geb. 1932), Verteidigungsminister der USA (1975-1977 und 2001-2006), geboren in Chicago als Ururenkel eines aus Weyhe in Norddeutschland in die USA ausgewanderten Deutschen
  • Max Gallo (geb. 1932),  frz, Schriftsteller und Politiker, 1983 – 1984 Staatssekretär und Regierungssprecher der frz. Reg. unter Premierminister Pierre Mauroy, dann 1984 – 1994 Europa-Abgeordneter, geb. in Nizza als Sohn italienischer Einwanderer
  • Abdolhassan Banisadr (geb. 1933), erster gewählter Iran. Präsident nach der Islam. Rev. 1979, geb. in Hamadan, Studium in Paris, etwa ab 1963 erneut oder erstmals dort nach Gefängnisaufenthalt in Teheran, schloß sich dort der Iran. Exilopposition um Khomeini an, Rückkehr 1979, Präs. vom 25.01.1980 – 21.06.1981, wurde abgesetzt und floh zurück nach Paris, lebt dort
  • Mahmud Abbas (geb. 1935), seit 2004 Vorsitzender der PLO, seit 2005 Präsident der Paläst. Autonomiebehörde und seit Nov. 2008 Präsident des Staates Palästina, geb. in Safed, Galiläa, floh 1948 mit seinen Eltern nach Damaskus/ Syrien, dort Studium, ging dann nach Ägypten, später Promotion in Moskau/ UdSSR, kam in Qatar in Kontakt zum paläst. Untergrund und wurde dort 1961 einer der Gründer der PLO und der Fatah-Bewegung, Datum der Rückkehr nach Palästina (mir) unbekannt
  • Michel Aoun (geb. 1935), libanesischer Offizier und Politiker, geb. in Haret Hreik/ Großlibanon, machte Karriere in der Armee, wurde im September 1988 als General vom ausscheidenden Präsidenten Amin Gemayel zum Ministerpräsidenten bis zur Neuwahl ernannt, ging 1990 ins Exil nach Frankreich, kehrte 2005 zurück, seit dem 31. Oktober 2016 Präsident des Libanon
  • Konstantinos Simitis (geb. 1936), Ministerpräsident/ Griechenland (1996 – 2004), während des Exils in Deutschland Studium in Marburg (1954-1959), Dozent an der Universität Konstanz (1971) und Professor für Handels- und Bürgerliches Recht an der Universität zu Gießen (1971-1975)
  • Madeleine Albright (geborene Marie Jana Korbelová, geb. 1937), Außenministerin (1997-2001) der USA, geb. in Prag/Tschechien, vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten floh die jüdische Familie 1939 nach London/England und kehrte nach dem Krieg wieder nach Prag zurück; A. verbrachte auch einen Teil Ihrer Kindheit in Belgrad/Serbien, wo ihr Vater für die Tschechoslowakische Botschaft tätig war, 1948, nach dem kommunistischen Staatsstreich, ging die Familie erneut ins Exil – diesmal aber in die USA
  • Simeon Borissow Sakskoburggotski (bulgarisch Симеон Борисов Сакскобургготски; auch Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha, geb. 1937), war als Simeon II. der letzte Zar (von 1943 bis 1946) des Zarentums Bulgarien und zwischen 2001 und 2005 Ministerpräsident der Republik, geb. in Sofia als bulgarischer Thronfolger, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1943, gerade 6-jährig, den Thron; da er noch minderjährig war, führte ein dreiköpfiger Regentschaftsrat die Reg.geschäfte, doch kam nur wenige Tage später aus Deutschland der Vorschlag, Hitler zum Vormund zu machen, woraufhin es Königin Giovanna gelang, ihren Sohn über die Türkei nach Syrien zu schmuggeln, wo sie bis zum Ende des Krieges mit ihm blieb; nach dem Rückzug der Deutschen aus Bulgarien kehrten beide zurück, nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen 1944 und der Machtübernahme durch die Kommunisten blieb Simeon zunächst König, in einer Volksabstimmung 1946 entschieden sich die Bulgaren jedoch für die Republik; die Abschaffung der Monarchie zwang die königliche Familie zur Flucht, zunächst nach Ägypten, dann lebten sie in Madrid/ Spanien und schließlich in Estoril/Portugal; 1996 kehrte Simeon, nun unter seinem bürgerlichen Namen, erstmals nach fast 50-jährigem Exil nach Bulgarien zurück, 2001 gründete er die Nationale Bewegung Simeon II., die die Parlamentswahlen 2001 gewann, wodurch Sakskoburggotski Premierminister wurde, und damit der bisher einzige abgesetzte europäische Monarch der Geschichte, der in einer demokr. Wahl die politische Macht wiedererlangte (bis 2005)
  • Abdelaziz Bouteflika (geb. 1937), Präsident von Algerien (seit 1999), Kämpfer für die Unabhängigkeit von Frankreich, Außenminister 1963-1978, ging wegen einer Finanz- und Korruptionsaffäre ins Exil, kehrte Ende der 1980er-Jahre zurück
  • Karl Fürst zu Schwarzenberg (alias Karel, geb. 1937), Außenminister der Tschechei (seit 2007), geb. in Prag, 1948 nach Österreich emigrierter Erbe eines der reichsten Häuser des europäischen Hochadels, kehrte 1990 in die Tschechoslowakei zurück, arbeitete als Berater von Präsident Vaclav Havel, wurde 2004 in das zweite Haus des Parlaments gewählt
  • Alberto Kenya Fujimori (geb. 1938), Präsident/ Peru (1990 – 2000), nach offiziellen Angaben in Lima als Sohn japanischer Eltern geboren, die 1934 nach Peru gezogen waren – es wird vermutet, dass er in Japan geboren wurde, dies aber verschleierte, da er sonst nicht hätte zum peruanischen Präsidenten gewählt werden können; ferner 1964 – 1970 Studium in Frankreich und 1970 – 1984 in Kanada
