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Deutsche Künstler und andere Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund/ -erfahrungen

August 11, 2011

Aufgeführt sind hier keine Personen, die bis 1945 ins Exil gingen und meist zurückkehrten. Diese finden sich in einer eigenen Auflistung „Deutschsprachige Künstler und Wissenschaftler im Exil„. Auch Auswanderer finden sich hier nicht, sondern in der Liste „Deutschstämmige Migrant//innen der Nachkriegszeit“ (mit Ausnahme von Janosch, der erst zu-, dann auswanderte).

Name, Beruf, Lebensdaten, bedeutende Werke

Geburtsjahrgänge bis 1900

  • Gottfried Johann Schädel (geb. nach 1680-1752), deutscher Architekt, geb. in Wandsbek bei Hamburg, Ausbildung in den Niederlanden und Italien, ging 1713 nach St. Petersburg/ Russ. Reich und verwirklichte einige Bauten, 1729 Umsiedlung nach Moskau, Arbeiten am Kreml, ging etwa 1731 nach Kiew, starb dort
  • Adelbert von Chamisso (1781-1838; ursprüngl. Louis Charles Adélaïde de Chamissot de Boncourt), dtsch. Naturforscher und Dichter frz. Herkunft, geb. auf Schloss Boncourt bei Ante/ Frankreich, 1790 verließen die verarmten Eltern erst ihr Stammschloss und 1792 Frankreich, auf der Flucht vor den Revolutionsheeren zogen sie weiter durch die Niederlande und Süddeutschland, bis sie sich 1796 in Berlin niederließen, von 1810-13 hielt er sich in Frankreich und der Schweiz auf, danach wieder in Berlin, nahm 1815-18 an einer Weltumseglung teil, starb in Berlin
  • Helmina von Chézy (1783-1856), dt. Journalistin, Dichterin und Librettistin, geb. in Berlin, ging nach Scheidung und Tod der Mutter 1801 nach Paris, wo sie als Journalistin arbeitete, nach der Trennung mit ihrem 2. Mann A.-L. de Chézy kehrte sie 1810 nach Deutschland zurück, siedelte 1823 nach Wien über, 1830 nach München und ließ sich 1852 in Genf nieder, starb dort
  • Sebastian Lee (1805-87), Cellist, geb. in Hamburg, ging mit 25 nach Paris, wo er an der Oper spielte, kehrte nach drei Jahrzehnten nach Hamburg zurück, starb dort
  • Theodor Fontane (1819-1898), Schriftsteller, geboren in Neuruppin als Sohn des Apothekers Loùis Henry Fontane, der von hugenottischer Herkunft war (Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Effi Briest, Unterm Birnbaum)
  • Louis Théodore Gouvy ( 1819-98); dtsch.-frz. Komponist der Romantik, geb. in Goffontaine/ damals Preussen, heute Saarbrücken-Schafbrücke, als jüngstes von vier Kindern einer wohlhabenden Familie von frz. Industriellen, deren Vorfahren ursprünglich aus Belgien stammten, 1836-39 Studium in Paris, blieb dort, wurde erst mit 42 eingebürgert , zog nach dem Tod der Mutter 1868 nach Hombourg-Haut (nahe Saarbrücken), das nach dem Deutsch-Französischen Krieg (den er im Schweizer Exil verbrachte) an das Deutsche Reich fiel, starb bei einer Konzertreise in Leipzig
  • Georg Ludwig Weerth (1822-56), dtsch. Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann, geb. in Detmold, ging 1836 nach Elberfeld, 1840 nach Köln, 1842 nach Bonn und 1843 nach Bradford und London, wo er Engels und Marx traf, ging 1846 nach Brüssel und 1848 mit Engels und Marx nach Köln, um bei der Gründung der Neuen Rheinischen Zeitung mitzuhelfen. Kam in Haft, übernahm nach der Insolvenz seiner Firma 1852 die Agentur der Firma Steinthal & Co. für Westindien, zog auf die Karibikinsel Saint Thomas und blieb dort bis 1855, starb in Havanna/ Kuba
  • Johannes Brahms (1833-97), dtsch. Komponist, Musiker und Dirigent, geb. in Hamburg, lebte 1857-59 in Detmold, 1862-64 erstes Engagement in Wien, ließ sich dort 1872 endgültig nieder, starb dort, Ungarische Tänze
  • Samuel Fischer (1859-1934), Verleger, geb. in Miculas/ Ungarn, heute Liptovský Mikuláš/ Slowakei, fuhr fast mittellos und allein 1874 nach Wien, um dort eine Lehre als Buchhändler anzutreten, 1880 Übersiedelung nach Berlin, wo er auch starb
