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Stadtrundgänge Kairo

August 9, 2011

Seit 2009 entwickele ich Stadtrundgänge durch eher unbekannte Viertel Kairos. Entstanden sind sie aus Rundgängen im Rahmen von drei Exkursionen mit dem Geographischen Institut der Ruhr Universität Bochum. Erläutert werden Besonderheiten ausserhalb des üblichen  Touristischen rund um Fragen der Stadtentwicklung und Dynamik einer ständig im Wandel begriffenen Metropole. Sie sollen anregen, die Stadt ganzheitlicher und authentischer zu sehen, als es auf wenige „Hotspots“ fokussierende konventionelle Reiseführer vermögen. Die Texte entstanden im Teamwork mit Martina Nies, die zu jedem Rundgang Karten erstellt und Anregungen gegeben hat. Wir wollen daraus ein Buch machen.

Publiziert wurden sie bislang in der Zeitschrift „Papyrus„, einem deutschsprachigen Magazin aus Kairo.

Hier die entsprechenden links (falls vorhanden):

1. Rund um den Midan Ataba

2. Rund um die Sharia Alfi: Kairos altes Vergnügungsviertel

3. Ein Rundgang durch die Welt des Jakubijan-Bau sowie Kairo im Spiegel der Literatur (Hannah Scharlau)

4. Kairos Bahnhofsviertel

5. Im Schatten der Mogamma: Durch den Süden der Neustadt

6. Heliopolis (erschien im Jan. 2010)

7. Al-Hutiya und Mohandessin  (erschien im Sept. 2011)

8. Mit Oqba (erschien im Nov. 2011)

9. Zamalek (Teil 1  erschien im Jan. 2012, Teil 2 im März, Teil 3 im Nov. 2012), erarbeitet von Martina Nies

In Planung sind folgende weitere Rundgänge: Altstadt Nord: Gamaliyya / Altstadt Süd: Darb el-Ahmar / Friedhöfe zwischen Mar Girgis und Sayeda Zeineb / Boulaq / Am Nil: Garden City, Manial und Giza/ Imbaba / Shubra / Mounira el-Gedida / Geziret ed-Dahab und Giza / Boulaq ed-Dakrour / Nördliche Totenstadt und Bab en-Nasr Friedhof / Manshiet Nasr / Maadi und Heluan

Dazu kommen andere journalistische Texte zu Kairo, Miniaturen, Momentaufnahmen, Reportagen –  von denen die folgenden konkrete Orte beschreiben:

Tee- und Kaffeehäuser: Wo Kairo zu sich kommt

Die ungeahnten Folgen der Schweinegrippe

Villen in Raum und Zeit

1, Midan Tahrir (Papyrus), unzensierte Fassung mit Fotos hier

Mein Kairo-Hintergrund: Nach vielen Jahren per Anhalter, Bus oder Rad im Nahen Osten hatte ich im März 1988  meinen „Kairos“-Moment: Das ist es, hier will ich bleiben. Ich kam 1988/89 nach dem Vordiplom für acht Monate zurück (Praktika bei Süddeutscher Zeitung und Deutsch-Ägyptischer Handelskammer) und war in den Folgejahren wieder mindestens für einen Monat dort, schrieb meine Diplomarbeit über „Kairo – Struktur und Dynamik einer wachsenden Metropole der ‚Dritten Welt'“, verlor die Stadt aber über den Berufseinstieg etwas aus den Augen. 2002 wieder zurück und seitdem jährlich mindestens ein Aufenthalt von ein bis zwei Wochen (zuletzt im März, September und November 2011).

Die elementare Kairo-Erkenntnis kam beim Eintauchen am Midan Ramsis mit 23 im März 1988: Ich verliere mich nicht in einem bedrohlich-fremden Chaos. Eine riesige, kraftvolle und patinaverfärbte unbezwingbare Urmutter umarmt mich unvermittelt, alle Sinne vollständig sensibilisierend in diesem einen glücklichen Moment. Benommen lass ich es geschehen, will es, bitte drum und darf als der ich bin, eins werden mit dieser komplexen Dichte von Gestein, Tier und Mensch am Nil mit den noch zu entziffernden vielschichtigen Strukturen aus unendlich multiplizierten Elementen und zufällig entdeckten heimeligen Oasen sowie der unmittelbar erlebbaren, pulsierenden Dynamik aller Mühen ums Da-Sein, mir spiegelnd, wer ich bin. „Kairos“ nannten die Griechen diesen klaren und reinigenden Moment.

From → Kairo

5 Kommentare
  1. It’s difficult to find experienced people in this particular topic, however, you sound like you know what you’re talking about! Thanks

Trackbacks & Pingbacks

  1. Kairo-Exkursionen mit der RUB « akihart
  2. Aktuelle links zum Leben in Kairo heute « akihart
  3. Jürgen Blenck: „Kairo ist wie Köln“ | akihart

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