  • Pedro Pablo Kuczynski Godard (geb. 1938), peruanischer Politiker und Ökonom deutscher Abstammung, der auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, geb. in Lima als Sohn eines jüdischen Mediziners, der auswandern musste ; Studium in Oxford und Princeton, arbeitete für den Internationalen Währungsfonds, für die Weltbank sowie für die peruanische Zentralbank, danach jahrelange Tätigleit als Banker und Finanzexperte in den USA, war 1980-85 peruanischer Energieminister, ab 2010 Wirtschafts- und Finanzminister, war von August 2005 bis Juli 2006 Premierminister von Peru, wurde im Juni 2016 zum Präsidenten Perus gewählt
  • John Negroponte (geb. 1939), Nationaler Geheimdienstdirektor (2005-2007) und stv. Außenminister (ab 2007) der USA, geb. in London als Sohn eines griechischen Großreeders, kam in den spätern 1950er-Jahren zu Studium in die USA und blieb, ab 1960 im State Department tätig (u.a. Botschafter in Mexiko, bei der UN und 2004 im Irak)
  • Lothar de Maizière (geb. 1940 in Nordhausen), deutscher Politiker (CDU), war der letzte Ministerpräsident der DDR (12. April bis 2. Oktober 1990) und Bundesminister für besondere Aufgaben (3. Oktober bis 19. Dezember 1990) des wieder vereinigten Deutschlands, geboren in Nordhausen, stammt aus einer Hugenottenfamilie, die im 17. Jahrhundert aus Frankreich nach Deutschland geflohen ist
  • Michel Miguel Elias Temer Lulia (geb. 1940), brasilianischer Politiker des Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB), geb.  in Tietê, São Paulo/ Brasilien  als Sohn einer libanesischen Familie, die 1925 nach Brasilien auswanderte, Studium in Sao Paulo, 1997-2000 sowie 2009-10 war er Präsident der Abgeordnetenkammer, seit Januar 2011 Vizepräsident der Regierungskoalition unter Dilma Rousseff (Arbeiterpartei), wurde vom Magazin Executive als „mächtigster lebender Libanese der Welt“ bezeichnet
  • Richard Holbrooke (1941-2010), US-amerikanischer Spitzendiplomat, Geschäftsmann, Publizist und Zeitungsverleger, geb. in New York als Sohn jüdischer Eltern, die Ende der 1930er Jahre in die USA eingewandert waren (der Vater stammte aus Polen, die Mutter aus Deutschland, sie verließ das Land direkt nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 in Richtung Argentinien und dann USA),  war von 1962-1966 in Vietnam tätig, 1970-72 in Marokko, 1993 Botschafter in Deutschland, später US-Sondergesandter für den Balkan (gilt als „Architekt“ des Dayton-Abkommens, mit dem der Bosnienkrieg beigelegt wurde), von 2009 bis zu seinem Tod in Washington D.C. war er US-Sondergesandter für Afghanistan und Pakistan
  • Joseph Isadore Lieberman (geb. 1942), Justizminister von Connecticut/USA (1982-1988)/ Kandidat als Vizepräsident unter Al Gore bei den Präsidentschaftswahlen 2000 und Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2004, geb. in Connecticut/USA als Sohn jüdischer Einwanderer aus Polen und Österreich

  • Réné Preval (1943-2017), zweifacher Präsident von Haiti, geb. in Port-au-Prince/ Haiti, ging unter der Diktatur von F. Duvalier 1963 ins Exil in die USA, arbeitete u.a. als Kellner, kehrte 1975 zurück, eröffnete 1988 eine Bäckerei für Slum-Kinder, lernte den Priester und Befreiungstheologen Jean-Bertrand Aristide kennen, schloss sich dessen Bewegung an, wurde 1996-2001 und 2006-2011 zum Präsidenten von Haiti gewählt, starb in Port-au-Prince
  • John Forbes Kerry (geb. 1943), US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei, geb. in Aurora/ USA als Sohn eines US-Diplomaten, der aus Bennisch im damaligen Österreichisch-Schlesien stammt, sein Großvater Fritz Kohn konvertierte 1901 vom Judentum zum Katholizismus, änderte den Nachnamen von „Kohn“ in „Kerry“ und wanderte mit seiner Familie 1904 in die USA ein. Aufgrund des Berufes seines Vaters verbrachte John Kerry einen Großteil seiner Jugend in Europa, lebte von 1954-56 u.a. in Berlin und einem schweizer Internat, Studium in Yale und Boston, 2004 war er der Kandidat der Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl, seit dem 1. Februar 2013 ist er US-Außenminister
  • Herta Däubler-Gmelin (geb. 1943), Bundesministerin der Justiz (1998-2002), geb. als Deutsche in Bratislava/ heutige Slowakei, verbrachte ihre Schulzeit nach dem Krieg in Tübingen, wo ihr Vater von 1954-1974 Oberbürgermeister war
  • Silvia Renate, Königin von Schweden (schwed.: Silvia, Sveriges Drottning, geb. 1943) geb. in Heidelberg als Silvia Renate Sommerlath, Tochter eines Deutschen und einer Brasilianerin, wuchs 1947-1957 in São Paulo/ Brasilien auf, Rückkehr nach Heidelberg 1957, Abitur in Düsseldorf, Studium in München, wo sie als Hostess den schwedischen König Carl XVI. Gustaf kennen lernt, Heirat 1976, lebt in Stockholm