  • Alexej von Jawlensky (1864-1941), Maler, der gebürtige Russe lebte seit 1897 in Deutschland, emigrierte 1914 in die Schweiz und kehrte 1921 nach Deutschland (Wiesbaden) zurück, Mitglied der Künstlergruppe „Der blaue Reiter“ (als „entartet“ verfemt)
  • Heinricht August Meißner (1862-1940), dt. Ingenieur und Eisenbahnbauer, geb. in Leipzig, siedelte 1887 in die Türkei über und wurde bei der osmanischen Eisenbahn angestellt, Konstrukteur der Bagdadbahn, musste 1918 die Türkei verlassen, ging für wenige Jahre nach Deutschland zurück, war 1923 Berater des alban. Bauministeriums in Tirana, wurde 1924 jedoch als Regierungsberater zurück in die Türkei gerufen, starb in Istanbul
  • Albert Schweitzer (1875-1965), Arzt, evangelischer Theologe, Philosoph und Pazifist, geb. in Kaysersberg im Elsass (im damaligen Deutschen Reich), studierte in Straßburg und Paris, wurde in Berlin und Straßburg promoviert, ging nach seiner Habilitation 1913 nach Lambaréné im heutigen Gabun, um dort ein Missionskrankenhaus zu gründen, wurde 1917 nach Frankreich deportiert, erhielt später die französische Staatsbürgerschaft, kehrte 1924 nach Gabun zurück, erhielt 1953 den Friedensnobelpreis, starb in Lambaréné (Die Ehrfurcht vor dem Leben/ Ehrfurcht vor den Tieren)
  • Hermann Hesse (1877-1962), dtsch.sprachiger Schriftsteller und Maler, geb. in Calw/ Deutsches Reich als Sohn eines deutsch-baltischen Missionars (dadurch durch Geburt russischer Staatsangehöriger), lebte 1895-99 in Tübingen, 1899-1904 in Basel und zog schliesslich 1919 nach Montagnola/ Schweiz, starb dort, 1946 Nobelpreis für Literatur, Siddharta/ Das Glasperlenspiel/ Demian/ Der Steppenwolf
  • Paul Grümmer (1879-1965), dtsch. Violoncellist, geb. in Gera, spielte an dtsch. Fürstenhöfen und ab 1902 öfters am engl. Königshof, Professor an den Musikhochschulen Wien, Salzburg, Berlin und Lissabon, zuletzt in Zürich
  • Otto Flake (1880-1963), dtsch. Schriftsteller, geb. in Metz/ Frankreich (damals Deutsches Reich), Schule in Colmar, Studium in Strasbourg, 1913-14 in Konstantinopel, während des Krieges in Brüssel, dann Zürich, Partnekirchen und Berlin, bis 1927 in Bozen/ Italien, ging nach seiner Ausweisung nach Baden-Baden, starb dort
  • B. Traven (1882-1969), Pseudonym eines vermutlich deutschen Schriftstellers, der als Auswanderer nach Mexiko kam und lebenslang sein Inkognito wahrte, starb in Mexiko-City, Das Totenschiff
  • Anita Rée (1885-1933), deutsche Malerin der Avantgarde, geb. in Hamburg als Tochter eines jüd. Kaufmanns und seiner aus Venezuela stammenden kath. Frau, war im Winter 1912/1913 Schülerin bei Fernand Léger in Paris und 1919 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Hamburgische Sezession, 1930 von den Nazis als Jüdin denunziert, zog 1932 nach Sylt, starb dort in Kampen
  • Hugo Ball (1886-1926), dtsch. Autor und Mitbegründer des Dadaismus, geb. in Pirmasens, ab 1907 Studium und Dramaturgieerfahrungen in Heidelberg, Plauen, Berlin und München, emigrierte im Mai 1915 gemeinsam mit Emmy Hennings in die Schweiz, wo er zunächst in Zürich wohnte, unterbrochen von einem Italien-Aufenthalt in Rom und bei Salerno 1924-1926, in dem kleinen Dorf Agnuzzo im Tessin und ab 1926 in Sorengo
  • Kurt Tucholsky (1890-1935), jüd. dtsch. Journalist und Schriftsteller, geb. in Berlin, lebte 1924-29 in Paris und ab 1930 in Hindas/ Schweden, starb in Göteborg, Schloß Gripsholm/ Rheinsberg
  • Richard Huelsenbeck (1892-1974), dtsch. Schriftsteller und Psychoanalyst, Mitbegründer des Dadaismus, geb. in Frankenau bei Kassel, wuchs in Dortmund und Bochum auf, Studium u.a. in Zürich, Paris und Münster, ab 1914 in Berlin, ging 1916 als Kriegsdienstverweigerer nach Zürich, 1917 wieder nach Berlin, in den frühen 1920er-Jahren Weltreisen als Schiffsarzt, 1936 Emigration von Berlin nach New York, wurde amerik. Staatsbürger, praktizierte unter dem Namen Charles R. Hulbeck als Psychiater, 1970 kehrte er nach Europa zurück, lebte im Tessin, starb in Muralto/ Schweiz, Der Traum vom großen Glück