  • Arnold Schwarzenegger (geb. 1944), Gouverneur von Kalifornien/USA (2003-2011), geb. in Thal bei Graz (Österreich), wanderte 1968 in die USA aus, besitzt seit 1983 sowohl die österreichische, als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft
  • Alexander Van der Bellen (geb. 1944), Bundespräsident von Österreich seit 2016, geb. in Wien als Kind einer Familie, deren Vorfahren väterlicherseits um 1700 oder 1763 aus Holland in das Russische Kaiserreich ausgewandert waren, während des Russischen Bürgerkriegs zum Teil vor den Bolschewiken ins unabh. gewordene Estland auswanderte, als das Land 1940 von der Sowjetunion besetzt wurde ins Deutsche Reich floh und von dort nach Wien kam, lehrte von 1975 bis in die 1990er-Jahre als Professor für Volkswirtschaftslehre
  • John Garang de Mabior (1945-2005), südsudanesischer Rebellenführer und Politiker, wurde 2005 Erster Vizepräsident des Sudan, geb. in Wagkulei bei Bor, nach dem frühen Tod seiner Eltern ging er zum Sekundarunterricht nach Tansania, schloss sein Studium am Grinell College in Iowa/ USA ab, bekam nach seiner Rückkehr nach Tansania 1967 eine Stellung an der Universität von Daressalam, 1970 Rückkehr in den Sudan, ab 1974 militäriche Ausbildung in den USA, von 1977 bis 1981 machte er an der Iowa State University seinen Doktor in Wirtschaftswiss., 1983 wechselte er die Fronten und  gründete die Sudanesische Volksbefreiungsaarmee (SPLA) und kämpfte 20 Jahre für die Unabhängigkeit Südsudans, wurde 2005 Erster Vizepräsident des Sudan, kam dann aber noch vor Erreichen dieses Ziels bei einem Flugzeugunglück um
  • Daniel Cohn-Bendit (geb. 1945), Vize-Vors. der Grünen Fraktion im Europaparlament, geb. in Montauban (Frankreich) als Sohn eines Deutschen und einer Französin, beide Juden, die vor den Nazis geflohen waren, wuchs in Paris auf, ging 1958 mit seiner Mutter nach Deutschland, war als Student wieder in Paris, provozierte dort als „Rädelsführer“ der 68er-Rebellion so sehr, dass er für 10 Jahre des Landes verwiesen wurde, seit 1994 sitzt er abwechselnd für die dt. oder frz. Fraktion der Grünen im Europaparlament
  • Henry Merritt „Hank“ Paulson, Jr. (geb. 1946), Finanzminister der USA (seit Frühjahr 2006), geboren als Sohn einer deutschstämmigen Mutter in Palm Beach/Florida
  • Jean Ping (geb. 1942), ehemaliger Minister in Gabun, Diplomat und Präsident der 59. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung, geb. in Omboué/ Gabun als Sohn einer Gabunerin und eines aus Frankreich eingewanderten chinesischen Händlers
  • Gilberto Gil (geb. 1942, eigentl. Gilberto Passos Gil Moreira), brasilianischer Musiker und Politiker, geb. in Salvador da Bahia, wurde Protagonist der Tropicalismo-Bewegung, die radikal innovativ Bossa Nova mit int. Rock- und Popmusik verband und die Zustände im damaligen Brasilien scharf kritisierte,die Militärdiktatur unterdrückte die Bewegung und er musste 1969 – 1972 das Land verlassen, ging zunächst nach Frankreich und verbrachte zwei Jahre in London, ehe er zurückkehrte, wurde 2003 unter Lula da Silva der erste schwarze Kulturminister des Landes (bis 2008).
  • John Chun Sai So (geb. 1946 in Shunde/ China) kam als Austauschschüler nach Australien, arbeitet als Unternehmer und wurde 2001 zum ersten vom Volk gewählten Lord Mayor von Melbourne (vorher wurde dieser vom Rat gewählt), wurde mit einer Amtszeit von 7,5 Jahren der am längsten amtierende Bürgermeister der Stadt
  • Bernard Mommer, geb. 1943 als Sohn des späteren Bundestagsvizepräsident der SPD, Karl Mommer, Studium der Mathematik in Tübingen und Promotion 1976 als Soziologe über die internat. Ölfrage, ging 1970 nach Caracas, arbeitete ab 1989 an der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA, deren Aufsichtsrat er 2005 wird, vorher 1995-97 Forschungen an der Oxford University, wird 1999 Berater des venezol. Ölministers, arbeitete für Präsident Chavez, wird 2005 venezolanischer Vizeminister für Öl
  • Dana Horáková (geb. 1947), dtsch.-tschechische Journalistin und Politikerin, geb. in Grünbach/ DDR als Tochter einer dtsch. Mutter und eines tschech. Vaters, wuchs in Prag/ Tschechien auf, studierte und war im regimekritischen Kreis um Vaclav Havel aktiv, musste nach Unterzeichnung der Charta 77 das Land verlassen, ging 1979 nach München, dann nach Berlin, ab 1993 in Hamburg, war dort von 2002-04 parteilose Kultursenatorin
  • Dilma Roussef (geb. 1947), Präsidentin Brasiliens von 2011-2016,  geb. in Belo Horizonte als Tochter des bulgarischen Einwanderers Pedro Rousseff und dessen brasil. Ehefrau Dilma Jane Silva (der Vater floh als aktives Mitglied der KP 1929 erst nach Frankreich und siedelte dann nach Südamerika um, wo er sich schließlich in Brasilien niederließ)
  • George Pau-Langevin (geb. 1948), seit 2012 frz. Ministerin für unterschiedliche Geschäftsbereiche, geb. in Pointe-à-Pitre/ Guadeloupe, kam im Alter von 17 Jahren nach Paris