  • Richard Friedenthal (1896-1979), dtsch.-brit. Schriftsteller und Biograph, geb. in München als Kind eines jüd. Vaters, Studium in Berlin und Jena, 1938 Emigration nach London/ Großbritannien, 1947 Einbürgerung, blieb dort und starb in London, Der Heuschober/ Goethe, sein Leben und seine Zeit

Geburtsjahrgänge 1901 bis 1950

  • Marie-Luise Kaschnitz (1901-74), dtsch. Schriftstellerin, geb. in Karlsruhe, wuchs in Potsdam und Berlin auf, in Weimar zur Buchhändlerin ausgebildet (1922–1924), arbeitete anschließend in einem Münchner Verlag und einem Antiquariat in Rom, lebte abwechselnd auch in Königsberg, Marburg und Frankfurt/M., zog sich ab 1958 oft auf das Familiengut in Bollschweil bei Freiburg zurück, starb in Rom
  • Fred von Hoerschelmann (1901-76), dtsch. Schriftsteller, geb. in Hapsal/ Estland, Studium in Dorpal und München, 1933-36 in Berlin, dann Rückkehr, 1939 Umsiedlung in den Warthegau, nach Kriegsende ging er nach Tübingen, starb dort, Das Schiff Esperanza
  • Johannes Heesters (geb. 1903), Operettensänger und Schauspieler, geb. in den Niederlanden, avancierte in den 1930er-Jahren in Wien und später Berlin zum Bühnenstar
  • Herbert Günther (1906-78), dtsch. Schriftsteller und Kritiker, geb. in Berlin, nach seiner Rückkehr aus frz. und brit. Kriegsgefangenschaft seit 1946 in München, dann 1946-61 in Paris und zurück nach München, Hier schreibt Berlin
  • Luise Rainer (1910-2014), deutsche Schauspielerin jüdischer Herkunft, geb. in Düsseldorf, wuchs in Hamburg und der Schweiz auf, zog 1935 nach Hollywood/ USA, gewann 1936/37 als erste Schauspielerin gleich zweimal hintereinander einen Oscar, zog sich 1943 dauerhaft nach London zurück, starb dort, Escapade/ Der große Ziegfeld/ Die gute Erde
  • Stephan Hermlin (1915-97, eigentl. Rudolf Leder), dtsch. Schriftsteller, geb. in Chemnitz, Schulbesuch in Berlin, ging 1936 nach Palästina, später nach Ägypten und England, kam nach Teilnahme am Span. Bürgerkrieg über Frankreich in die Schweiz, 1945 nach Frankfurt/M., zog 1947 nach Ost-Berlin, starb dort, Die Asche von Birkenau
  • Margarete Mitscherlich (geb. 1917), Lehranalytikerin, Medizinerin und Autorin, geb. als Tochter einer dtsch. Mutter und eines dänischen Vaters (Die friedfertige Frau)
  • Marcel Reich-Ranicki (1920-2013), poln.-dtsch. Publizist und Literaturkritiker, geb. in Włocławek/ Polen als Sohn eines Polen und einer Deutschen, die Eltern schickten ihn 1929 nach Berlin, wurde 1938 wg. seiner jüd. Herkunft nach Polen ausgewiesen, kam 1940 ins Warschauer Ghetto, zog 1958 nach Deutschland, starb in Frankfurt/ Main
  • Otfried Preußler (1923-2013), dtsch. Kinderbuchautor, geb. in Liberec/ Tschechoslowakei, geriet 1944 in sowjet. Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 freikam, ließ sich danach in Oberbayern nieder, starb in Priem am Chiemsee, Der kleine Wassermann, Der Räuber Hotzenplotz, Krabat, Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst
  • Siegfried Lenz (1926-2014), dt. Schriftsteller, geb. im ostpreuß. Lyck (heute Polen), kam mit 17 zur Kriegsmarine, desertierte und kam 1945 in Kriegsgefangenschaft nach England, ging dann nach Hamburg, starb dort, Deutschstunde/ So zärtlich war Suleyken
  • Ernst Augustin (geb. 1927), dtsch. Schriftsteller, geb. in Hirschberg, Schlesien, Studium in Berlin, arbeitete als Arzt, Neurologe und Psychiater, davon viele Jahre in Entwicklungsländern wie Pakistan und Afghanistan, lebt heute in München, Die Schule der Nackten
  • Günter Grass (1927-2015), dt. Schriftsteller, geb. als  Sohn eines protest. Lebensmittelhändlers und einer Katholikin kaschubischer Abstammung,  verbrachte seine Kindheit im Danziger Stadtteil Langfuhr (heute: Wrzeszcz in Polen), ging nach dem 2. Weltkrieg nach Düsseldorf, starb in Lübeck, erhielt 1999 den Nobelpreis für Literatur (Die Blechtrommel)
  • Luigi Colani (geb. 1928), dt. Industriedesigner, geb. in Berlin als Sohn eines Schweizer Filmarchitekten, hat auch kurdische und polnische Wurzeln, studierte in Berlin und Paris, lebt in Karlsruhe
  • Georges-Arthur Goldschmidt (geb. 1928), dtsch.-frz. Schriftsteller und Übersetzter, geb. in Reinbek bei Hamburg als Sohn einer Familie, die schon im 19. Jh. von Judentum zum Protestantismus konvertierte, das angespannte Klima veranlaßte die Eltern dazu, ihn mit seinem Bruder 1938 nach Florenz zu schicken, von dort flohen sie 1939 nach Annecy/ Frankreich, danach in einem Waisenhaus bei Paris, lebt seit dem Studium a 1948 in Paris
  • Hans Magnus Enzensberger (geb. 1929), dtsch. Schriftsteller, Herausgeber und Redakteur, geb. in Kaufbeuren, aufgewachsen in Nürnberg, Studium 1949-54 in Erlangen, Freiburg und Paris, 1957-59 nach der Heirat mit einer Norwegerin in Stranda/ Norwegen lebend (als Verlagslektor bei Suhrkamp in Frankfurt/M.), 1959-60 mit der Familie in Rom/ Italien, zog sich 1960-61 nach Tjöme/ Norwegen zurück, ging dann nach West-Berlin, lebt heute in München
  • Mario Adorf (geb. 1930), dt. Schauspieler, geb. in Zürich als Sohn einer Deutschen und eines ital. Chirurgen, wuchs in Mayen/ Deutschland auf
  • Rolf Hochhuth (geb. 1931), dtsch. Schriftsteller, geb. in Eschwege, 1950-55 als Buchhändlergehilfe in Marburg, Kassel und München tätig, zog sich 1963 nach Riehen bei Basel/ Schweiz zurück, Der Stellvertreter
  • Janosch (geb. 1931 als Horst Eckert), geb. in Hindenburg/ damals Ober-Schlesien, heute Zabrze/ Polen, nach dem 2. Weltkrieg 1946 Flucht nach Westdeutschland, lebte in Bad Zwischenahn und Krefeld, ab 1953 in München, lebt seit 1980 auf Teneriffa/ Spanien, Oh wie schön ist Panama/ Post für den Tiger
  • Ruth Maria Kubitschek (geb. 1931), deutsch-schweizerische Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin, geb. in Komotau/ Tschechoslowakei, ihre Familie floh gegen Ende des 2. Weltkriegs aus Böhmen nach Sachsen-Anhalt/ DDR, ging 1959 in den Westen, lebte in Celle, lebt seit etwa 1996 in der Schweiz, Das Traumschiff/ Die Schwarzwaldklinik
  • Günther Herburger (geb. 1932), Studium in München und Paris, brach dieses aber 1954 ab und begab sich auf Reisen, er lebte zeitweise auf Ibiza, in Madrid und Oran/ Algerien,1956 war er aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, das Vagabundendasein aufzugeben, 1957 zurück nach Isny, dann lange in Stuttgart, 1967 nach Berlin, 1973 nach München
  • Stefanie Zweig (1932-2014), dtsch. Schriftstellerin, geb. in Leobschütz, Oberschlesien (heute Glubczyce/Polen), 1938 floh ihre jüdische Familie angesichts der nationalsozialistischen Verfolgung nach Kenia, nach dem 2. Weltkrieg kehrte die Familie 1947 nach Deutschland zurück, lebte seitdem und starb in Frankfurt am Main, Ein Mundvoll Erde/ Nirgendwo in Afrika /Das Haus in der Rothschildallee
  • Karl Otto Lagerfeld (geb. 1933), dt. Modeschöpfer, Designer und Fotograf, geb. in Hamburg, verließ Deutschland gem. mit seiner Mutter 1953 und zog nach Paris, wo er bis heute lebt und arbeitet
  • Mattias Braun (geb. 1933), dtsch. Schriftsteller, geb. in Köln, unstetes Leben in Süddeutschland, 1945 seßhaft in Köln, zog später nach Puch bei Hallein/ Österreich
  • Rudi Carrell (eigentlich Rudolf Wijbrand Kesselaar) (1934-2006), geb. in Alkmaar/Niederlande, gest. in Bremen, Komiker und Showmeister („Am laufenden Band“, „Rudis Tagesshow“)
  • Robert Gernhardt (1937-2006), Schriftsteller, Lyriker, Essayist, Zeichner und Maler, geb. in Talinn/ Estland als Sohn einer zur Minderheit der Deutsch-Balten gehörenden Familie, die 1939 nach Posen übersiedeln musste und nach Kriegsende 1945 von Russen und Polen nach Deutschland (erst Bissendorf, dann Göttingen) vertrieben
  • Peter Fritz Willi Lustig (1937-2016), Fernsehmoderator („Löwenzahn“) und Kinderbuchautor, geb. in Breslau, sein Vater starb, als er ein Jahr alt war, die Kindheit war geprägt vom Krieg, musste mit seiner Mutter als Vertriebener 1945 von einem Ort zum andern fliehen und bis nach Hamburg zu Fuß laufen, starb in Husum