  • Joschka Fischer (eigentl. Joseph Martin Fischer, geb. 1948), dtsch. Aussenminister 1998-2005, geb. in Gerabronn als Kind einer ungarndeutschen Familie, die 1946 ihren Wohnort Wudigeß (ungarisch Budakeszi) nahe der ungar. Hauptstadt Budapest verlassen mussten (sog. Heimatvertriebene), 1967-75 Mitglied linksradikaler, militanter Gruppen, als es 1985 in Hessen zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung kam, wurde er Staatsminister für Umwelt und Energie (bis 1987)
  • Alan Garcia (geb. 1949), Staatspräsident von Peru, geb. in Lima arbeitete er als Rechtsanwalt und sozialdemokratischer Politiker, war von 1985 – 1990 Präsident, bat 1992 die kolumbianische  Regierung um Asyl, hielt sich danach während der Regierungszeit Fujimoros im frz. Exil auf, von 2006 – 2011 erneut Präsident
  • Erato Kozakou-Marcoulis (geb. 1949), Außenministerin der Rep. Zypern 2007-08 und ab 2011, Kommunikationsminsterin 2010, geb. als Tochter einer russischen Mutter und Enkelin eines georgischen Großvaters in Limassol, studierte in Athen 1967-74 und Finnland 1974-79, war Botschafterin Zyperns in Schweden 1996-98 und in den USA 1998-2003
  • Dschawad (Nuri) al Maliki (geb. 1950), Ministerpräsident des Irak (seit April 2006), verbrachte als Oppositioneller viele Jahre im Exil zunächst im Iran, dann in Syrien, nachdem er 1980 zum Tode verurteilt worden war, kehrte nach dem Sturz von Saddam Hussein im Zuge des Irak-Krieges 2005 in den Irak zurück
  • Michelle Bachelet, (geb. 1951), Verteidigungsministerin (2002-06) und Präsidentin von Chile (2006-2010 und erneut ab Dez. 2013), lebte als Flüchtling von 1974 – 1979 zunächst kurz in Australien, kam dann über Leipzig nach Potsdam/ DDR, begann dort eine Facharzt-Ausbildung, kehrte 1979 zurück und führte in Chile ihr Medizinstudium fort, 2010-13 UN-Frauenbeauftragte in New York
  • Jean-Luc Mélenchon (geb. 1951), frz. sozialistischer Politiker,  geb. in Tanger (Int. Zone von Tanger)/ Marokko als Kind einer Familie spanischer „pieds noirs“, 1962 ließ sich die Familie in Frankreich nieder, trat 1977 in die Parti socialiste ein, war von März 2000 bis Mai 2002 Minister für Berufsbildung im Kabinett Jospin
  • Weschdi Raschidow (geb. 1951), geb. als Kind einer türkischstämmigen Familie in Dimitrowgrad/ Bulgarien, Bildhauer und Politiker, wurde 2009 bulg. Kultusminister
  • Mustafa Abu Shaghur (geb. 1951), Ministerpräsident von Libyen von September – Oktober 2012, geb. in Tripolis, lebte er 31 Jahre bis Mai 2012 im Ausland: er studierte in den USA und lehrte dort Computerwissenschaften, ehe er 2008 in die Vereinigten arabischen Emirate zog, um einen Ableger des Rochester Institute of Technology aufzubauen
  • Zoran Djindjic (1952-2003), Ministerpräsident von Serbien-Montenegro (2001-2003), geb. in Bosnien, Haft während des Studiums, ab 1974 Fortsetzung des Studiums in Deutschland (Frankfurt am Main und Konstanz), dort 1979 Doktorarbeit in Philosophie, danach Rückkehr nach Jugoslawien, Mitwirkung am Sturz von Milosevic, ermordet in Belgrad
  • Vajiralongkorn (Thai: มหาวชิราลงกรณ์; (geb. 1952) König von Thailand, geb. in Bangkok/ Thailand, war seit 1972 Kronprinz und ist seit dem 1. Dezember 2016 König, der Prinz besuchte zunächst die Schule des Chitralada-Palasts und anschließend ab dem Alter von 13 Jahren Privatschulen in England (King’s Mead Preparatory School in Seaford, Sussex und die Millfield School in Somerset ) und seit 1970 die King’s School in Sydney/ Australien, absolvierte das australische Royal Military College Duntroon in Canberra, studierte an der Universität Bangkok und wurde Offizier im thailändischen Heer; In den letzten Jahren vor dem Tod seines Vaters, mindestens seit 2007, verbrachte er einen Großteil der Zeit in Oberbayern mit seiner aktuellen Lebensgefährtin, insbes. im Raum München, wo er sich medizinisch behandeln lässt und in Hotels bzw. seit 2016 auch im eigenen Anwesen in Tutzing am Starnberger See wohnt
  • Giorgios Papandreou (geb. 1952), griechischer Ministerpräsident 2009-2011, geb. in St.Paul/ Minnesota (USA) als Sohn einer amerikanischen Mutter und eines griechischen Wirtschaftswissenschaftlers (dem späteren Min.präs. Andreas P.), studierte in den USA und Stockholm/ Schweden Soziologie und ging nach Griechenland, wo er erst Bildungs-, dann Außenminister, 2004 Chef der Panhellen. Sozialist. Bewegung (PASOK) und 2009 Ministerpräsident wurde
  • Christiane Taubira (geb. 1952) von Mai 2012 – Januar 2016 frz. Justizministerin, geb. in Cayenne/Frz. Guayana, Studium in Paris und Bordeaux, ab 1993 für Frz. Guayana in der frz. Nationalversammlung
  • Elaine Chao (geb. 1953), geb. in Taipeh als Kind einer Familie die nach der Machtübernahme der Kommunisten vom chin. Festland nach Taiwan geflohen waren, emigrierte im Alter von 8 Jahren in die USA, von 2001 bis 2009 Arbeitsministerin unter Präsident George W. Bush und die erste asiatisch-amerikanische Frau in einem Ministeramt auf nationaler Ebene, von Präsident Donald Trump 2016 zur Verkehrsministerin ernannt