  • Johano Strasser (geb. 1939), dtsch. Politologe, Publizist und Schriftsteller, geb. in Leeuwarden/Niederlande als Kind einer internat. Familie, sein Vater wurde als Sohn einer Französin und eines Österreichers in den USA geboren, seine Mutter war Niederländerin, seit 1945 in Rotenburg/Deutschland, später Köln und Mainz, erwarb dtsch. Staatsang.keit erst 1964, lebt am Starnberger See, Der Klang der Fanfare/ Dengelmanns Harfe/ Stille Jagd/ Ein Lachen im Dunkeln
  • Harun Farocki (1940-2014), dtsch. Filmemacher und Installationskünstler, geb. als Sohn eines indischen Arztes und einer Deutschen in Neutitschein/heute Tschechien, die in den 1920er-Jahren ins Sudentenland eingewandert waren, nach mehrfachen Umzügen ließ sich die Familie 1958 schließlich in Hamburg nieder, liess sich 1964 in Berlin nieder, starb dort
  • Rosa von Praunheim (eigentl. Holger Radtke, geb. 1942), dtsch. Filmregisseur, geb. im Zentralgefängnis von Riga (heute Lettland) während der dtsch. Besatzung, seine leibliche Mutter starb 1946 in der Psychiatrie in Berlin, wie er erst 2000 von seiner Adoptivmutter Gertrud Mischwitzky, wuchs als Holger M. in Ost-Berlin auf, 1953 Flucht der Familie in den Westen, wuchs in Frankfurt/M. auf, Künstlername seit den 1970ern
  • Frank Elstner (geb. 1942, eigentl. Timm Maria Franz), dtsch. Radiomacher, Fernsehshowmaster und Erfinder von Fernsehsendungen, geb. in Linz/ Österreich, lebte die ersten Jahre in Brünn/heutige Tschechei, Berlin, Baden-Baden und Rastatt, ehe er zu Radio Luxemburg ging und u.a. das Format „Wetten dass…?“ erfand, lebt heute wieder in Baden-Baden
  • Chris Andrews (geb. 1942), Sänger und Komponist, geb. in Romford im Osten von London, beginnt mit 13 Jahren seine Musikerkarriere, spielt Anfang der 1960er-Jahre im Hamburger Star-Club, schreibt Hits für Sandie Shaw, Suzi Quatro, Cher und The Mamas and the Papas, lebt seit 2005 in Deutschland, seit 2009 in Selm, besitzt seit 2016 auch den deutschen Pass, Yesterday Man/ It’s Alright/ Pretty Belinda
  • Hanna Schygulla (geb. 1943), dtsch. Schauspielerin und Sängerin, geb. in Königshütte/ Schlesien (heute Chorzów/ Polen) als Tochter des Holzhändlers Joseph Schygulla und seiner Frau Antonie, geb. Mzyk, kam 1945 mit ihrer Mutter, die aus Schlesien flüchten musste, nach München; der Vater kehrte 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurück, Au-Pair Mädchen in Paris, Studium in München, Liebe ist kälter als der Tod/ Katzelmacher/ Die Ehe der Maria Braun
  • Henryk M. Broder (geb. 1946), Publizist („öffentlicher Jude“), geb. in Katowice (Polen), kam 1958 nach Deutschland,
  • Peter Maffay (eigentl. Peter Alexander Makkay, geb. 1949), Sänger und Musiker, geboren in Kronstadt/ Siebenbürgen als Sohn einer dtsch. Mutter und eines ungarischen Vaters, wanderte 1963 mit seinen Eltern aus Rumänien nach Westdeutschland aus
  • Thomas Johannes Gottschalk (geb. 1950), dtsch. Radio- und TV-Moderator, Unterhaltungskünstler und Schauspieler, geb. in Bamberg als Sohn eines aus Oberschlesien/ heute Polen geflohenen Paares
  • Rumjana Zacharieva (geb. 1950), dtsch.-bulg. Schriftstellerin, geb. in Baltschik/ Bulgarien, übersiedelte 1970 nach Deutschland, Studium in Bonn (Geschlossene Kurve, Bärenfell, 7 kg Zeit)

Geburtsjahrgänge 1951-1974

  • Fahime Farsaie (geb. 1952), iran.-dtsch. Schrifstellerin, geb. in Teheran/ Iran, arbeitete in den 1970er-Jahren als Journalistin u.a. in London, 1983 ging sie nach Deutschland ins Exil, lebt in Köln (Eines Dienstags beschloss meine Mutter, Deutsche zu werden)
  • Leslie Mandoki (eigentl. László Mándoki, geb, 1953), ungarisch-dtsch. Musiker und Musikproduzent, geb.  in Budapest, floh 1975 über Österreich nach Deutschland, wurde Teil der Band Dschinghis Khan, arbeitete später u.a. für und mit Engelbert, Phil Collins, den No Angels, Jennifer Rush, Gil Ofarim, Lionel Richie und Sido, wohnt in Tutzing
  • Sibylle Lewitscharoff (geb. 1954), dtsch. Schriftstellerin, geb. in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters, der Mitte der 1940er-Jahre nach Deutschland gekommen war, lebt seit den 1970ern in Berlin (Consummatus, Apostoloff, Blumenberg, Pong)