  • Thomas de Maizière (geb. 1954), Staatsminister der Finanzen in Sachsen (2001 – 2002), Staatsminister der Justiz in Sachsen (2002 – 2004) und Staatsminister des Innern in Sachsen (2004-2005), danach Chef des Bundeskanzleramts, Minister für besondere Aufgaben (ab November 2005), Innenminister (2009-11 und wieder ab 2013), Verteidigungsminister (2011-13), als Sohn von Lothar de Maizière (s.o.) geboren in Bonn, stammt aus einer Hugenottenfamilie, die im 17. Jahrhundert aus Frankreich nach Deutschland floh
  • Rangin Dadfar Spanta (geb. 1954), Außenminister von Afghanistan (seit Frühjahr 2006), geb. in der Provinz Herat als Sohn eines vermögenden tadschikischen Grundbesitzers, flüchtete nach der sowjetischen Invasion (1979) zunächst 1980 in die Türkei, begann dort ein Politologie-Studium, erhielt 1982 Asyl in Deutschland, wo er das Studium mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung in Aachen fortsetzte, Promotion 1992, ab 1994 Dozent und Mitglied der Grünen, Einbürgerung und 1999 erfolglose Kandidatur für den Stadtrat, Aufgabe der deutschen Staatsbürgerschaft wegen Berufung zum Minister
  • Nicolas Sarkozy (geb. 1955, mit vollem Namen: Nicolas Paul Stéphane Sarközy de Nagy-Bocsa), Präsident (ab 2007), Haushaltsminister und Regierungssprecher (1993 – 1995), Innenminister/ Frankreich (2002 – 2004 und 2005- 2007), geb. in Paris als Sohn des ungarischen Immigranten Sárkozy de Nagy-Bocsa und der Griechin Andree Mallah, einer Nachfahrin sephardische rJuden aus Thessaloniki
  • Jacob J. „Jack“ Lew (geb. 1955) 29. August 1955 in New York City), US-amerikanischer Jurist und Politiker (Demokratische Partei), seit 2013 Finanzminister der USA, geb. in New York als Sohn einer polnischer Einwandererfamilie jüdischen Glaubens, war unter Präsident Bill Clinton Direktor des Office of Management and Budget, unter Barack Obama zunächst Vizeaußenminister; ab 2010 Direktor des Office of Management and Budget, wechselte 2012 auf den Posten des Stabschefs im Weißen Haus, ehe er am 10.01.2013 zum Finanzminister nominiert wurde
  • Hamid Karzai (geb. 1957), Präsident Afghanistans (seit 2004), geb.  in Karz/Afghanistan, studierte von 1978 – 1983 in Shimla/ Indien, kehrte Ende der 1980er Jahre nach Afghanistan zurück, um anti-sowjetische Kräfte zu unterstützen, war nach deren Abzug ab 1992 für zwei Jahre Vize-Außenminister, unterstützte danach zunächst die Taliban, brach dann mit ihnen und floh 1996 nach Quetta/ Pakistan, Rückkehr 1999
  • Avigdor Lieberman (geb. 1958), israelischer Politiker und Vorsitzender der Partei Jisra’el Beitenu, von 2009 -2012 Außenminister Israels, geb in Chișinău/Moldawien, 1978 wanderte er nach Israel ein
  • Pierre Gramegna (geb. 1958), Finanzminister von Luxemburg, geb. in Esch/ Alzette als Enkel eines italienischen Einwanderers, Studium in Paris, begann1983 im Außenministerium in Luxemburg, zu arbeiten, 1988-92 an der Botschaft in Paris, dann bis 1996 Generalkonsul in San Francisco, 1996-2002, ab 2003 Generaldirektor der luxemburg. Handelskammer, seit 2013 Finanzminister
  • Jurij Prodan (geb. 1959), Energieminister der Ukraine von Dez. 2007 bis März 2010 sowie von Febr. – Dez. 2014, geb. in Norilsk/ Russland lebt seit Ende der siebziger Jahre in der Ukraine
  • Kader Arif (geb. 1959), frz. Politiker, geb. in Algier als Sohn eines Harki, also eines muslimischen Algeriers, der während des Algerienkrieges an der Seite der Kolonialmacht Frankreich kämpfte, weshalb seine Familie nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 nach Frankreich emigrierte, war zwischen 2004 und 2012 Mitglied des Europäischen Parlaments und von Mai 2012 bis Nov. 2015 beigeordneter Minister bzw. Staatssekretär für Kriegsveteranen im Verteidigungsministerium
  • Mohammed Dschawad Zarif (geb. 1960), seit 2013 iranischer Außenminister, geb. in Teheran, verliess den Iran noch vor der Revolution, um in Denver/USA zu studieren, zeitweilig Professor in Teheran, 1992 bis 2002 Vizeaußenminister des Iran, 2002 bis 2007 UN-Botschafter
  • Efklidis Tsakalotos (auch Euklid Tsakalotos, griech. Ευκλείδης Τσακαλώτος, geb. 1960), griech. Ökonom und Politiker, geb. in Rotterdam/ Niederlande, zog im Alter von 5 Jahren nach London, Studium in Oxford, 1994-2010 lehrte er an der Uni Athen, seit dem 6. Juli 2015 ist er Finanzminister in der griech. Regierung unter Alexis Tsipras
  • Barack Obama (geb. 1961 in Honolulu, Hawaii/USA), US-Präsident 2009-17, Jurist, ist als Sohn einer US-Amerikanerin und eines Kenianers der erste Afroamerikaner in diesem Amt; seine Mutter stammte aus Kansas (USA), und hatte irische, britische und deutsche Vorfahren, Obamas Eltern lernten sich als Studenten an der University of Hawaii kennen und heirateten 1961 in Hawaii, als in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten waren. 1964 ließen sie sich scheiden, Barack lebte bei seiner Mutter, während der Vater sein Studium an der Harvard University fortsetzte, Obama sah ihn als 10-Jähriger zum letzten Mal vor seinem Tod 1982; seine Mutter heiratete einen Indonesier und späteren Ölmanager und zog mit ihm und Barack 1967 nach Indonesien (Jakarta), wo  Obama von 1967 bis 1971 die Schule besuchte, ehe er nach Hawaii zurückkehrte
  • Yanis Varoufakis (griech. Γιάνης Βαρουφάκης, geb. 1961), griechischer Wirtschaftswissenschaftler, der auch die australische Staatsbürgerschaft besitzt, vom 27. Januar bis 6. Juli 2015 Finanzminister im Kabinett Alexis Tsipras, geb. in Athen, Studium und Promotion in Essex und Birmingham/ England, lehrte 1983-88 in Essex und Cambridge sowie von 1989-2000 in Australien, ab 2000 nach 23 Jahren Auslandsaufenthalt zurück in Athen, Verfasser mehrerer Sachbücher und aktiver Blogger, ging 2011 für drei Jahre in die USA, bei der Parlamentswahl 2015 wurde er für SYRIZA ins griechische Parlament gewählt
  • Timothy Franz Geithner (geb. 1961), 2009-13 Finanzminister der USA, geb. in New York als Enkel deutscher Einwanderer, war als Schüler in Bangkok/ Thailand, dann in New Hampshire, studierte und lebte danach in Ostafrika, Indien, Thailand, China und Japan
  • Manuel Valls (geb. 1962), 2012-2014 frz. Innenminister, von April 2014 – Dez. 2016 frz. Premierminister, geb. in Barcelona/ Spanien als Sohn eines katalanischen Malers und einer Lehrerin aus dem Tessin/ Schweiz, studierte in Paris und ließ sich 1982 einbürgern
  • Cécile Kyenge (geb. 1964), seit 2013 Integrationsministerin in Italien, geb. in Cambove/ Kongo, kam sie 1983 zur Fortsetzung ihrer Studien nach Italien, ist mittlerweile eingebürgert
  • Pedro Passos Coelho (geb. 1964), seit 2011 portugiesischer Ministerpräsident, geb. in Coimbra, verbrachte seine Kindheit in Angola, wo der Vater als Arzt tätig war, und kehrte nach der „Nelkenrevolution“ von 1974 und der Unabhängigkeit Angolas mit der Familie nach Portugal zurück, Studium in Lissabon
  • Josefa Idem-Guerrini (geb. 1964), seit 2013 Ministerin für Sport , Jugend und Gleichberechtigung in Italien, geb. in Goch/ Deutschland, Kanu-Olympiasiegerin, zog nach der Olympiade 1988 nach Italien, heiratete ihren Trainer, lebt bei Ravenna, wurde 1992 eingebürgert
  • Rachida Dati (geb. 1965), Justizministerin Frankreichs (2007 – 09), geb. in Chalon-sur-Saone als eins von elf Kindern einer algerisch-marokkanischen Familie
  • Natalie Jaresko (ukr.: Наталія Енн Яресько; geb. 1965), seit 2014 Finanzministerin der Ukraine, geb. in Elmhurst, Illinois/ USA als Tochter ukrainischer Emigranten, Studium in Chicago, lebte 1992-2000 in der Ukraine, Arbeit als Beamtin des Außenministeriums der USA und Investment-Bankerin, seit 2001 Präsidentin und Geschäftsführerin von Western NIS Enterprise Fund (WNISEF), kehrte 2004 in die Ukraine zurück, von 2005-2010 Beraterin von Präsident Yushchenko im Foreign Investors Advisory Council, ihr wurde erst am Tag der Ernennung zur Ministerin im Dez. 2014 die ukrainische Staatsbürgerschaft verliehen
  • Adamo Barrow (geb. 1965), geb. in Mansajang Kunda, ging 2000 zum Studium nach London, wurde 2006 in Gambia zum Unternehmer, gewann die Präs.wahlen, doch wollte der scheidende Präsident Yahya Jammeh seinen Platz nach 22 Jahren Reg.zeit nicht räumen und versuchte, die Amtseinführung des neuen Staatschefs zu verhindern, Barrow sah sich gezwungen, in den benachbarten Senegal zu fliehen, wo er sich in der gambischen Botschaft in Dakar als Präsident vereidigen ließ, während zu seiner Unterstützung westafrikanische Truppen vom Senegal aus in Gambia einmarschierten, bis Jammeh ins Exil ging
  • Félix Braz (geb. 1966), Justizminister von Luxemburg (seit 2013), geb. in Differdingen/Luxemburg als Sohn portugiesischer Eltern, die Anfang der 1960er-Jahre aus Portugal zunächst nach Frankreich, dann nach Luxemburg gingen, studierte in Paris, kandidierte 1993 erstmals für déi gréng (Grüne), lebt in Esch/Alzette
  • Aydan Özoguz (geb. 1967), seit Dez. 2013 Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, geb. in Hamburg als Tochter einer 1958 nach Deutschland ausgewanderten türkischen Familie, seit 2009 Mitglied des Dt. Bundestages, seit Dez. 2011 stv. Bundesvorsitzende der SPD
  • Micheil Saakaschwili (georgisch მიხეილ სააკაშვილი, ukrainisch Михайло (Міхеіл) Ніколозович Саакашвілі/Mychajlo Nikolosowytsch Saakaschwili; geb. 1967), ukrainischer und früherer georgischer Politiker, geb. in Tiflis/ Georgische SSR, von 1984-90 in Kiew zum Studium und Dienst bei Grenztruppen der UdSSR, von 2000-01 georgischer Justizminister, von 2004-13 Präsident Georgiens, anschließend Emigriation in die USA, wurde im Februar 2015 jedoch als Präsidentenberater in die Ukraine berufen, seit Mai 2015 Gouverneur des Oblast Odessa im Südwesten der Ukraine