  • Eugen Ruge (geb. 1954), Schriftsteller, geb. in Soswa (Ural) / UdSSR, kam im Alter von zwei Jahren zusammen mit seinen Eltern nach Ost-Berlin, studierte dort, ging 1988 aus der DDR in die Bundesrepublik, In Zeiten abnehmenden Lichts
  • Zé do Rock (geb. 1956), Schriftsteller und Literaturshowmeister, geb. in Porto Alegre/ Brasilien als Kind einer Familie, unter dessen Vorfahren sich deutsche, litauische und russische Einwanderer befinden (Ultradoitsh, Wunschdeutsch, Siegfriedisch, Kauderdeutsch, Fom winde ferfeet)
  • Götz Alsmann (geb. 1957), dtsch. Musiker und Unterhaltungskünstler, geb. in Münster als Sohn eines Deutschen und einer Jugoslawin
  • Dariusz Muszer (geb. 1959), dtsch.-poln. Schriftsteller, geb. in Górzyca/ Polen, lebt seit 1988 in Hannover (Der Echsenman, Gottes homepage, Die Freiheit riecht nach Vanille)
  • Ildikó von Kürthy (geb. 1968), dtsch. Schriftstellerin und Journalistin, geb. in Aachen als Tochter eines ungarischen Vaters, lebt in Hamburg (Mondscheintarif, Herzsprung, Höhenrausch)
  • Akif Pirincci (geb. 1959), Schriftsteller, geb. in ***, lebt in Bonn (Felidae,Tränen sind immer das Ende (deutsch?)
  • Suleman Taufiq (geb. 1953), Schriftsteller und Publizist, geb. in Syrien
  • Yadegar Asisi (geb. 1955, eigentlich Yadegar Azizi Namini), Architekt, Hochschullehrer und Künstler, geb. in Wien als Sohn persischer Eltern, verbrachte die Kindheit in Leipzig, studierte in Dresden, ab 1987 Professor in Berlin (monumentale Panoramen, u.a. Mauer-Panorama 2012 in Berlin)
  • Khalid al-Maaly (geb. 1956), Dichter und Verleger, geb. im Irak, 1979 politisches Exil in Frankreich/ seit 1980 in Köln
  • Mussin Omurca (vormals Muhsin Omurca, geb. 1959), deutsch-türkischer Kabarettist und Cartoonist, geb. in Bursa/Türkei, kam 1979 nach Deutschland, gründete mit Şinasi Dikmen mit dem Knobi-Bonbon-Kabarett 1986 in Ulm das erste deutschsprachige türkische Kabarett in Deutschland, seit 1998 mit einem Soloprogramm unterwegs, 2002 erschien sein Comic Kanakmän
  • Ilya Trojanow (geb. 1965), dtsch. Schriftsteller bulg. Herkunft, geb. in Sofia/ Bulgarien, Familie floh 1971 nach Deutschland, erhielt Asyl, ging 1972 nach Nairobi/ Kenia, wo der Vater arbeitete und wo Ilya, unterbrochen von einem Deutschlandaufenthalt zum Schulbesuch 1977-81, bis 1984 lebte, dann Aufenthalt in Paris und ab 1985 Studium in München, 2003-07 lebte er in Kapstadt/ Südafrika, lebt heute in Wien, Der Weltensammler/ Eistau
  • Sung Hyung Cho (geb. 1966), südkoreanische Cutterin, Regisseurin und Professorin, geb. in Busan/ Südkorea, lebt seit 1989 in Deutschland, Verirrte Eskimos/ Full Metal Village/ Endstation der Sehnsüchte
  • Campino (eigentl. Andreas Frege, geb. 1962), Musiker, Sohn einer englischen Mutter und eines deutschen Vaters, Gründer und Sänger der Punkband „Die Toten Hosen“
  • Anke Engelke (geb. 1965), dt. Komikerin, Schauspielerin und Entertainerin, geb. in Montreal/ Kanada als Tochter eines dt. Managers und einer Fremdsprachenkorrespondentin, kam 1971 nach Rösrath bei Köln
  • Zsuzsa Bánk (geb. 1965), dt. Schriftstellerin, geb. in Frankfurt/Main als Kind ungarischer Eltern, die nach dem Ungarnaufstand 1956 in den Westen geflohen waren (Der Schwimmer, Heißester Sommer, Die hellen Tage)
  • Erdoğan Atalay (geb. 1966), dt. Filmschauspieler, geb. in Hannover als Kind eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter (Alarm für Cobra 11)
  • Navid Kermani (geb. 1967), dtsch.-iran. Schriftsteller und habilitierter Orientalist, geb. in Siegen als Sohn iranischer Eltern,  studierte in Köln, Bonn und Kairo, lebt in Köln (Gott ist schön/ Du sollst/ Dein Name/ Iran: Die Revolution der Kinder, Das Buch der von Neil Young Getöteten)
  • Züli Aladağ (geb. 1968), dtsch. Drehbuchautor und Regisseur türk. Herkunft und kurd. Abstammung, geb. in Van/ Türkei, kam 1973 nach Deutschland, wuchs in Stuttgart auf, Studium in Köln, Wut/ Tatort: Im gelobten Land