  • Nyamko Ana Sabuni (geb. 1969), seit 2006 schwedische Ministerin für Gender-Fragen, von 2006 – 2010 auch für Integration, geb. im Exil in Bujumbura/Burundi als Kind kongolesischer Eltern (der politisch engagierte Vater lebte dort im Exil), kam 1981 nach Schweden, wurde 2002 Parlamentsabgeordnete
  • Rene Alexander „Alex“ Acosta (geb. 1969), im Februar 2017 von US-Präsident Donald Trump als neuer Arbeitsminister nominiert, geb. in Miami, Florida als Kind kubanischer Einwanderer, wurde Jurist, seit 2009 Dekan der Juristischen Fakultät der Florida International University
  • Bilkay Öney (geb. 1970), seit 2011 Landesministerin für Integration in Baden-Württemberg, geb. in Malatya/ Türkei, lebte ab 1973 in Berlin, wurde dort 2006 Landtagsabgeordnete
  • Sadiq Khan (geb. 1970), geb. in London als Kind einer britisch-pakistanischen Einwandererfamilie (Vater Busfahrer, Mutter Schneiderin), arbeitete nach dem Jurastudium als Anwalt, wurde 2008 unter Gordon Brown Minister of State for Communities, 2009-10 Minister of State for Transport, seit 2016 Bürgermeister von London
  • Oleksandr Kwitaschwili (geb. 1970) Minister für Gesundheitsschutz der Ukraine seit Dez. 2014, bekam am gleichen Tag die ukrainische Staatsbürgerschaft, geb. in Tiflis/ Georgien, war 2008-2010 Gesundheitsminister Georgiens, danach Rektor der Universität Tiflis von 2010-2013 (Die Idee, Minister aus dem Ausland zu holen, stammt vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko, da diese keine korrupten Seilschaften in der Ukraine pflegen und den Einfluss der alten, trägen Eliten eindämmen)
  • David James McAllister (geb. 1971), deutsch-britischer Politiker, seit 2003 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen, seit 2008 auch Vorsitzender der Landes-CDU, 2010-2013 Ministerpräsident von Niedersachsen, geb. in West-Berlin als Sohn einer Deutschen und eines Briten, der als Zivilbeamter des Royal Corps of Signals während des kalten Krieges in Deutschland stationiert war
  • Joseph Kabila (geb. 1971), kongolesischer Politiker, geb. in Hewa Bora/ D.R. Kongo, begleitete seinen Vater, den späteren Rebellenführer Laurent Kabila, im Alter von 5 Jahren nach Tansania ins Exil, begann nach der Schulzeit eine militärische Laufbahn in Tansania, wurde  in Uganda und Ruanda militärisch ausgebildet, schloss sich 1996 den Truppen seines Vaters  im 1. Kongokrieg an, der die 32-jährige Diktatur Mobutus 1997 beendete, sein Vater war daraufhin von 1997 bis 2001 Präsident des Kongo, Studium ab 1998 in Peking, danach Mitglied des Generalstabs in der Armee, ab 2000 Armee-Stabschef, nach der Ermordung des Vaters wurde er 2001 Präsident
  • Mehmet Kaplan (geb. 1971), geb. in Gaziantep/ Türkei, engagiert bei den schwedischen Muslimen, dann Politiker der Umweltpartei, von Okt. 2014 – April 2016 schwed. Wohnungsbauminister
  • Laura Élodie Flessel-Colovic (geb. 1971), frz.Degenfechterin aus dem Übersee-Département Guadeloupe, seit Mai 2017 frz. Sportministerin, geb. in Pointe-à-Pitre als Laura Flessel, begann in Guadeloupe mit dem Fechtsport, kam mit 18 in das frz. Sportzentrum INSEP in Paris, wurde 1993 erstmals französische Meisterin mit der Degenmannschaft, bei den Fechtweltmeisterschaften 1998 in La Chaux-de-Fonds holte Laura Flessel-Colovic die ersten beiden von bisher fünf WM-Titeln, zugleich ist sie mit fünf Medaillen die erfolgreichste frz. Teilnehmerin bei Olympischen Spielen (zuletzt Silber 2004 in Athen)
  • Tarek Al-Wazir (geb. 1971), dtsch. Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), seit 2014 Stv. des Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im Kabinett Bouffier II, geb. in Offenbach am Main als Sohn einer Deutschen und eines Jemeniten, mit 14 Jahren zog er für 2 Jahre zu seinem Vater nach Sanaa/ Jemen und besuchte dort eine intern. Schule, 1987 Rückkehr nach Offenbach, seit 1995 Mitglied des Hessischen Landtags, von 2000 bis 2014 Fraktionsvors. der Grünen, Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl in Hessen 2013
  • Königin Maxima (geb. 1971 als Máxima Zorreguieta Cerruti), geb. in Buenos Aires/ Argentinien, arbeitete 1995-2000 für verschiedene Banken in New York, u.a. die Deutsche Bank, welche sie 2000 nach Brüssel versetzte, wurde 2002 Ehefrau des späteren Königs Willem-Alexander der Niederlande, mit dessen Amtsantritt  am 30. April 2013 sie zur Königin wurde
  • Esther Duflo (geb. 1972), seit 2013 Beraterin von US-Präsident Obama zu allen Fragen der Armutsbekämpfung, geb. in Frankreich, ging nach dem Studium in Paris nach ihrem Master 1995 in die USA, promovierte 1999 am MIT, wurde im Alter von 29 Jahren Assistant Professor
  • Audrey Azoulay (geb. 1972), frz. Kulturministerin seit Febr. 2016, geb. in Paris als Tochter des in Essaouira/ Marokko in eine marokk.-jüd. Familie geborenen André A., der von 1968-1990 in Paris lebte und seit 1991 Beater des marokk. Königs ist.