  • Hatice Akyün (geb. 1969), dtsch.-türk. Journalistin und Schriftstellerin, geb. in Akpınar Köyü/ Türkei, kam 1972 mit ihren Eltern nach Duisburg, lebt in Berlin, Hans mit scharfer Soße/ Ali zum Dessert/ Verfluchte anatolische Bergziegenkacke…
  • Aziza Mustafa Zadeh (geb. 1969), Jazzpianistin und –sängerin, geb. in Aserbaidschan/ siedelte 1989 (?) um nach Deutschland und lebt seitdem in Mainz, viele Solo-CDs („Aziza Mustafa Zadeh“, „Always“, „Dance of Fire“, „Jazziza“)
  • Brankica Bečejac (1970 -2001), Journalistin und Schriftstellerin, geb. in Jugoslawien, aufgewachsen in Hannover, ging 1999 nach Berlin, starb dort von der Hand ihres Mannes (Die Aufgabe, „Ich bin so wenig von hier wie von dort“)
  • Nezaket Ekici (geb. 1970), dt. Performancekünstlerin türkischer Herkunft, geb. in Kırşehir/ Türkei, wanderte mit 3 Jahren mit der Familie nach Deutschland aus, Ausbildung und Studium in Duisburg, München und Braunschweig, lebt und arbeitet in Berlin, Stuttgart und Istanbul
  • Pia Marais (geb. 1971), dt. Filmemacherin, aufgewachsen in Südafrika und Schweden („Die Unerzogenen“, „Layla Fourie“)
  • Xavier Kurt Naidoo (geb. 1971), dt. Soul- und R&B-Sänger, geb. in Mannheim als Sohn einer Südafrikanerin arab. Abstammung und eines Tamilen aus Sri Lanka, der vorher in England gearbeitet hatte (Nicht von dieser Welt, Zwischenspiel – Alles für den Herrn, Telegramm für X, Alles kann besser werden)
  • Moses Peter Pelham (geb. 1971), deutscher Rapper, Gründer und Geschäftsführer des Musiklabels Pelham Power Productions (3P), geb in Frankfurt am Main, wahrscheinlich als Sohn einer Deutschen und eines amerikanischen Soldaten, gründete das Hartheim Rödelheim Projekt, Produzent von Xavier Naidoo und Sabrina Setlur (Hartreim Saga, Geteiltes Leid)
  • Kaya Yanar (geb. 1973), türk.-dtsch. Komiker und Fernsehmoderator, geb. in Frankfurt/M. als Sohn türkisch-arab. Migranten aus Antakya/Türkei, schaffte seinen Durchbruch mit der Sat.1-Comedysendung „Was guckst du?!“
  • Sabrina Setlur (geb. 1974), deutsche Rapperin, geb. als Tochter indischer Einwanderer in Frankfurt am Main, Du liebst mich nicht/Glaubst Du mir?/ Nur mir/Folge dem Stern
  • Stipe Erceg (geb. 1974), dt. Schauspieler kroat. Herkunft, geb. in Split/ Jugoslawien, heute Kroatien, kam im Alter von 4 J. nach Tübingen/ Deutschland, machte sein Abitur und lebte eine Weile in New York, später in Italien, heute in Berlin (Yugotrip/ Die fetten Jahre sind vorbei/ Der Baader-Meinhof-Komplex)

Geburtsjahrgänge ab 1975

  • Kool Savas (bürgerl.: Savaş Yurder, geb. 1975), dt. Rapper und Schauspieler, geb. in Aachen als Sohn einer Deutschen und eines Türken, ging mit 1 Jahr mit seiner Familie in die Türkei zurück, doch zog die Familie aufgrund einer polit. motivierten Verhaftung des Vaters zurück nach Aachen, 1987 nach Berlin (Der beste Tag meines Lebens, Tot oder lebendig, Aura)
  • Bülent Ceylan (geb. 1976), deutscher Komiker, geb. in Mannheim als Sohn einer Deutschen und eines Türken
  • Nazan Eckes (geb. 1976 als Nazan Üngör), TV-Moderatorin, geb. als Tochter türkischer Einwanderer in Köln, sammelt ihre ersten TV-Erfahrungen beim Musiksender VIVA TV in Köln, seit 2011 Mitglied des Beirates der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
  • Bora Dagtekin (geb. 1978) dtsch. Autor und Regisseur vorwiegend komödiantischer Film- und Fernsehdrehbücher, geb. in Hannover als Kind eines türk. Vaters und einer dtsch. Mutter, Studium in Ludwigsburg, Doctor’s Diary/ Türkisch für Anfänger/ Fack ju Göthe
  • Saša Stanišić (geb. 1978), aus Bosnien und Herzegowina stammender deutschsprachiger Schriftsteller, geb. in Višegrad, flüchtete 1992, nach der Besetzung Višegrads, mit seinen Eltern zu einem Onkel nach Heidelberg, Studium in Leipzig, Wie der Soldat das Grammofon repariert/ Vor dem Fest
  • Daniel César Martín Brühl González (geb. 1978), dtsch. Schauspieler, geb. in Barcelona/ Spanien als Sohn eines Deutschen und einer katalanischen Mutter, lebt zeitweise in Barcelona und Berlin, Good Bye, Lenin!
  • Florian Micoud Cossen (geb. 1979), dtsch. Filmregisseur und Drehbuchautor, geb. als Sohn eines dtsch. Diplomaten in Tel Aviv/Israel, wuchs in Montreal und Barcelona auf, siedelte 1994 nach Deutschland über, Abitur in Bonn, Studium in Ludwigsburg, Das Lied in mir
  • Fahri Yardim (geb. 1980), Filmschauspieler, geb. in Hamburg als Sohn türkischer Einwanderer, Chiko/ Almanya-Willkommen in Deutschland
  • Lena Gorelik (geb. 1981), deutsche Journalistin und Schriftstellerin, geb. in Leningrad/ UdSSR, kam 1992 als Kontingentflüchtling nach Deutchland
  • Meriem Sahra Userli (türk: Meryem Sarah Uzerli, geb. 1982), dtsch.-türk. Schauspielerin, geb. In Kassel als Kind einer dtsch. Mutter und eines türk. Vaters, ging für den Dreh der sehr erfolgr. TV-Serie Muhteşem Yüzyıl (sie spielt spielt Hürrem Sultan, Sultan Süleymans Lieblingsfrau) 2011-13 in die Türkei, lernte dafür Türkisch, kehrte danach nach Berlin zurück
  • Nino Haratischwili (geb.1983), Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin, geb. in Tiflis/ Georgien, kam im Alter von 12 Jahren nach Deutschland, lebt in Hamburg, Juja/ Mein sanfter Zwilling/ Das achte Leben (Für Brilka)
  • Helene Fischer (geb. 1984), dtsch. Schlager-Sängerin, Tänzerin und Unterhaltungskünstlerin, geb. in Krasnojarsk/ Sowjetunion, die Großeltern waren Wolgadeutsche, die 1941 nach Sibirien deportiert wurden, 1988 siedelten ihre Eltern mit ihr und ihrer Schwester nach Wöllstein in Rheinland-Pfalz aus, Für einen Tag/ Farbenspiel/ So, wie ich bin
  • Kay One (auch Prince Kay One; bürgerlich Kenneth Glöckler, geb. 1984), dtsch. Rapper, geb. in Friedrichshafen als sohn eines Deutschen und einer Filipina
  • Haftbefehl (geb. 1985, bürgerlich Aykut Anhan), dtsch. Rapper türkisch-zazaisch-kurdischer Abstammung, geb. in Offenbach als Sohn zazaischer Kurden aus dem osttürkischen Dersim, und flüchtete 2006 vor einer wegen Betrugs drohenden Haftstrafe nach Istanbul, von dort aus zog er in die Niederlande weiter, wo er in Amsterdam und Arnheim lebte, dann Rückkehr nach Offenbach
  • Sasha Marianna Salzmann (geb. 1985), deutsche Dramatikerin, Essayistin, Kuratorin und Romanautorin, geb. in Wolgograd/Sowjetunion, 1995 emigrierte sie mit ihrer Familie als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland, studierte in Hildesheim und Berlin, war 2012/13 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, Ausser sich
  • Fatma Aydemir (geb. 1986), deutsch-türkische Journalistin und Schriftstellerin, geb. in Karlsruhe als Enkelin türkischer Einwanderer, Studium in Frankfurt/ Main, lebt seit 2012 in Berlin, Ellbogen
  • Angelique Kerber (geb. 1988), deutsche Tennisspielerin, geb. in Bremen als Tochter einer Deutschen und eines Polen, besitzt auch die polnische Staatsbürgerschaft und hat seit 2012 ihren ersten Wohnsitz in Puszczykowo/ Polen
  • Emilia Schüle (geb. 1992), deutsche Schauspielerin, geb. in Blagoweschtschensk/ Russland, kam mit ihren Eltern als Kleinkind nach Deutschland, lebt in Berlin

Verwendete Quellen: Lennartz, Franz: Deutsche Dichter und Schriftsteller unserer Zeit, 10. erw. Aufl., Stuttgart 1969; Wikipedia und diverse Zeitungsartikel, durch die ich auf die Migrationserfahrungen dieser Persönlichkeiten aufmerksam wurde

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