  • Aurélie Filippetti (geb. 1973), frz. Kulturministerin und Schriftstellerin, geb. in Villerupt/ Frankreich als Enkelin einer ital. Einwandererfamilie, polit. Engagement erst bei den Grünen/ Les verts, dann bei der Sozialistischen Partei (PS), von Mai 2012 – August 2014 Kulturministerin
  • Fleur Pellerin (Geburtsname Kim Jong-suk; geb. 1973), seit August 2014 frz. Ministerin für Kultur und Kommunikation, geb. in Seoul/ Süd-Korea, wurde als Kleinkind im Alter von sechs Monaten von frz. Staatsangehörigen adoptiert und wuchs in Paris auf, arbeitete im für die UNO im Irak, in New York und Genf, wurde Politikerin der Parti Socialiste (PS), war Beigeordnete Ministerin für kleine und mittelständische Unternehmen, Innovation und digitale Wirtschaft im Ministerium für industriellen Wiederaufbau im Kabinett I von Premierminister Jean-Marc Ayrault (Mai 2012 bis Juni 2012) und im (fast identischen Kabinett Ayrault II (bis März 2014), im darauf folgenden Kabinett Valls I (bis August 2014) war sie Staatssekretärin für Außenhandel, Tourismus und Auslandsfranzosen
  • Philipp Rösler (geb. 1973), Bundesminister für Gesundheit 2009-11, von Mai 2011 – Dezember 2013 Bundeswirtschaftsminister, Vizekanzler und Bundesvorsitzender der FDP, geb. in Khanh Hung/Vietnam während des Vietnamkrieges, wurde er namenlos an ein Waisenhaus in Saigon abgegeben und im Alter von 9 Monaten von einer dt. Familie adoptiert, kam nach Hannover und erhielt dort seinen Namen
  • Ahmed Hussen (Somali: Axmed Xuseen; geb. 1975-76),  seit Januar 2017 Kanada’s Minister of Immigration, Refugees and Citizenship, geb. in Mogadischu/ Somalia, floh im Alter von 16 Jahren, kam 1993 nach Hamilton/ Kanada, später Toronto, wurde Rechtsanwalt und Politiker, 2015 Wahl ins kanad. Parlament
  • Antonio Milososki (geb. 1976 in Tetovo), Außenminister von Mazedonien (seit 2006), studierte von 2001 – 2002 am Zentrum für Europäische Integrationsforschung der Universität Bonn, war von 2005 – 2006 wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen
  • Aivaras Abromavičius (ukrainisch Айварас Абромавічус, geb. 1976) von Dez. 2014 bis Febr. 2016 Wirtschaftsminister der Ukraine, geb. in Vilnius/ Litauische Sozialistische Sowjetrepublik, Studium in Estland und Wisconsin/ USA, ging 1999 als Finanzmanager nach Schweden, dann 2005 nach Moskau, nahm 2014 ukrainische Staatsbürgerschaft an und wurde Minister
  • Çağatay Kılıç (geb. 1976), türk. Minister für Sport und Jugend. geb. in Siegen/ Deutschland als Sohn eines Arztes, lebte dort bis zu seinem 10. Lebensjahr, ehe er seine Schulausbildung in Istanbul fortsetzte, Studium an der Universität Hertfordshire bei London, danach bei der türk. Sabanci Holding  in London beschäftigt und Beginn einer politischen Karriere als Berater des türk. Ministerpräsidenten Erdogan und seit 2011 als AKP-Abgeordneter, ehe er im Dez. 2013 Minister wurde
  • Najat Vallaud-Belkacem (geb. 1977),  von Mai 2012 – April 2014 frz. Ministerin für die Rechte von Frauen und Regierungssprecherin, nach der Regierungsumbildung vom April 2014 Ministerin für Frauenrechte, Stadt, Jugend und Sport in der Regierung von Manuel Valls (s.o.), nach dessen erneuter Regierungsumbildung vom August 2014 Bildungsministerin, geb. in Beni Chiker/ Marokko, wanderte  1981 zu ihrem marokk. Vater nach Frankreich ein
  • Myriam El Khomri (geb. 1978), seit 2015 frz. Ministerin für Arbeit, geb. in Rabat/ Marokko als Tochter eines Marokkaners und einer Französin, verbrachte ihre Kindheit in Tanger, als sie neun Jahre alt war, kehrte ihre Mutter mit ihr nach Frankreich zurück, wo sie in der Umgebung von Bordeaux lebten, ging 2001 nach Paris
  • Leo Varadkar (geb. 1979), irischer Politiker, seit dem 14. Juni 2017 irischer Ministerpräsident, geb. in Dublin als Sohn eines eingewanderten indischen Arztes und einer irischen Krankenschwester, seit 2007 Abgeordneter im Dáil Éireann, wurde im März 2011 Minister für Verkehr, Tourismus und Sport, seit der Regierungsumbildung vom Juli 2014 war er Gesundheitsminister, später Sozialminister
  • Zuhal Demir (geb. 1980), seit Februar 2017 belgische Staatssekretärin für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit, Behinderte, Stadtplanung ud Wissenschaftin, geb. in Genk als Kind alevitisch-kurdischer Einwanderer aus der Türkei, Studium in Leuven, wurde in Antwerpen Rechtsanwältin und Politikerin der N-VA, wurde 2010 zur Parlamentsabgeordnete gewählt, zog 2016 zurück nach Genk
  • Kim Jong Un (geb. 1983 oder 1984), Geburtsort unbekannt, lebte bis zum Alter von 16 Jahren als angebl. Sohn des dortigen Botschaftschauffeurs in Gümlingen bei Bern/ Schweiz, de facto Sohn des nord-koreanischen Diktators Kim Jong Il, besuchte die Schule, studierte in Pjöngjang, arbeitete im Verteidigungsministerium und wurde 2011 Nachfolger seines verstorbenen echten Vaters

Quellen: Diverse Zeitungsartikel sowie Wikipedia. Literaturtipp:  Casali, Dimitri/ Schäfer, Liesel: Ces immigrés qui ont fait la France, Aubanel 2007

Kaiser, König/innen, Präsident/innen und Minister/innen mit Migrationshintergrund © Ekkehart Schmidt

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